3.4. Samek – Hausbesitz, Grundbesitz, Nachlass von Karl Kraus – Enteignung und Restitution

 

Laut Vermögensverzeichnis über grundbücherliche Rechte des Samek Dr. Oskar Israel und der Samek Ilona geb. Kux besaßen sie folgende vier Liegenschaften: [1]

 

Liegenschaft

Grundbuchsgericht

E.Z.

Finanzamt

Wien 14., Reindorfg. 18

Wien 15., Sperrgasse 17

270

Rudolfsheim

Wien 10., Antonsplatz 16

Wien 10., Angeligasse 35

2847

 

Grundstück in Atzgersdorf

Liesing ND

846

 

Weingarten in Kirchäcker

Gr.St.Nr. 3188/2

Weingarten in Lahmäcker

Gr.St.Nr. 3529/2

Eisenstadt

1521

 

 

 

3.4.1. Haus Reindorfg. 18, EZ 270 [1a]

 

 

Abb. S. 24. Das Haus Reindorfg. 18.

Foto: Günter Oppitz (9.5.2019) IMG 5285

 

Hier nur ein kleines Foto des Hauses, zahlreiche weitere Bilder werden im Artikel Die Besitzer des Hauses Reindorfgasse 18 von 1789 bis 1954. Oder: Das Haus, in dem Dr. Oskar Samek ein kleines Karl-Kraus-Museum einrichtete“ von Günter Oppitz gezeigt. [2]

 


Auch die Grundbuch-Eintragungen dieses Hauses wurden bereits vorgestellt, sie sollen aber bezüglich NS-Zeit und Restitution hier noch genauer beleuchtet werden.

 

Einige Auszüge aus dem Grundbuch Rudolfsheim, B-Blatt zu EZ 270, Reindorfg. 18: [3]

 

Postzahl          Eintragung

                       

6                     Nach dem Tod seiner Mutter Amalia Samek im Jahr 1925 ist Dr. Oskar Samek ab 23. September 1926 erstmals – gemeinsam mit den Schwestern Irma Samek und Hilda Spitzer – Miteigentümer einer Haushälfte.

7                  Auf Grund der Einantwortungsurkunde vom 25.2.1927 wird mit Eintragung vom 21. April 1928 das Eigentumsrecht auf den Hausanteil der 1926 verstorbenen Hilda Spitzer geb. Samek für ihre Geschwister, nämlich Dr. Oskar Samek und Irma Samek, einverleibt.

8                      Auf Grund der Einantwortungsurkunde vom 7.4.1931wird mit Eintragung vom 4. November 1932 das Eigentumsrecht auf den Hausanteil der 1928 verstorbenen Irma Samek zugunsten des Bruders Dr. Oskar Samek einverleibt.

9                      Eintragung vom 10. Februar 1934 T.Z.222:

              Auf Grund der Einantwortungsurkunde vom 9. Dezember 1932 wird das Eigentumsrecht auf die Hausanteile des 1932 verstorbenen Jonas M. Samek zugunsten des Dr. Oskar Samek einverleibt.

 

1941 – BESCHLAGNAHMEVERFÜGUNG:   

10                    23. September 1941, 1634

Auf Grund der Beschlagnahmeverfügung der Geheimen Staatspolizei, Leitstelle Wien, vom 6.9.1941, B. Nr. 1619, II B 311, wird die Beschlagnahme angemerkt.

 

 

 

Abb. S 25. Kopie Grundbuch Rudolfsheim / EZ 270 / Grundbuch B – Blatt / Postzahl 10; Bestand Bezirksgericht Fünfhaus, IMG 6811

 

Die Begründung für die Beschlagnahme wird in einem Bescheid [4] mitgeteilt – „aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“:

Auszug aus dem Bescheid 1634 / 1941 vom 6. September 1941:

„Beschlagnahmeverfügung.

Das gesamte stehende und liegende Vermögen sowie alle Rechte und Ansprüche des

S a m e k  Dr. Oskar Israel, geb. am 2.1.1889 in Wien

und seiner Ehefrau Ilona Sara, geb. Kux, gesch. Seiler, geb. am 20. 3. 1895 in Liptovsky, Mikulas, Prot.,

sowie deren Kinder aus 1. Ehe der Frau: Seiler Eva Sara, geb. 5.5.19,

zuletzt wohnhaft gewesen in Wien 14., Reindorfgasse 18, Staatsangehörigkeit DR.

wird aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung mit dem Ziele der späteren Einziehung zu Gunsten des Deutschen Reiches beschlagnahmt.“ IMG 6818

Im Rahmen dieses Bescheides gibt es auch ein „Vermögensverzeichnis“, in dem die am Anfang des Kapitels 4.3. angeführten grundbürgerlichen Rechte für Dr. Oskar Israel Samek und Ilona Samek geb. Kux aufgelistet sind.

