DIE VERSETZUNG  DER  ALTEN LAIMGRUBENKIRCHE   VON DER MARIAHILFER STRASSE IN DIE WINDMÜHLGASSE UND  EINIGE  AUSWIRKUNGEN  AUF DAS  VERKEHRSKONZEPT

 

Abb. 1: Die neue Kirche St. Josef ob der Laimgrube im Jahr 2017

Foto: Autor

 

IMPRESSUM

 

Copyright © 2017 by Günter Oppitz, Wien

 

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INHALT

 

 

 

 

1. Einleitung

 

2. Der Standort der alten Laimgrubenkirche und des Klosters

 

3. Die alte Laimgrubenkirche und die Nachbarhäuser als mögliche Verkehrshindernisse

 

4. Das Polizeigefangenenhaus, früher ein Karmeliterkloster

 

5. Abriss und Neubau von Kirche und Pfarrhof

 

6. Neu geschaffene Straßenabschnitte, Straßenverläufe und Straßennamen

 

7. Zur Geschichte der Kirche St. Josef ob der Laimgrube und des Klosters

 

8. Der geschichtliche Hintergrund für die vier Straßennamen

 

9. Zusammenfassung

 

10. Quellen

 

 

1.   EINLEITUNG

 

Bei meinen Recherchen für das Geylinghaus (vgl. „Ein Beitrag zur Geschichte der ehemaligen Vorstadt Mariahilf“ / Kapitel 6.3. auf dieser Homepage unter „Häuser“) war zu beobachten, dass das Gebäude (das ehemalige Palais Sommerau, das spätere „Geyling-Haus“) in der Literatur bzw. auf Fotos mit der KNR 1 verbunden wurde, später aber nicht nur mit der Orientierungsnummer 28 (heutige Nummerierung), sondern auch mit Nummer 22.

Die Verwirrung durch die verschiedenen Nummernangaben für ein und dasselbe Haus führte dazu, dass in einzelnen Büchern sogar fälschlich vermutet wurde, die Familie Geyling hätte zwei verschiedene Häuser in der Windmühlgasse besessen.

 

Bei der Suche nach einer tieferen Ursache für eine mögliche Nummernänderung entdeckte ich Zusammenhänge zwischen der Versetzung der alten Laimgrubenkirche von der Mariahilfer Straße in die heutige Windmühlgasse und einer teilweisen Neustrukturierung des ganzen Windmühlviertels. Der Abriss der Kirche und des ehemaligen Klosters und der Neubau des Gotteshauses in einer anderen Gasse ermöglichten am Anfang des 20. Jahrhunderts die Eröffnung von neuen Straßenabschnitten, machten aber auch  Änderungen von Strassenbezeichnungen und Hausnummern im Windmühlviertel von Mariahilf notwendig.

 

Einige Fragen, die in diesem Artikel geklärt werden sollen:

.) An welcher Stelle der Mariahilfer Straße stand die alte Laimgrubenkirche?

.) Ragte sie tatsächlich so weit in die Fahrbahn hinein, dass eine Demolierung notwendig war?

.) Wo stand das frühere Kloster, das spätere Polizeigefangenenhaus?

.) Welche bedeutsamen Veränderungen der Verkehrswege und der Häusernummerierung gab es im Zusammenhang mit der Versetzung der Kirche?

.) Was ist über die Geschichte der jetzigen Kirche St. Josef ob der Laimgrube und das dazugehörige Kloster bekannt?

.) Welchen Hintergrund gibt es für die Bezeichnungen einiger Straßen, die von der Umstrukturierung betroffen waren?

 

Es war nicht das Ziel, über die Berechtigung dieser Maßnahmen zu urteilen, sondern diese Veränderungen in Erinnerung zu rufen bzw. bewusst zu machen. Ich wollte zumindest andeuten, wie die Häuser- und Straßensituation vor 1905 hier war, und die Veränderungen, die nur etwas mehr als 100 Jahre zurückliegen, mit Hilfe von alten und neuen Fotos selbst verstehen bzw. jenen erklären, die mich auf dem Spaziergang durch meinen Wohnbezirk begleiten wollen.
 

Es ist nicht selbstverständlich, dass Gebäude ihren Standort, Straßen ihre Bezeichnung und Häuser ihre Nummer noch am Anfang des 20. Jahrhunderts wechseln – zu einem Zeitpunkt, wo man als Familienforscher, Häuserforscher oder einfach jemand, der sich bei seinen Recherchen an Adressen des Bezirkes Mariahilf orientiert, nicht mit derartigen Veränderungen rechnet.

 

Erst im Anschluss an die Analyse der Verkehrssituation sollen dem Leser auch einige wichtige Informationen über die Geschichte des Windmühlviertels vermittelt werden.

 

Seit dem 13. Juli 2017 gibt es auch eine durchgehende Fassung von diesem Artikel, die ein Hinunterscrollen bis zum Ende der Arbeit ermöglicht. Das Springen zu einem ganz anderen Kapitel ist jedoch weiterhin mit Hilfe der Sitemap möglich: Auswahl der Kapitel entweder durch Cursor auf "Häuser" - "Laimgrubenkirche" - eingeblendete Sitemap oder durch Anklicken von "Sitemap" ganz unten auf der Seite. Eine leichte Orientierung sollte auch durch das Inhaltsverzeichnis und die zahlreichen Bilder gewährleistet sein.

 

2. DER STANDORT DER ALTEN LAIMGRUBENKIRCHE UND DES KLOSTERS

 

a) auf dem Stadtplan 1887 [1]:

 

 

Abb. 2: Stadtplan von Wien 1887

 

 

Der Pfarrhof hatte die Adresse Mariahilfer Straße 27. Die Kirche hatte keine eigene Nummer, sondern wurde offenbar mit derselben Nummer bezeichnet.

 

An der Rückseite von Kirche und Pfarrhof schloss sich das Polizei-Gefangenenhaus an, das ehemalige Kloster.

 

b) auf dem Stadtplan 1904 [2][3]:

 

 

Abb. 3: Stadtplan von Wien 1904

 

 

Abb. 4: Stadtplan von Wien 1904, überblendet mit dem aktuellen Stadtplan

 

 

Auf der Karte von 1904 – zuerst nur mit der Darstellung der Situation von 1904, darunter mit einer Überblendung durch die aktuelle Karte (rosa/grün) – erkennt man,

 

.) dass die früheren Gebäude mit der Nummer Mariahilfer Straße 27 (Pfarrhof und Kirche hatten nur eine Nummer) weit in die Mariahilfer Straße hineinragten,

 

.) dass die alte Kirche St. Josef sich fast genau an der Stelle befand, wo heute das Haus Nummer 27 steht,

 

.) dass der Pfarrhof so nahe an das Haus Mariahilfer Straße 23 – 25 reichte, dass nur ein schmaler Weg als Durchgang von der damaligen Fillgraderg. 14 (identisch mit Mariahilfer Straße 23-25, erbaut 1902, heute wird dasselbe Haus mit Theobaldg. 20 bezeichnet) zur Mariahilfer Straße selbst blieb,

 

.) dass das ehemalige Kloster gar nicht mehr eingezeichnet ist, dass die Planungsarbeiten für den Abriss offenbar schon sehr weit fortgeschritten waren oder vielleicht sogar schon umgesetzt wurden.

