3.5.2. Samek – Exkurs 5: Prof. Albert Bloch

 

 

 

 

Abb. S 29. Albert Bloch in his studio. 1932.

Quelle: unidentified photographer; in: Albert Bloch Papers, 1873-2014,

Archives of American Art, Smithsonian Institution

https://www.aaa.si.edu/blog/2016/10/acquisitions-albert-bloch-papers

(Zugriff: 21.7.2020)

 

Oskar Sameks Briefpartner in Amerika war in erster Linie ein sehr bedeutender Maler, aber auch als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Er war ein großer Verehrer von Karl Kraus.


Lebensstationen von Prof. Albert Bloch

(geb. 1882 in St. Louis, Missouri, gest. 1961 in Lawrence, Kansas) [1]

 

  • Geboren als Sohn böhmischer Einwanderer in die USA
  • Besuch der St. Louis School of Fine Arts
  • Illustrator für die satirische Zeitung „The Mirror“. Seine über 200 Karikaturen trugen Merkmale des Jugendstils.
  • Seit 1908 in München, schloss sich dem Künstlerkreis „Der Blaue Reiter“ an. Landschaftsbilder, Stadtbilder, Porträts, Zirkusbilder mit Übergang ins Kubistische
  • 1921 Rückkehr in die USA

 

  • Ab 1923 Professur an der University of Kansas

 

Zur Malerei:

 

Bloch ist der einzige amerikanische Maler, der sich der Künstler-gemeinschaft „Der Blaue Reiter“ (gegründet von Wassily Kandinsky und Franz Marc) anschloss, die am Anfang des 20. Jahrhunderts in Bayern als revolutionäre Plattform für eine „Neue Kunst“ erschaffen wurde. Man wandte sich vom Realismus ab und malte expressionistisch, kubistisch, in kräftigen Farben und zunehmend abstrakt. [2]

Es sind nur wenige frühe Werke von Bloch erhalten:

.) Er war immer sehr selbstkritisch. Er zerstörte jedes Bild, das er für unvollkommen hielt.

.) Viele seiner Bilder fielen in der Zeit des Nationalsozialismus der Aktion „Entartete Kunst“ zum Opfer.

 

 

„The Green Domino“ (1913) –

ein Gemälde von Albert Bloch

mit typischen Stilmerkmalen seines frühen Schaffens:

 

 

 

Abb. S 30. Albert Bloch (1882 - 1961), The Green Domino (1913),

oil on canvas, 130.5 x 85 cm; The Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, Missouri, Vereinigte Staaten, public domain

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Albert_Bloch_-_The_Green_Domino_-_Google_Art_Project.jpg (Zugriff: 24.7.2020)

 

The Green Domino, gemalt in München, zeigt Blochs Vorliebe für die expressive Kraft von vereinfachten Formen und intensiven Farben. Die merkwürdigen Gestalten, die den hell gefärbten, prismatisch gebroche-nen Raum einnehmen, basieren auf Figuren der italienischen improvisierten Commedia dell’arte des 16. und 17. Jahrhunderts. [4]

 

Zur literarischen Tätigkeit:

 

In diesem Rahmen sollen zwei Briefwechsel erwähnt werden –

·        der Briefwechsel mit Oskar Samek, dem Freund, Rechtsanwalt und Herausgeber des Nachlasses von Karl Kraus

·        der Briefwechsel zwischen Sidonie Nádherný und Albert Bloch [3]

 

Seine Übersetzungen:

 

Seine literarische Tätigkeit ist gekennzeichnet durch Übersetzungen aus dem Werk von Karl Kraus, Georg Trakl und Johann Wolfgang von Goethe ins Englische. [1]

 

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[1] Wikipedia: Albert Bloch

https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Bloch (Zugriff: 21.7.2020)

 

[2] Die Welt der Kunst. ars mundi.

https://www.arsmundi.de/de/pblauerreiter/Der-Blaue-Reiter (Zugriff: 21.7.2020)

 

[3] Vgl. Elke Lorenz: „Sei Ich ihr, sei mein Bote“. Der Briefwechsel zwischen Sidonie Nádherný und Albert Bloch, Iudicium, München 2002

 

[4] Google Arts & Culture

https://artsandculture.google.com/

The Green Domino, Bildbeschreibung (übersetzt vom Autor)

 

https://artsandculture.google.com/asset/the-green-domino/lgEmZxWSvNk8qQ (Zugriff: 21.7.2020)