 

1944 – EIGENTUMSRECHT FÜR DAS „GROSSDEUTSCHE REICH“:

 

11                    19. Juli 1944, 687

 

Auf Grund der §§ 2,3 und 9 Abs. 1 der elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941, RGBl I, S. 722 wird das Eigentumsrecht für das Großdeutsche Reich (Reichsfinanzverwaltung) einverleibt und wird die Anmerkung O. Z. 10 gelöscht.

 

 

Abb. S 26. Grundbuch Rudolfsheim, B-Blatt zu EZ 270: Postzahl 11; Bestand Bezirksgericht Fünfhaus

 

1948 – RÜCKSTELLUNG:

 

12           12. Oktober 1948, 1532

               Ein Antrag auf Einverleibung des Eigentumsrechtes für Dr. Oskar Samek wurde am 12. Oktober 1948

               abgewiesen.

                        

               Zufolge Beschlusses am 27./10. 1948 wird die Abweisung des Antrages auf Einverleibung des Eigentumsrechtes

               für Dr. Oskar Samek angemerkt.

13           Drei Monate später lautet die Eintragung jedoch:

               2. Dezember 1948, 1900

               Auf Grund des Bescheides der Finanzlandesdirektion für Wien, N.Ö. und das Burgenland vom 28. Feber 1948,                   GA XIV – 21.548/1947 wird das Eigentumsrecht für Dr. Oskar Samek einverleibt.

 

 

Abb. S 27. Grundbuch Rudolfsheim, B-Blatt zu EZ 270: Postzahlen 12 und 13; Bestand Bezirksgericht Fünfhaus

 

 

Auszug aus dem Rückstellungsbescheid 1900 / 48 vom 28. Februar 1948: [5]

Bescheid.              1900/48

Herr Dr. Oskar S a m e k, New York, vertreten durch Frau Antonia K i n d l, Gebäudeverwalterin, Wien XV., Reindorfgasse 18, laut beglaubigter Vollmacht vom 10. März 1947, hat am 23. Mai 1947 im Sinne des Ersten Rückstellungsgesetzes vom 28. Juli 1946, BGBL.156, als geschädigter Eigentümer den Anspruch auf Rückstellung entzogener Vermögen angemeldet und glaubhaft gemacht. Die Entziehung war auf Grund der Elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 erfolgt und das Vermögen war mit dem 27. November 1941 dem Deutschen Reich verfallen. Es wird derzeit von der Finanzlandesdirektion in Wien verwaltet.

Ueber diesen Antrag ergeht auf Grund des § 3 des Ersten Rückstellungsgesetzes der Spruch:

An den geschädigten Eigentümer werden mit 29. Feber 1948 rückgestellt:

A)   Die Liegenschaften

.) EZ. 270, Grundbuch Rudolfsheim, Haus in Wien XV., Reindorfgasse Nr. 18,

.) EZ. 1183, Grundbuch Atzgersdorf, und

.) EZ. 2847, Grundbuch Favoriten, Haus in Wien X., Antonsplatz – Ecke Wiererstr.16 – 1. (sic!)

 

 

In diesem Bescheid wird in den folgenden Punkten auf verschiedene Sperrguthaben eingegangen, die Liegenschaft Eisenstadt wird aber nicht erwähnt.

Als Besonderheit soll herausgehoben werden, dass sich Dr. Oskar Samek, der seit 1938 in New York lebte, von Frau Antonie Kindl, Gebäudeverwalterin, Wien XV., Reindorfgasse 18 bezüglich der Rück-stellung vertreten ließ.

 

 

 1954 – VERKAUF DER LIEGENSCHAFT REINDORFGASSE 18         IMG 6829

 

 16                  30. Dezember 1954, 3532

Auf Grund des Kaufvertrages vom 14. und 29. Dezember 1954 und der Vollmacht vom 9. XII. 1954 wird das Eigentumsrecht im Range OZ. 15 für Dr. Ing. Stefan Sztatecsny einverleibt.

 

Der Bescheid 3532 / 1954 mit dem Kaufvertrag ist im BG Fünfhaus einsehbar.