 

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[1] Stadtplan 1887 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1887

[2] Stadtplan von 1904 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1904

[3] aktueller Stadtplan von Wien bei www.wien.gv.at / Kulturgut + Überblendung mit Stadtplan 1904

 

 

3. DIE ALTE LAIMGRUBENKIRCHE UND DIE NACHBARHÄUSER ALS MÖGLICHE VERKEHRSHINDERNISSE

 

Die Situation auf dem Stadtplan 1904 (Abb. 3 im Kapitel 2) und das folgende Foto machen deutlich, dass die alte Laimgrubenkirche – verglichen mit den beiden Nachbarhäusern Nr. 29 und 31 einerseits und dem Haus Nr. 23-25 andererseits – im Jahr 1903 tatsächlich sehr weit in die Fahrbahn reichte.

 

 

Abb. 5: Titel „Wien 6, Mariahilferstraße 31“

Blick abwärts mit der Laimgrubenkirche an der ursprünglichen Stelle (aus der Baulinie der Mariahilferstraße herausragend).

Foto: August Stauda 1903

ÖNB Bildarchiv/ Stauda / Inv.-nr. 1.480F

 

Auf dem Plan von 1887 (Kapitel 2 / Abb. 2) ist jedoch zu erkennen, dass nur eineinhalb Jahrzehnte vorher Kirche und Pfarrhof (Nr. 27) die Baulinie nicht weiter überschritten hatten als andere Gebäude.

 

Die Erklärung: Laut Häuserverzeichnis 1905 von Lenobel wurden die zwei Nachbarhäuser stadtauswärts (Nr. 29 und 31) einige Jahre vorher abgerissen und neu errichtet (Nr. 29: 1894, Nr. 31: 1895), das Eckhaus Fillgradergasse 14 / Identadresse Mariahilfer Straße 23 – 25, also das nächste Haus stadteinwärts, war im Besitz der Gemeinde Wien und wurde 1900 neu errichtet, sodass nur mehr die Kirche und der Pfarrhof als große Verkehrshindernisse übrig blieben. [4]

 

Diese Nachbarhäuser der Kirche und des Pfarrhofs haben daher die verkehrstechnischen Maßnahmen unbeschadet überstanden und haben noch heute die gleiche Fassade wie damals.

 

 

 

Abb. 6: Fassaden der Häuser Mariahilfer Straße 29 und 31

Foto: Autor (2017)

 

 

Abb. 7: Mariahilfer Straße Nr. 27 heute

Foto: Autor (2017)

 

Dieses Foto zeigt den früheren Standort der Kirche bzw. jenes Eckhaus (heute Mariahilfer Straße Nr. 27), das an der Stelle der alten Laimgrubenkirche erbaut wurde.

 

 

Der Pfarrhof neben der Kirche stadteinwärts ist allerdings zur Gänze der breiten Einmündung der Theobaldgasse in die Mariahilfer Straße zum Opfer gefallen. Ein Foto gibt einen Eindruck von einem Gebäude, das zur Gänze verschwunden ist.

 

 

 

Abb. 8: Titel „Wien 6, Mariahilferstraße 27“

Schrägansicht von rechts (=Pfarrhof der Laimgrubenkirche; von dieser am rechten Bildrand ein Teil der Fassade)

Foto: August Stauda / Glasplatte 1903

ÖNB Bildarchiv Inv.-Nr. ST 1421F / Stauda

 

 

Abb. 9: Einmündung der Theobaldgasse in die Mariahilfer Straße

Foto: Autor (2017)

 

Der oben abgebildete Pfarrhof füllte fast den ganzen Platz zwischen dem Haus rechts (heute Nr. 27/ unten Volksbank, früher Standort der Kirche) und dem Haus links (Nr. 25, gleicher Erker wie auf dem Foto von 1903).

 

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[4] HV 1905 (Lenobel); online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815085?zoom=2&lat=1883.67285&lon=1839.30519&layers=B (Zugriff: 5.7.2017)

online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815079?zoom=3&lat=1797&lon=1069&layers=B (Zugriff: 5.7.2017)

 

4. DAS POLIZEIGEFANGENENHAUS, FRÜHER EIN KLOSTER

 

Es handelte sich um einen mächtigen Gebäudekomplex mit großen Freiflächen. Das ehemalige Kloster mit wechselvoller Vergangenheit (vgl. auch Kapitel 7), das an die Rückseite der alten Laimgrubenkirche anschloss und das von der Stadt Wien als Polizeigefangenenhaus genutzt wurde, war über die damalige Theobaldgasse / heutige Fillgradergasse erreichbar. Laut Geschichte Wien Wiki befanden sich Kloster und Klostergarten „auf dem Grund, auf dem heute die Häuser der Windmühlgasse sowie Theobaldgasse 15-19, Fillgradergasse 10-16 und Capistrangasse 1-4 stehen“. [5]

 

Das folgende Foto (Blick eher stadtauswärts / Richtung Mariahilfer Straße) wird von der Front dominiert, die gegen die Theobaldgasse (heutige Fillgradergasse) gerichtet ist. Im Hintergrund rechts ist ein Turm der alten Laimgrubenkirche an der Mariahilferstraße zu sehen.

 

 

Abb. 10: Titel „Polizeigefangenenhaus in Wien“

Polizeigefangenenhaus (Ehem. Karmeliterkloster) in Wien 6, Theobaldgasse 2. Aufnahme von einem erhöhten Standort über niedere Hofgebäude auf den Komplex.

