„Drei jüdische Emigranten und ihre Familien – Dr. Oskar Samek, Viktor Ephrussi, Maximilian Resch. Flucht aus Österreich im Jahr 1938“. Wien, im Juli 2020

 

Ein Artikel von Günter Oppitz für die Homepage www.guenteroppitz.at

 

IMPRESSUM 

 

Copyright © 2020 by Günter Oppitz, Wien

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ABSCHNITT 3. Familie Samek

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

 

 

Kapitel

 

3.1. Samek – Genealogisches und Biografisches

 

3.2. Samek – Religion und Beruf – wichtige Personen in Oskar Sameks Leben 

       

       3.2. Samek – Exkurs 1 Karl Kraus

       3.2. Samek – Exkurs 2 Antonia Schalda, verehelichte Fantner,         

       später verehelichte Kindl

       3.2. Samek – Exkurs 3 Erna Fleck

       3.2. Samek – Exkurs 4 Hedwig (Hede) Marienschek

 

3.3. Samek – Die Flucht 1938

 

3.4. Samek – Hausbesitz, Grundbesitz, Nachlass von Karl Kraus –   

       Enteigung und Restitution

 

3.5. Samek – Splitter zum Leben in der Fremde

       3.5.1. Briefwechsel zwischen Dr. Oskar Samek und Prof. Albert Bloch 

       3.5.2. Exkurs 5 Prof. Albert Bloch

       3.5.3. Exkurs 6 Margit Schey, geb. Kux

 

3.6. Samek – Erinnerungen

 

3.7. Samek – Abkürzungsverzeichnis und Quellenverzeichnis

 

 

EINLEITUNG

 

Man spricht oder schreibt über Dr. Oskar Samek und landet immer wieder bei Karl Kraus. Die Leistungen dieses Literaten können und sollen jedoch in diesem Artikel nicht einmal ansatzweise behandelt werden. Einerseits wurde bereits sehr viel in Büchern, Abhandlungen und Projekten erarbeitet, andererseits würde es den Rahmen dieser Arbeit sprengen und sich vom Thema zu weit entfernen.

 

Biografische Informationen über Dr. Oskar Samek selbst waren nur wenige zu finden. So blieb dem Autor nichts anderes übrig, als die vorhandenen Akten, Dokumente und sonstigen Quellen genau zu analysieren und weiterführende Details zu nützen.

Dabei konnte auf jahrzehntelangen Forschungen von Frau Gerlinde Kainz aufgebaut werden, die dem Autor zahlreiche Materialien zur Verfügung gestellt hat und wertvolle Erkenntnisse und Anregungen vermittelt hat und auch selbst die Hauptarbeit zum Kapitel 3.5.1. Briefwechsel zwischen Dr. Oskar Samek und Prof. Albert Bloch geleistet hat. Ich danke ihr für ihre Beiträge und Informationen zum Teil SAMEK und für die große Geduld, mit der sie meine wiederholten Fragen beantwortet hat.

 

Eine wesentliche Grundlage für meine Arbeit waren die Akten des ÖSTA. Ich bedanke sehr herzlich dafür, dass die vielen Dokumente im Archiv für mich bereitgestellt wurden, dass ich sehr freundlich beraten wurde und dass ich die Informationen über Oskar Samek, aber auch über andere Personen aus seinem Umkreis in meinem Artikel auswerten konnte.

 

Ich möchte mich aber auch bei allen anderen Institutionen sehr herzlich bedanken, die die nicht-kommerzielle Verwertung von Bildern und Digitalisaten für wissenschaftliche Arbeiten gestatten oder durch ihre Online-Angebote diesen Aufsatz ermöglicht oder erleichtert haben. Das waren diesmal vor allem Einrichtungen der Stadt Wien, wie Wienbibliothek digital, die Österreichische Nationalbibliothek mit den Möglichkeiten der ANNO-Suche und den Digitalen Services, weiters jene Stellen, die die Digitalisate der Matriken zur Verfügung stellen, in diesem Fall die Erzdiözese Wien in Zusammenarbeit mit Matricula / Icarus sowie die Israelitische Kultusgemeinde, die (u.a. über Digitalisate und Filme bestimmter Organisationen, u.a. Familysearch / Mormonen und WStLA) die Einsicht in die Matriken ermöglicht.