Hier soll nur ein Ausschnitt davon wiedergegeben werden:

 

KAUFVERTRAG [6]

abgeschlossen am unten bezeichneten Tage zwischen

1)    Herrn Dr. Oskar Samek, Hauseigentümer, in NewYork 22, 360 East 55 th Street als Verkäufer, vertreten durch den mit legalisierter Vollmacht de dato New York, den 9. Dezember 1954 bestellten Vertreter Dr. Hans Klein, Rechtsanwalt, Wien I., Herrengasse 15 und

2)    Herrn Dr. Ing. Stefan Sztatecsny, Alleininhaber der Firma Ludwig Weber, Labor- und Ind.Bedarf, Wien XIX., Nedergasse 21 als Käufer wie folgt:

1)

Herr Dr. Oskar Samek verkauft an Herrn Dr. Ing. Stefan Sztatecsny und letzterer kauft das dem Verkäufer eigentümlich gehörige Haus in Wien XV., Reindorfgasse 18, E.Z.270 der Kat.gem.Rudolfsheim mit der Parzelle Nr. 293 Bauarea mit Haus Cons.Nr.270 zu den in diesem Vertrage festgelegten Bedingungen.

2)

Als Kaufpreis für die unter 1) genannte Liegenschaft wird jener Schillingbetrag vereinbart, welcher zur Auszahlung eines Betrages von US Dollar 10.000.—(Zehntausend US Dollar) an den Verkäufer in New York erforderlich ist. […]

Wien, am 14. Dezember 1954

 

 

3.4.2. Haus Antonsplatz 16 [7]

 

Abb. S 28. Das Haus Ecke Antonsplatz 16 / Wirerstr. 1. Foto: Günter Oppitz (30.12.2019) IMG 8322

 

Einige Auszüge aus dem Grundbuch Favoriten, B-Blatt zu EZ 2847, Antonsplatz 16 / Wirerstr. 1[7]

Zahl der Grundbuchseinlage: 2847

Katastralgemeinde Favoriten

Gerichtsbezirk Favoriten

 

Haus C.N. 2847 am Antonsplatz Or. Nr. 16 / identisch mit Wirerstr. Or. Nr. 1

 

4          Präs am 15. Mai 1915 Z. 605

            Auf Grund des Kaufvertrages dto Wien 6. Mai 1915 und des Handels-Register-Auszuges dto Wien, 14 Mai 1915 wird das Eigentumsrecht:

a.     für Samek Jonas Markus zur Hälfte und

b.     für Samek Amalie zur Hälfte – einverleibt.

5          Präs. 1. Oktober 1926 TZ. 2717

Auf Grund der Einantwortungsurkunde des Bezirksgerichtes Fünfhaus vom 27/4 1926 A III 571/25 wird das Eigentumsrecht auf die Hälfte der Amalie Samek Postz. 4b – für:

a. Samek Dr. Oskar zu einem Drittel d i 1/6 zum Ganzen

b. Samek Irma zu einem Drittel d i 1/6 zum Ganzen

c. Spitzer Hilde zu einem Drittel d i 1/6 zum Ganzen       - einverleibt.

6          Präs. 2.Februar 1928 TZ. 518

Auf Grund der hg. Einantwortungsurkunde vom 25. Februar 1927 6 A 277/27 wird das Eigentumsrecht auf dem 1/6 Anteil der Hilda Spitzer Postz. 5c – einverleibt – für:

a.     Samek Dr. Oskar zur Hälfte d i 1/12 zum Ganzen hiezu Postz. 5a – 1/6

b.     Samek Irma - zur Hälfte d i 1/12 zum Ganzen hiezu Postz. 5a – 1/6

7          7. Dezember 1932, 4625

Auf Grund der Einantwortungsurkunde 1 A 380/ 31 – 11 des Bezirksgerichtes Fünfhaus wird das Eigentumsrecht auf den ¼ Anteil der Irma Samek für

Samek Dr. Oskar einverleibt.

8          10. März 1934, 798

Auf Grund der Einantwortungsurkunde des Bezirksgerichtes Fünfhaus 1A 606/32-13 wird das Eigentumsrecht auf die Hälfte des Jonas Markus Samek für Samek Dr. Oskar einverleibt.

9          24. September 1941, 1371

            Die Beschlagnahmeverfügung wird angemerkt.

10        20. Juli 1944, 645

Auf Grund des Schreibens vom 14.7.1944 des Oberfinanzpräsidenten Wien N.D Zl 5300-G-384-P 6 g wird das Eigentumsrecht für das Großdeutsche Reich (Reichsfinanzverwaltung) einverleibt.