Foto um 1900

 ÖNB Bildarchiv Inv.-Nr. Pk 3001, 722

 

 

Abb. 11: Vergleich mit der heutigen Situation -

Teil der Capistranstiege und Fillgradergasse 16 – 12 (früher Theobaldgasse),

Blick eher stadteinwärts / Richtung Mariahilfer Straße

Foto: Autor (2017)

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[5] WIEN GESCHICHTE WIKI: Theobaldkirche; online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Theobaldkirche

 

(Zugriff: 5.7.2017)

 

5. ABRISS UND NEUBAU VON KIRCHE UND PFARRHOF

 

Im Wiener Diözesanblatt 1907, Heft 19, S. 10, wurde anlässlich der Einweihung der neuen Kirche auf die Entscheidungen, Beschlüsse und Maßnahmen der vergangenen Monate und Jahre zurückgeblickt [6]:

 

 

Abb. 12: Bericht über Abriss und Neubau von Kirche und Pfarrhof im Diözesanblatt 1907

 

Über den Ablauf informiert auch Geschichte Wien Wiki :

Die Kirche wurde 1904 aus Verkehrsrücksichten zum Abbruch bestimmt und 1906/1907 in fast unveränderter Form in der Windmühlgasse neu erbaut (Grundsteinlegung 5. März 1906, Weihe 5. Oktober 1907). Das Kloster wurde 1905, die alte Kirche an der Mariahilfer Straße 1907 demoliert (die Kirchen standen demnach kurze Zeit hintereinander).[7]

 

Es gibt Fotos aus dieser Zeit, die beweisen, dass es für kurze Zeit zwei Laimgrubenkirchen gab:

 

 

 

 

Abb. 13: Titel „Wien VI. Alte und neue Laimgrubenkirche“

 Von Unknown photogapher - Old postcard (More than 100 years old), FAL,

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9421255

 

Diese Aufnahme Richtung Mariahilfer Straße zeigt von einem erhöhten Punkt der heutigen Theobaldgasse aus links die neue Laimgrubenkirche, heute Windmühlgasse 3, und etwas weiter im Hintergrund die alte Laimgrubenkirche, die zur Mariahilfer Straße hin ausgerichtet war.

 

Das folgende Foto aus dem Jahr 2017 von der Mariahilfer Straße aus zeigt rechts das Haus Nr. 27, das jetzt an der Stelle der alten Laimgrubenkirche steht, und im Hintergrund, ziemlich versteckt, die neue Laimgrubenkirche in der Windmühlgasse 3.

 

 

Abb. 14: Rechts im Vordergrund Mariahilfer Straße 27, der Standort der alten Laimgrubenkirche,

im Hintergrund die neue Laimgrubenkirche in der Windmühlgasse 3

 Foto: Autor (2017)

 

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[6] ANNO-Suche: Wiener Diözesanblatt 1907, Heft 19, S. 10; online:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wrd&datum=1907&page=232&size=45

(Zugriff: 4.7.2017)

[7] WIEN GESCHICHTE WIKI: Laimgrubenkirche; online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Laimgrubenkirche

(Zugriff: 5.7.2017)

 

6. ÄNDERUNGEN VON STRASSENVERLÄUFEN UND STRASSENNAMEN UND ENTSTEHUNG VON NEUEN STRASSENABSCHNITTEN

 

Es wurden folgende Straßen bzw. Gassen näher behandelt, weil sie in einem besonderen Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Windmühlviertels am Anfang des 20. Jahrhunderts stehen:

 

a) Theobaldgasse

b) Windmühlgasse

c) Fillgradergasse

d) Capistrangasse

 

Vergleich der Straßen- bzw. Gassenverläufe von 2017 und 1904:

 

 

Abb. 15: Aktueller Stadtplan von 2017

 

 

Abb. 16: Stadtplan von Wien 1904

 

 

a) THEOBALDGASSE

 

2017: Die THEOBALDGASSE beginnt an der Gumpendorfer Straße bzw. an der Rahlgasse (am Johanna – Dohnal – Platz), quert die Königsklostergasse, schwenkt oberhalb der Fillgrader-Stiege nach rechts und erreicht mit Nummer 21 bzw. 20 die Mariahilfer Straße.

 

Der von mir genannte Orientierungspunkt „Fillgrader-Stiege“ wurde 1905-7 im secessionistischen Stil (Jugendstil) errichtet und stellt eine Verbindung zwischen Fillgradergasse und Theobaldgasse dar.

 

2004 wurde im Zuge einer internationalen Untersuchung die mittlerweile denkmalgeschützte Fillgrader-Stiege von einer Jury aus 80 Kunstprofessoren zur viertschönsten Treppenanlage Europas gekürt. [8][9][10]

 

 

 

Abb. 17: Fillgrader-Stiege

Foto: Autor (2017)

 

1904: Bis zur heutigen Fillgrader-Stiege war der Verlauf mit der heutigen THEOBALDGASSE identisch, dann allerdings verlief diese Straße gerade weiter entsprechend der heutigen Fillgradergasse bis zur Windmühlgasse.

 

b) WINDMÜHLGASSE

 

2017: Die WINDMÜHLGASSE beginnt zwischen Theobaldgasse 19 und 21, quert die Capistrangasse und endet mit Nummer 32 vor der Barnabitengasse am Fritz-Grünbaum-Platz (neben bzw. oberhalb der Gumpendorfer Straße).

 

1904: Die WINDMÜHLGASSE begann an einer ganz anderen Stelle, nämlich an der Mariahilfer Straße (zwischen 31 und 33, wo heute die Capistrangasse endet) – der Abschnitt zwischen der heutigen Theobaldgasse und der Capistrangasse war ja noch durch das Polizeigefangenenhaus blockiert – , machte nach zwei Häusern einen Schwenk nach rechts, folgte dem Verlauf der heutigen Windmühlgasse, erreichte mit Nummer 24A  bzw. 51 die Barnabitengasse, querte sie und folgte dem Verlauf der heutigen Schadekgasse, bis sie bei Nummer 57 bzw. 42 auf die Amerling-Straße traf.

 

c) FILLGRADERGASSE

 

2017: Die FILLGRADERGASSE beginnt an der Gumpendorfer Straße und schwenkt bei der Fillgrader- Stiege nach links und mündet bei Nummer 21 bzw. 22 in die Windmühlgasse.

 

1904: Die FILLGRADERGASSE hatte von Nr. 1-5 bzw. 2-8 (also von der Gumpendorfer Straße bis zur heutigen Fillgrader-Stiege) denselben Verlauf wie heute, führte allerdings danach gerade weiter Richtung Mariahilfer Straße. Rechts erreichte die Gasse mit Nummer 14 ein Ende. Von dort führte ein schmaler Pfad weiter zur Mariahilfer Straße. Der Block links von der früheren Fillgradergasse (heutiger Bereich der Theobaldgasse 15 - 19) war zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht (mehr) bebaut.

 

d) CAPISTRANGASSE

 

2017: Die sehr kurze CAPISTRANGASSE beginnt an der Fillgradergasse (zwischen 16 und 18) mit einer Stiege, quert die Windmühlgasse und erreicht bereits bei Nr. 5 bzw. 12 die Mariahilfer Straße.

 

1904: Eine CAPISTRANGASSE gab es noch nicht. Der Anfangsteil der heutigen Capistrangasse war der Anfangsteil der Windmühlgasse, der weitere Verlauf, wo sich heute die Capistran-Stiege befindet, hatte möglicherweise gar keine Bezeichnung.