 

Mein Dank gilt aber auch dem Bezirksgericht Fünfhaus für die Bereitstellung der Grundbücher und der Urkundenbücher und dem Wiener Stadt- und Landesarchiv (Duplikate von jüdischen Matriken, Verlassenschaftsabhandlung Antonia Kindl / Fantner / Schalda, sowie Meldezettel verschiedener Personen).

Unschätzbare Hilfen boten auch die zahlreichen Datenbanken von Genteam (sehr viele Hinweise auf jüdische Matriken).

 

Ein Ziel des Autors war es, den Lesern, die sich vielleicht noch wenig mit Emigration im Jahr 1938 und der Willkür und Unmenschlichkeit der damaligen Machthaber auseinandergesetzt haben, die Schicksale bestimmter Personen näherzubringen. Aber es sollten auch Erkenntnisse und Einzelinformationen aus Akten etc. jenen zur Verfügung gestellt werden, die sich wissenschaftlich mit den genannten Personen oder mit dieser dunklen Zeit beschäftigen.

Es war dem Autor ein großes Anliegen, die Einzelheiten durch Hinweise auf die konkreten Quellen nachprüfbar zu machen.

 

Als eine Art Vorarbeit für den Abschnitt SAMEK ist ein Artikel über das Haus Reindorfgasse 18 zu betrachten, dessen Bewohner und Besitzer Dr. Samek war:

Günter Oppitz, „Die Besitzer des Hauses Reindorfgasse 18 von 1789 bis 1954. Oder: Das Haus, in dem Dr. Oskar Samek ein kleines Karl-Kraus-Museum einrichtete“. Wien, im November 2019, auf der Homepage www.guenteroppitz.at

 

Viele der in diesem Abschnitt genannten, zum Teil sehr prominenten Persönlichkeiten waren Bewunderer von Karl Kraus. Oskar Samek, selbst ein großer Musikliebhaber, war in gewisser Weise von Künstlern umgeben, auch wenn er mit manchen von ihnen nur in losem Kontakt stand:

Arnold Schönberg und Ernst Krenek (sehr bedeutende Komponisten der Moderne), Margit Schey-Kux (äußerst angesehene Gesangspädagogin in den USA), Hede Marienschek (zwar kein ganz großer Gesangsstar, aber sehr beliebt als Sängerin in Radio-Sendungen und kleineren Konzertveranstaltungen), Georg Knepler (Musikwissen-schaftler), Berthold Viertel (Dichter und Regisseur) [1a]

 

 

Prof. Dr. Karl Jaray, der Miterbe des Nachlasses von Karl Kraus, war Architekt. Bedeutende Bildende Künstler, denen man in bestimmten Kapiteln dieses Aufsatzes begegnen kann, sind Joseph Fleck, der Bruder von Erna Fleck, der Verlobten von Oskar Samek, und Prof. Albert Bloch, der sich als einziger amerikanischer Maler der Künstlerbewegung „Der Blaue Reiter“ anschloss.

Aufgrund relativ aufwendiger Recherchen stellte sich heraus, dass der erste Mann von Antonia Kindl, geb. Schalda, der Büroleiterin und Hausverwalterin von Dr. Oskar Samek, Benedikt Maria Fantner, ein bekannter Arbeiterdichter, glühender Sozialist und großer Karl-Kraus-Verehrer war, der im Jänner 1942 in Hartheim bei Linz ermordet wurde.

 

Der weitgehend gleichartige systematische Aufbau der drei Abschnitte über die Familien Ephrussi, Samek und Resch soll einen zusammenfassenden Vergleich am Schluss der Arbeit (Abschnitt 5) ermöglichen.

 

 

Wien, im August 2020                                                                               Günter Oppitz