11        20. Dezember 1948, 1508

Auf Grund des Bescheides der Finanzlandesdirektion für Wien, Niederösterreich und Burgenland vom 28. Feber 1948 GA XIV – 21.548 / 47 wird das Eigentumsrecht für Dr. Oskar Samek einverleibt.

12        17. Dezember 1958, 4140

            Die Rangordnung für die Veräußerung wird mit Rechtswirksamkeit bis einschließlich 16. Dezember 1959 angemerkt.

13        4. November 1959, 3404

Auf Grund des Kaufvertrages vom 19.12.1958 und der Vollmacht vom 3. November 1958 wird das Eigentumsrecht im Range OZ 12 einverleibt für

a. Rudolf Otto zu einem Drittel

b. Margaretha Otto zu einem Drittel

c. Margarete Stadlmann zu einem Drittel

 

3.4.3. Über das Grundstück in Atzgersdorf, Grundbuchsgericht Liesing, ist immerhin bekannt, dass es restituiert wurde. [5]

 

3.4.4. Der Streit um die Restitution von zwei Weingärten in der Nähe von Eisenstadt beschäftigte die Finanzlandesdirektion noch bis 1964, lange nach dem Tod von Oskar Samek (+ 28.1.1959), wie aus den Akten des ÖSTA hervorgeht. Es gab Streitigkeiten mit Pächtern, angeblichen Käufern, mit der Stadt Eisenstadt und mit den Rückstellungsbehörden. Im Detail kann allerdings in diesem Rahmen nicht darauf eingegangen werden. [8]

 

3.4.5. Nachlass von Karl Kraus

 

a) In der Todfallsaufnahme von Karl Kraus finden sich dazu folgende Angaben: [9]

 

Nach Angabe des Testamentsvollstreckers Dr. Oskar Samek R.a. XIV. Reindorfgasse 18 besteht der Nachlaß aus:

1.) aus dem Vermögen der Firma „Verlag die Fackel Inh. Karl Kraus“

            III. Hintere Zollamtsstrasse 3 im Betrage von ca.                                                       16.000.- S

2.) aus diversen in der Kanzlei Dr. Samek deponierten oder seiner Verfügung

            unterliegenden Barschaften, Wertpapieren im Werte von ca.                                    40.000.- S

3.) Schwund/ Darlehensforderungen gegen die Firma Jahoda u. Siegel,

            III.Hintere Zollamtsstrasse 3 im Betrage(?) von ca.                                                     7.000.- S

4.) Wohnungseinrichtung, Kleidung, Wäsche u. persönl. Effekten

            im Werte von ca.                                                                                                             500.- S

 

 

b) Beschlagnahme des Nachlasses von Karl Kraus und Enteignung

 

Aus dem Beschluss des Amtsgerichts Wien, I., Riemergasse, Abt. 21, vom 12. 12. 1942 geht hervor, was mit dem Nachlass von Karl Kraus geschehen ist: [10]

Die Geheime Staatspolizei-Staatspolizeileitstelle Wien hat mit G.Z.B 712/D-II P 1 den Nachlaß des verstorbenen Schriftstellers Karl K r a u s sichergestellt und zu Gunsten von Steuern und anderen Verbindlichkeiten versteigert. Der Erlös von RM.1.010.52 wurde laut Mitteilung der Geheimen Staatspolizei der Gerichtskasse überwiesen und von derselben unter de G.Z.III Vw.B I/2 No.880 überwiesen.

Von den (sic!) in der Gerichtskasse erlegten Betrag gebühren den vorgenannten Erben je die Hälfte, somit je RM.505.26.

Von dieser Summe erhielten jedoch die beiden Erben nichts.

 

Begründung bei Dr. Oskar Samek: Vermögensverfall bzw. Pfändungsverfügung:

Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD. in Berlin hat zur Zahl IV B 4 b-4 S 8768 den Vermögensverfall auf Grund der Elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25.11.1941 (RGBl.I,S.722) bezüglich Oskar Israel S a m e k , geb.2.1.1889 in Wien, zuletzt Wien 14., Reindorfgasse Nr. 18 festgestellt. Von dem(,) dem Dr. Oskar Israel S a m e k gebührenden Betrag von RM.505.26 wurden auf Grund einer Pfändungsverfügung ein Teilbetrag von RM.434.65 an die Vollstreckungsstelle beim Finanzamte Innere Stadt-Ost zur Steuernummer 18/1352 Z.Nr.124-Herz überwiesen. Die Überweisung des Restbetrages von RM.70.61 an den Oberfinanzpräsidenten Wien-Niederdonau in Wien als verfallenes Vermögen wird nachstehend verfügt[….]