Die Capistran-Stiege wurde laut Wikipedia, Stiegenanlagen in Mariahilf, in den 1980er Jahren zwischen Capistrangasse und Fillgradergasse errichtet.[9]

Eine Stiege hat es lt. Stadtplan 1904 allerdings schon damals hier gegeben. 

 

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Grafik: Vergleich der Straßenverläufe [11]

 

Der folgende Übersichtsplan zeigt die Straßenverläufe auf den Karten von 2017 und 1904, aber auch auf der leider etwas unscharfen Karte aus dem Jahr 1895. Es sind darauf aber auch jene Straßenabschnitte mit den entsprechenden Ziffern angedeutet, die 1895 (bzw. größtenteils sogar noch 1900) fehlen und wohl hauptsächlich mit der Umgestaltung des Windmühlviertels zwischen 1905 und 1907 in Zusammenhang stehen. Diese Straßenabschnitte werden im Anschluss an die Übersichtskarte näher beschrieben.

 

 

 

 

 

Abb. 18: Aktueller Stadtplan von Wien mit den Straßenverläufen von 2017, 1904 und 1895 (mit Berücksichtigung der Situation um 1900) sowie einer Kennzeichnung der 1895 noch nicht vorhandenen Gassenabschnitte durch Ziffern (entsprechend der folgenden Auflistung)

Vergleichskarte: Autor (2017)

 

 

 

Neue Straßenabschnitte um 1900 bzw. kurz danach

 

Folgende Straßenabschnitte waren laut Karte von 1895 noch gar nicht angelegt (es wird von den heutigen Straßennamen ausgegangen):

 

1) Den Bereich der heutigen Theobaldg. zwischen Pfaueng. und Mariahilfer Straße gab es 1895 noch nicht als Verkehrsweg. Das heißt, die damalige Fillgraderg. (rot gepunktet) endete schon nach wenigen Häusern im Bereich im Bereich der Pfauengasse.

 

2) Den Straßenzug der heutigen Theobaldgasse von der heutigen Fillgraderstiege zur Gumpendorfer Straße / Rahlgasse gab es noch nicht.

Die damalige Theobaldgasse (grün gepunktet) war nur ein ganz kurzer Abschnitt vor dem ehemaligen Theobaldkloster, dem späteren Polizeigefangenenhaus.

 

3) Den Abschnitt der heutigen Capistrangasse zwischen Fillgradergasse und Windmühlgasse gab es 1895 noch nicht, auf der Karte von 1900 ist jedoch bereits eine durchgehende Gasse von der damaligen Theobaldgasse bis zur Mariahilfer Straße vorhanden.

 

4) Den kleinen Straßenzug der heutigen Fillgradergasse zwischen Capistrangasse und Windmühlgasse gab es 1895 noch nicht.

 

5) Das Teilstück der heutigen Windmühlgasse zwischen Theobaldgasse und Capistrangasse wurde erst durch den Abriss des Polizeigefangenenhauses als Gasse nutzbar.

 

 

Der übersichtliche Stadtplan von 1887 zeigt, dass einerseits die Verbauung der Windmühlgasse von Nr. 15 bis etwa Nr. 35 mit langgestreckten Gebäuden Richtung Wien-Fluss die Errichtung einer Straße erschwerte (4), dass aber auch das Polizeigefangenenhaus und die Kirche St. Josef große Hindernisse für die später errichteten Straßenstücke 1, 3 und 5 darstellten.

 

 

 

 

Abb. 19: Stadtplan von Wien 1887

 

 

Auswirkungen der verkehrstechnischen Maßnahmen auf die Nummerierung des Geyling-Hauses

 

Natürlich ist es nicht möglich, im Rahmen dieses Artikels jede Adressänderung zu kommentieren, die sich aus den verkehrstechnischen Maßnahmen am Beginn des 20. Jahrhunderts ergeben hat, aber die am Anfang des Aufsatzes erwähnte Nummernänderung des Geyling-Hauses, die mich veranlasst hat, die Nachforschungen durchzuführen, soll kurz nochmals thematisiert werden.

 

Nachdem das Haus jahrzehntelang die Konskriptionsnummer 1 gehabt hatte, erhielt es bei der Einführung der Orientierungsnummern im Jahr 1863 die Bezeichnung Windmühlgasse Nr. 22.[12]

 

Nach der Umstrukturierung in den Jahren 1905 – 1907 nahm die Windmühlgasse nicht mehr bei der Mariahilfer Straße (im Bereich der heutigen Capistrangasse) ihren Anfang, sondern in dem neu geschaffenen Teilabschnitt 5, der an die heutige Theobaldgasse stößt. Da nun im Anfangsbereich der Windmühlgasse mehr gerade Nummern vergeben wurden als früher, ergab sich für das Geyling-Haus die Nr. 28.

 

Im Häuserverzeichnis 1905 (Lenobel) [13] wird Valerie Löw als Besitzerin des Hauses Windmühlgasse 22 angeführt, im Buch der Häuser und Hausbesitzer (1908) [14] hat das Haus derselben Eigentümerin die Nummer Windmühlgasse 28.

 

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[8] WIKIPEDIA, Fillgraderstiege

https://de.wikipedia.org/wiki/Fillgraderstiege

(Zugriff: 6.7.2017)

 

[9] WIKIPEDIA, Stiegenanlagen in Mariahilf

https://de.wikipedia.org/wiki/Stiegenanlagen_in_Mariahilf

(Zugriff: 6.7.2017)

 

[10] Es soll in diesem Zusammenhang aber auch auf den informativen und optisch sehr ansprechenden PDF-Artikel „Die Stiegen von Mariahilf“ auf www.walkinginside.at hingewiesen werden, online:

http://www.walkinginside.at/wp-content/uploads/2015/12/Stiegenspaziergang-in-Mariahilf.pdf

(Zugriff: 6.7.2017)

 

[11] Folgende Pläne wurden dafür verwendet:

 

1) Aktueller Stadtplan von Wien bei www.wien.gv.at / Kulturgut

2) Stadtplan von Wien 1904 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1904

3) Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Neuester Plan und Führer durch Wien und nächste Umgebung,

Wien : Lechner, (ca. 1900)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1119140?zoom=6&lat=2676&lon=4456&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

4) Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Plan der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien / Hrsg. unter Mitwirkung des Stadtbauamtes, von Carl LoosWien : Lechner 1895

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1827460?zoom=5&lat=187&lon=645&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

5) Stadtplan von Wien 1887 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1887

 

[12] HV 1863 (Winkler)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/353687?zoom=0&lat=1186&lon=740&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

 

[13] HV 1905 (Lenobel)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815091?zoom=3&lat=2720.86613&lon=1535.87888&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

 

[14] Buch der Häuser und Hausbesitzer 1908 (Lenobel)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/382718?zoom=0&lat=1186&lon=740&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

 

 

7. ZUR GESCHICHTE DER KIRCHE ST. JOSEF OB DER LAIMGRUBE UND DES KLOSTERS

 

 

Der kurze Abriss folgt der kleinen Chronik auf der Homepage der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube [15] und dem Wikipedia-Artikel „Laimgrubenkirche“ [16].

 

 

1343: Gründung einer Kapelle, die den Heiligen Theobald und Katharina geweiht wurde, durch Herzog Albrecht II

1349: Gründung eines Versorgungshauses für bedürftige adelige Witwen

1354: Umwandlung dieses Hauses in ein Frauenkloster

1451: Übersiedlung der Clarissinnen in die Innere Stadt und Übergabe durch Friedrich III an die Franziskaner unter Führung von Johannes Capistran

1529: Zerstörung von Kirche und Kloster während der 1. Türkenbelagerung

1621: Errichtung einer Kapelle zu Ehren des hl. Theobald durch den Ratsherrn Ulrich Khertenkalch

1661: Errichtung eines Klosters durch die Beschuhten Karmeliter

1683: Zerstörung von Kapelle und Kloster während der 2. Türkenbelagerung

1687: Wiederaufbau der Kirche, die dem hl. Josef geweiht wurde, und des Klosters durch die Karmeliter

1783: Erhebung der Kirche St. Josef zur Pfarrkirche

1797: Aufhebung der Karmeliter-Niederlassung

1804: Verwendung des Klostergebäudes als Besserungsanstalt für adelige Jugendliche

1856: Einrichtung eines Knabenseminars

1881: Verlegung des Knabenseminars nach Hollabrunn, Umwandlung des ehemaligen Klostergebäudes durch die Gemeinde Wien in ein Polizeigefangenenhaus

 

1905-1907: Abriss des ehemaligen Klosters sowie Abbruch der Kirche und des Pfarrhofs am früheren Standort Mariahilfer Straße 27 und Versetzung in die Windmühlgasse Nr. 3 

 

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[15] Internetauftritt der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube, online:

http://www.pfarrelaimgrube.at/stjosef/index.php

Kultur/Geschichte/ „Ein Abriss der Geschichte unserer Pfarre“, online:

http://www.pfarrelaimgrube.at/stjosef/index.php?mid=Kultur&cid=Geschichte (Zugriff: 6.7.2017)

 

[16] WIKIPEDIA. Laimgrubenkirche; online:

https://de.wikipedia.org/wiki/Laimgrubenkirche (Zugriff: 6.7.2017)

 

8. DER GESCHICHTLICHE HINTERGRUND FÜR DIE VIER STRASSENNAMEN

 

 

1) Die THEOBALDGASSE wurde 1862 einerseits nach dem ehemaligen Theobaldkloster benannt [17], andererseits war „St. Theobald“ wohl schon im 15. Jahrhundert eine Ortsbezeichnung, ein Ortsname.

 

 

Die Theobaldgasse war ursprünglich eine sehr kurze Gasse vor dem ehemaligen Klostergebäude, damals eine Erziehungsanstalt für junge Adelige.

 

2) Ihren Namen verdankt die WINDMÜHLGASSE dem Ortsnamen Windmühl, der Bezeichnung für eine eigenständige Vorstadt Wiens war, die 1850 in den damals 5. Bezirk Mariahilf aufgenommen wurde.

 

Möglicherweise hat nur eine einzige Windmühle dem Ort den Namen gegeben:

Auf dem Grund des zerstörten Franziskanerklosters St. Theobald sollte der Reichsherold Johann Francolin 1562 im Auftrag von Kaiser Friedrich I. Windmühlen errichten. Es ist jedoch nur eine einzige Windmühle (heutige Adresse: Capistrangasse 10) bekannt. Nachweisbar ist aber die Errichtung von Miethäusern.[18]

 

 

3) Die FILLGRADERGASSE wurde anlässlich der Parzellierung des Klostergartens der Karmeliter 1787 angelegt und anfangs als Rosengasse bezeichnet. Ab 1862 wurde sie nach der Witwe eines Glockengießers, Maria Anna Fillgrader (1763 – 1861), einer großen Wohltäterin, benannt. [19]

 

Auf der Info- und Serviceseite der Wiener Stadtverwaltung werden ihre Verdienste um die Armen etwas genauer ausgeführt [20]:

 

Durch das Elend und die bittere Not der Bewohnerinnen und Bewohner im Grätzel veranlasst, gründete Maria Anna Fillgrader, Witwe des Glockengießers Georg Fillgrader, eine Stiftung für verarmte Bürgerinnen und Bürger. Im Jahresbericht von 1867 bis 70 des Wiener Bürgermeisters wurde dazu festgehalten: "Name des Stifters: Fillgrader Maria-Anna. Datum der Urkunde: 14. Juli 1832. Widmung: Zum Ankauf von Brennholz für Arme in der Vorstadt Laimgrube".

 

1915 beschloss der Wiener Stadtrat, dass dem wohltätigen Ehepaar ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof gewidmet wird.

 

 

Dieses Ehrengrab für Johann Georg und Maria Anna Fillgrader, gestorben 1824 bzw. 1831, befindet sich in Gruppe 44A. [21]

 

 

Abb. 20: Ehrengrab von Johann Georg und Maria Anna Fillgrader

auf dem Wiener Zentralfriedhof

Foto: Autor (2017) 

 

Maria Anna Fillgraders Wirken wurde im Rahmen einer Ausstellung des Bezirksmuseums Mariahilf mit dem Titel „Töchter Mariahilfs“ im November 2014 gewürdigt. [22]

  

Es gab allerdings zwei Stiftungen [23]:

 

1) von Maria Anna allein, Stiftbrief vom 14.7.1832:

„Zum Ankaufe von Brennholz für Arme der Vorstadt Laimgrube. Capit.: 1840 fl. ö. W. in Wertpap. – Jährl. Interess. 77 fl. 28 kr.“

 

2) von Georg und Anna Fillgrader, Stiftbrief vom 13.7.1837:

„Zur Unterstützung verunglückter Bürger von Wien unter vorzugsweiser Berücksichtigung der Bürger der ehemaligen Vorstadt Laimgrube und an der Wien. Capit.: 36.840 fl. in Werthpap. – Jährl. Interess. 1547 fl. 28 kr.“

 

Diese beiden Stiftungen werden auch 1871 [24] und 1895 [25] ausdrücklich festgehalten.

Unklar erscheint, warum bei der Würdigung der Verdienste des Ehepaares Fillgrader in heutiger Zeit meist nur von der Stiftung 1832 gesprochen wird.