Die Gerichtskassa Wien Schalter III wird angewiesen, von dem unter Kassenzeichen III Vw.B.1/2 Nr. 880 verwahrten Betrag von RM.575.87, einen Teilbetrag von RM.70.61 in Worten Siebzig 61/100 Reichsmark an den Oberfinanzpräsidenten Wien-Niederdonau in Wien I., Hanuschgasse 3 unter der Bezeichnung: „verfallenes Vermögen des Dr. Oskar Israel S a m e k  XI. Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ (…) zu überweisen.

Begründung bei Dr. Karl Jaray: „Dr. Karl Jaray übersiedelte nach Prag I., 186 und ist laut Auskunft der Polizeidirektion in PRAG vom 15.8.1941 unbekannt wohin verzogen. Hievon wird das Deutsche Amtsgericht in PRAG als nach dem letzten Wohnort zuständigen Pflegschaftsgericht verständigt […]“

Die Gerichtskasse in Wien wurde angewiesen, „den Restbetrag von RM.505.26 in Worten Fünfhundertfünf 26/100 Reichsmark an das Deutsche Amtsgericht unter der Bezeichnung: ‚Kuratelsvermögen des Dr. Karl Jaray‘ zu überweisen.“ [10]

Offenbar hatte man Dr. Karl Jaray unter Kuratel gestellt und auf diese Weise erreicht, dass er kein privates Vermögen mehr hatte.

 

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[1] Historisches Grundbuch Rudolfsheim, EZ 270, ad Postzahl 10: Urkunde 1634/41, Bestand des Bezirksgerichtes Fünfhaus

[1a] Das historische Grundbuch Rudolfsheim befindet sich samt den dazugehörigen Urkundenbüchern im BG Fünfhaus.

[2] Die Besitzer des Hauses Reindorfgasse 18 von 1789 bis 1954. Oder: Das Haus, in dem Dr. Oskar Samek ein kleines Karl-Kraus-Museum einrichtete“ von Günter Oppitz

https://www.guenteroppitz.at/h%C3%A4user-kirchen-stra%C3%9Fen-stiegen/reindorfgasse-18-besitzer-von-1789-bis-1954-langfassung/

https://www.guenteroppitz.at/h%C3%A4user-kirchen-stra%C3%9Fen-stiegen/reindorfgasse-18-besitzer-von-1789-bis-1954-einzelkapitel/

[3] Historisches Grundbuch Rudolfsheim, EZ 270, B-Blatt, Reindorfg. 18, Bestand des Bezirksgerichtes Fünfhaus

[4] Bescheid 1634 / 1941 vom 6. September 1941 zu Post 10 / Historisches Grundbuch Rudolfsheim, EZ 270, B-Blatt, Bestand des Bezirksgerichtes Fünfhaus

[5] Auszug aus dem Rückstellungsbescheid – Urkundenbuch 1900/ 48 zum Grundbuch Rudolfsheim / EZ 270 / B-Blatt/ Postzahl 13

[6] Auszug aus dem Kaufvertrag – Urkundenbuch 3516/ 54 zum Grundbuch Rudolfsheim / EZ 270 / B-Blatt/ Postzahl 16

[7] Historisches Grundbuch Favoriten, EZ 2847, B-Blatt, Antonsplatz Or. Nr. 16 /identisch mit Wirerstr. Or. Nr. 1

Das historische Grundbuch Favoriten und die dazugehörigen Urkundenbücher befinden sich im Wiener Stadt- und Landesarchiv, die Urkundenbücher ab 1956 sind im BG Favoriten einsehbar.

[8] Streit um zwei Weingärten bei Eisenstadt – Akten in:

ÖSTA, KT 1076 Registratur 18349 / Akt 0-5300-G-384, P6g/ 3

ÖSTA, KT 1076 Registratur 18349 / Akt 0-5300-G-384, P6g/ 8

ÖSTA, KT 1076 Registratur 18349 / Akt 0-5300-G-384, P6g/ 9

ÖSTA, KT 1076 Registratur 18349 / Akt 0-5300-G-384, P6g/ 10

[9] WSTLA, Verlassenschaftsabhandlung Karl Kraus: Akt 3.1.4.A1.K12.3 - Verlassenschaftsabhandlung | 1936-1938

K12-3 IMG_8556 Todfallsaufnahme S. 3

[10] Beschluss vom 12.12.1942 über die Verlassenschaft von Karl Kraus, ÖSTA, KT 1076 Registratur 18349 / P 6g/ 1 (Aufschrift: P 6f), Dokument 21 A 509/41-40, IMG 7886, 7887