 

Die Sterbeeintragung des Johann Georg Fillgrader [26] im Sterbebuch der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube:

Gestorben am 2. August 1824, wohnhaft Laimgrube KNR 157; Johann Georg Fillgrader, gewesener bürgerlicher Stück- und Glockengießer, 69 ½ Jahre, Todesursache: Lungen- und Luftröhrenschwindsucht, begraben am 4. August auf dem Hundsturmer Friedhof

  

Die Sterbeeintragung der „Anna Fillgraber, k.k. Hof und bürg. Glockengiessers Witwe“ [27] findet man ebenfalls im Sterbebuch der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube mit folgenden weiteren Angaben: Gestorben am 15. November 1831, wohnhaft Laimgrube Konskriptionsnummer 157, 76 Jahre, Todesursache: Lungengeschwüre, begraben am 17. November auf dem Hundsturmer Friedhof.

 

Im Häuserverzeichnis (HV) von 1821 (Gutjahr) [28] ist Georg Fillgrader in Laimgrube und An der Wien als Hausbesitzer von KNR 157 (in der Kothgasse, also der Gumpendorfer Straße) verzeichnet. Als frühere KNR wird 141 angegeben.

 

Im HV 1829 (Behsel) gibt es folgende Eintragung [29]:

KNR 157 (früher 141, noch früher 61): Anna Fillgrader, Kothgasse

 

Im HV 1875 (Schlesinger) werden die neue Orientierungsnummer und die alte Konskriptionsnummer genannt [30]:

Gumpendorfer Straße 35 = Laimgrube KNR 157 / Eigentümer: Josef Herz

Das heutige Gebäude in der Gumpendorfer Straße (früher Kothgasse) wurde im Jahr 1901 vom Architekten Anton Gürlich errichtet. [31]

 

 

 

 

Abb. 21: Hausnummer in der Fillgradergasse

Foto: Autor (2017)

 

 

Abb. 22: Fillgrader-Hof (gegenüber der Fillgrader-Stiege)

Foto: Autor (2017)

 

 

Abb. 23: Fillgrader-Stiege

Foto: Autor (2017)

 

 

Es gibt zwar eine Fillgradergasse, einen Fillgrader-Hof, eine Fillgrader-Stiege, ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof, aber es gibt keine Gedenktafel, die daran erinnert, wo das Wohnhaus des Ehepaares Fillgrader stand.

 

4) Die CAPISTRANGASSE hat ihren Namen seit 1906 im Gedenken an den Franziskanermönch Johannes Capistranus, der im Jahr 1451 ein frei gewordenes älteres Kloster übernahm und den Heiligen Theobald und Bernhard weihte.

Der Gassenname ist nicht unumstritten, da Johannes Capistranus nicht nur ein berühmter Wanderprediger war, der 1690 heilig gesprochen wurde, sondern von manchen auch als Inquisitor gesehen wird, der vor allem die Juden verfolgte und Pogrome gegen sie richtete.

An ihn erinnert auch die Capistran-Kanzel im Wiener Stephansdom. [32]

 

 

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[17] WIKIPEDIA, Liste der Straßennamen von Mariahilf; online:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Mariahilf#T (Zugriff: 6.7.2017)

 

[18] WIEN GESCHICHTE WIKI: Windmühl (Vorstadt); online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Windm%C3%BChle_(Vorstadt) (Zugriff: 6.7.2017)

 

[19] WIEN GESCHICHTE WIKI, Fillgradergasse; online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Fillgradergasse (Zugriff: 1.7.2017)

 

[20] Maria Anna Fillgrader im VI. Bezirk; online:

https://www.wien.gv.at/mariahilf/geschichte-kultur/fillgrader.html (Zugriff: 6.7.2017)

 

[21] Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Wien : X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk, hrsg. von Wolfgang Czerny u.a. Wien 1996, S. 109

[22] Mariahilf: Ausstellung im Bezirksmuseum über Frauen im Straßenbild“.

APA-Presseaussendung der Stadt Wien, online:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141103_OTS0056/mariahilf-ausstellung-im-bezirksmuseum-ueber-frauen-im-strassenbild (Zugriff: 1.7.2017)

 

[23] Das Armenwesen in Wien und die Armenpflege im Jahrzehnt 1863-1872: Geschichtlich, administrativ und statistisch bearbeitet vom städtischen statistischen Bureau. Wien 1875, S. 196; online:

https://books.google.at/books?id=JWoSAAAAIAAJ&pg=PA196&dq=Maria+Anna+Fillgrader&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiCxc2s0ujUAhVCbxQKHSgvAH0Q6AEIIjAA#v=onepage&q=Maria%20Anna%20Fillgrader&f=false (Zugriff: 1.7.2017)

 

[24] Die Gemeinde-Verwaltung der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien in den Jahren 1867 - 1870, Bericht des Bürgermeisters Cajetan Felder,  Gerlach & Wiedling 1871, S. 583; online:

https://books.google.at/books?id=M01MAQAAIAAJ&pg=PA583&dq=fillgrader+stiftung&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjK74yd9-7UAhWkAcAKHZ5bDHsQ6AEIJjAB#v=onepage&q=fillgrader%20stiftung&f=false (Zugriff: 6.7.2017)

 

[25] Die Wiener Stiftungen: Ein Handbuch. Wien, Gerold in Komm., 1895, S. 361, 153; online:

https://books.google.at/books?id=xkcMAQAAMAAJ&q=fillgrader&dq=fillgrader&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiU5YTm_O7UAhUGCBoKHbKvARQQ6AEIPzAG (Zugriff: 4.7.2017)

 

[26] Sterbeeintragung von Johann Georg Fillgrader:

Erzdiözese Wien, Pfarre 06., St. Josef ob der Laimgrube, Sterbebuch 03-08, Fol. 51, Bild 02-Tod_0051; online:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-st-josef-ob-der-laimgrube/03-08/?pg=53 (Zugriff: 5.7.2017)

 

[27] Sterbeeintragung der Maria Anna Fillgrader:

Erzdiözese Wien, Pfarre 06., St. Josef ob der Laimgrube, Sterbebuch 03-09, Fol. 86, Bild 02-Tod_0086; online:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-st-josef-ob-der-laimgrube/03-09/?pg=88 (Zugriff: 5.7.2017)

 

[28] HV 1821 (Gutjahr); online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/412830?zoom=2&lat=1600&lon=1000&layers=B (Zugriff: 1.7.2017)

 

[29] HV 1829 (Behsel); online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/422809?zoom=2&lat=543.53909&lon=885.94455&layers=B (Zugriff: 1.7.2017)

 

[30] HV 1875 (Schlesinger); online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/342095?zoom=2&lat=567&lon=910&layers=B (Zugriff: 1.7.2017)

 

[31] Aktueller Stadtplan von Wien bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Architektur / Gebäudeinformationen für Gumpendorfer Straße 35

 

[32] Wikipedia, Johannes Capistranus

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Capistranus (Zugriff: 1.7.2017)

 

 

9. ZUSAMMENFASSUNG

 

Ereignisse, Tatsachen, Überlegungen

 

Zwischen 1905 und 1907 wurde die Kirche St. Josef ob der Laimgrube, die ursprünglich an der Mariahilfer Straße stand und mit dem Pfarrhof ein Verkehrshindernis bildete, abgerissen und in der Windmühlgasse 3 im gleichen Stil wieder aufgebaut.

 

Vorwürfe von Kritikern:

 

Eine Kirche wurde aus der ersten Reihe (Mariahilfer Straße) entfernt und in einer Seitengasse (Windmühlgasse) versteckt.

 

Der Verkehr hat an Bedeutung gewonnen und Vorrang bekommen.

 

Aber es wäre wohl falsch, von einer grundsätzlichen „Zurücksetzung“ der Kirche zu sprechen. Der Standortwechsel war nur auf eine bestimmte Situation zurückzuführen und geschah mit Einwilligung der höchsten kirchlichen Stellen, die sich dessen bewusst waren, dass Kirche und Pfarrhof aus verkehrstechnischer Sicht zum Ärgernis für viele geworden waren.

 

Alternativen:

1) Abriss von Kirche und Pfarrhof ohne Ersatz

2) Durchgang unter der Orgelempore der Kirche (ähnlich wie bei der heutigen Stiftskirche), aber kaum eine sinnvolle Lösung für den Pfarrhof.

 

Man kann wohl verstehen, dass man von kirchlicher Seite aus das Angebot der Gemeinde Wien dankbar annahm, nur einige Meter entfernt eine Stilkopie der alten Laimgrubenkirche und einen neuen Pfarrhof zu errichten. 

 

Das ehemalige Kloster, später ein Polizeigefangenenhaus, wurde schon 1905 abgerissen, und auf diese Weise wurde ein riesiges Areal geschaffen, auf dem ein ganzer Häuserblock mit der neuen Laimgrubenkirche und dem neuen Pfarrhof errichtet werden konnte. Die baulichen Veränderungen führten auch zur Eröffnung neuer Straßenabschnitte, zu Umbenennungen und Änderungen bei der Nummerierung der Häuser.

 

Gedanken zum Schicksal des ehemaligen Klosters:

 

Ein riesiges Gebäude übernahm im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Funktionen: Aus einem Versorgungshaus wurde ein Kloster, danach eine Besserungsanstalt, ein  Knabenseminar und schließlich ein Polizeigefangenenhaus.

Es sollte Hilfe und Schutz bieten, geistiges und geistliches Zentrum sein, auf den rechten Weg führen.

 

Als sich um 1900 die Auffassung durchsetzte, dass es diese Aufgaben nicht mehr erfüllen konnte, wurde es verstärkt auch als Hindernis für andere Projekte gesehen.

Da sich der Gebäudekomplex damals im Besitz der Gemeinde Wien befand, konnte diese auch den Abriss verfügen und ein neues Wohn- und Verkehrskonzept für das Windmühlviertel erstellen.

 

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Es bemühten sich alle Seiten um die beste Lösung für die Bevölkerung, es wurde ein Konsens erzielt, und für die Umsetzung dieses großen Projektes mussten auch Opfer gebracht werden.

 

Mein Ziel war es, daran zu erinnern, dass es einmal anders war.

Aber natürlich wollte ich auch andeuten, wie es einmal war, Details sichtbar machen, die (schon) nach etwas mehr als hundert Jahren völlig in Vergessenheit geraten sind

 

Ich wollte dabei auch auf bestimmte Zusammenhänge aufmerksam machen, die sich unserer Generation nicht mehr von selbst erschließen.

 

 

 

 

Abb. 24: Die neue Kirche St. Josef ob der Laimgrube – tatsächlich im Hintergrund,

aber leicht zu finden, wenn man sie sucht,

und leicht zu erreichen, wenn man sie aufsuchen möchte

Foto: Autor (2017)

 

10. QUELLEN

 

10.1. Internet

 

MATRIKEN:

 Matriken von Matricula Online:

http://data.matricula-online.eu/de/

 

Sterbeeintragung des Johann Georg Fillgrader:

Erzdiözese Wien, Pfarre 06., St. Josef ob der Laimgrube, Sterbebuch 03-08, Fol. 51, Bild 02-Tod_0051; online:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-st-josef-ob-der-laimgrube/03-08/?pg=53 (Zugriff: 5.7.2017)

 

Sterbeeintragung der Maria Anna Fillgrader:

Erzdiözese Wien, Pfarre 06., St. Josef ob der Laimgrube, Sterbebuch 03-09, Fol. 86, Bild 02-Tod_0086; online:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-st-josef-ob-der-laimgrube/03-09/?pg=88 (Zugriff: 5.7.2017)

 

 

STADTPLÄNE VON WIEN:

·         Aktueller Stadtplan von Wien bei www.wien.gv.at / Kulturgut

·         Stadtplan von 1904 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1904

·         Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Neuester Plan und Führer durch Wien u. nächste Umgebung, Wien : Lechner, (ca. 1900)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1119140?zoom=6&lat=2676&lon=4456&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

·         Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Plan der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien / Hrsg. unter Mitwirkung des Stadtbauamtes, von Carl Loos, Wien : Lechner 1895

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1827460?zoom=5&lat=187&lon=645&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

 

·         Stadtplan 1887 bei www.wien.gv.at / Kulturgut / Historische Pläne / Stadtplan 1887

 

WIENBIBLIOTHEK IM RATHAUS:

http://www.digital.wienbibliothek.at/

 

a) Häuserverzeichnisse

 

HV 1821 (Gutjahr)

Mathias Gutjahr, Vollständiges Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien und ihren Vorstädten befindlichen Straßen, Gassen, Plätze und Häuser, dann derselben Schilde und Eigenthümer.

17., ganz neu bearb. Aufl. Wien 1821; online: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/412573

(Zugriff: 12.6.2017)

 

HV 1829 (Behsel)

Anton Behsel, Verzeichniß aller in der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien mit ihren Vorstädten befindlichen Häuser : mit genauer Angabe der älteren, mittleren und neuesten Nummerirungen, der damahligen Eigenthümer und Schilder, der Straßen und Plätze, der Grund-Obrigkeiten, dann der Polizey- und Pfarr-Bezirke / verfaßt und hrsg. von Anton Behsel. Wien 1829; online: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/422657 

(Zugriff: 12.6.2017)

 

HV 1863 (Winkler)

Winkler, Michael, Winkler's Orientirungs-Plan der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien: mit ihren acht umliegenden Vorstadt-Bezirken. Wien 1862-64; online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/352887

(Zugriff: 6.7.2017)

 

HV 1875 (Schlesinger)

Josef Schlesinger, Der Cataster: Handbuch für Ämter, Architekten, Baumeister, Capitalisten, Hausbesitzer etc., etc. über sämmtliche Häuser der K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien. Wien 1875; online: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/341909 

(Zugriff: 23.5.2017)

 

HV 1905 (Lenobel)

Häuser-Kataster der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : verfasst auf Grund des vom k. k. Oesterr. Finanz-Ministerium und der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Quellenmaterials / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien 1905; online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/814908 

(Zugriff: 5.7.2017)

 

Buch der Häuser und Hausbesitzer 1908 (Lenobel)

Das Buch der Häuser und Hausbesitzer Wiens / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien [u.a.] : Lenobel. 6. Bezirk, 1908; online:

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/381834

(Zugriff: 5.7.2017)

 

 

b) Stadtpläne und Karten

·         Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Neuester Plan und Führer durch Wien und nächste Umgebung, Wien: Lechner, (ca. 1900)

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1119140?zoom=6&lat=2676&lon=4456&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

·         Wienbibliothek im Rathaus / Stadtpläne und Karten: Plan der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien / Hrsg. unter Mitwirkung des Stadtbauamtes, von Carl Loos, Wien : Lechner 1895

http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1827460?zoom=5&lat=187&lon=645&layers=B (Zugriff: 6.7.2017)

 

WEITERE INFORMATIONEN DER STADT WIEN:

 

Mariahilf/Geschichte-Kultur/fillgrader.html: „Maria Anna Fillgrader im VI. Bezirk“; online:

https://www.wien.gv.at/mariahilf/geschichte-kultur/fillgrader.html (Zugriff: 6.7.2017)

 

Mariahilf: Ausstellung im Bezirksmuseum über Frauen im Straßenbild“.

APA-Presseaussendung der Stadt Wien, online:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141103_OTS0056/mariahilf-ausstellung-im-bezirksmuseum-ueber-frauen-im-strassenbild (Zugriff: 1.7.2017)

 

 

 

WIEN GESCHICHTE WIKI:

 

·         WIEN GESCHICHTE WIKI: Theobaldkirche; online: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Theobaldkirche

(Zugriff: 5.7.2017)

 

·         WIEN GESCHICHTE WIKI: Laimgrubenkirche; online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Laimgrubenkirche

(Zugriff: 5.7.2017)

 

·         WIEN GESCHICHTE WIKI: Windmühl (Vorstadt); online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Windm%C3%BChle_(Vorstadt) (Zugriff: 6.7.2017)

 

·         WIEN GESCHICHTE WIKI: Fillgradergasse; online:

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Fillgradergasse (Zugriff: 1.7.2017)

 

WIKIPEDIA:

 

·         WIKIPEDIA: Fillgraderstiege; online:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fillgraderstiege

(Zugriff: 6.7.2017)

 

·         WIKIPEDIA: Stiegenanlagen in Mariahilf; online:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stiegenanlagen_in_Mariahilf

(Zugriff: 6.7.2017)

 

·         WIKIPEDIA, Liste der Straßennamen von Mariahilf; online:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Mariahilf#T

(Zugriff: 6.7.2017)

 

·         WIKIPEDIA, Johannes Capistranus

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Capistranus (Zugriff: 1.7.2017)

 

ANNO- Suche in Zeitungen und Zeitschriften:

·         Wiener Diözesanblatt 1907, Heft 19, S. 10; online:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wrd&datum=1907&page=232&size=45 (Zugriff: 4.7.2017)

 

HOMEPAGE www.walkinginside.at  -

Artikel „Die Stiegen von Mariahilf“, online:

http://www.walkinginside.at/wp-content/uploads/2015/12/Stiegenspaziergang-in-Mariahilf.pdf (Zugriff: 6.7.2017)

 

 

 

10.2. Sekundärliteratur

 

Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Wien : X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk, hrsg. von Wolfgang Czerny u.a. Wien 1996, S. 109

 

Das Armenwesen in Wien und die Armenpflege im Jahrzehnt 1863-1872: Geschichtlich, administrativ und statistisch bearbeitet vom städtischen statistischen Bureau. Wien 1875, S. 196; online:

https://books.google.at/books?id=JWoSAAAAIAAJ&pg=PA196&dq=Maria+Anna+Fillgrader&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiCxc2s0ujUAhVCbxQKHSgvAH0Q6AEIIjAA#v=onepage&q=Maria%20Anna%20Fillgrader&f=false (Zugriff: 1.7.2017)

 

Die Gemeinde-Verwaltung der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien in den Jahren 1867 - 1870, Bericht des Bürgermeisters Cajetan Felder,  Gerlach & Wiedling 1871, S. 583; online:

https://books.google.at/books?id=M01MAQAAIAAJ&pg=PA583&dq=fillgrader+stiftung&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjK74yd9-7UAhWkAcAKHZ5bDHsQ6AEIJjAB#v=onepage&q=fillgrader%20stiftung&f=false (Zugriff: 6.7.2017)

 

Die Wiener Stiftungen: Ein Handbuch. Wien, Gerold in Komm., 1895, S. 361, 153; online:

https://books.google.at/books?id=xkcMAQAAMAAJ&q=fillgrader&dq=fillgrader&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiU5YTm_O7UAhUGCBoKHbKvARQQ6AEIPzAG (Zugriff: 4.7.2017)

 

 

10.3. Abbildungsnachweis

 

Abb. 1: Die neue Kirche St. Josef ob der Laimgrube im Jahr 2017 / Foto: Autor

 

Abb. 2: Stadtplan von Wien 1887

 

Abb. 3: Stadtplan von Wien 1904

 

Abb. 4: Stadtplan von Wien 1904, überblendet mit dem aktuellen Stadtplan

 

Abb. 5: Titel „Wien 6, Mariahilferstraße 31“/ Blick abwärts mit der Laimgrubenkirche an der ursprünglichen Stelle (aus der Baulinie der Mariahilferstraße herausragend).

Foto: August Stauda 1903 / ÖNB Bildarchiv/ Stauda / Inv.-nr. 1.480F

 

Abb. 6: Fassaden der Häuser Mariahilfer Straße 29 und 31 / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 7: Mariahilfer Straße Nr. 27 heute / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 8: Titel „Wien 6, Mariahilferstraße 27“ / Schrägansicht von rechts (=Pfarrhof der Laimgrubenkirche; von dieser am rechten Bildrand ein Teil der Fassade)

Foto: August Stauda / Glasplatte 1903 / ÖNB Bildarchiv Inv.-Nr. ST 1421F / Stauda

 

Abb. 9: Einmündung der Theobaldgasse in die Mariahilfer Straße / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 10: Titel „Polizeigefangenenhaus in Wien“ / Polizeigefangenenhaus (Ehem. Karmeliterkloster) in Wien 6, Theobaldgasse 2. Aufnahme von einem erhöhten Standort über niedere Hofgebäude auf den Komplex.

Foto um 1900 / ÖNB Bildarchiv Inv.-Nr. Pk 3001, 722

 

Abb. 11: Vergleich mit der heutigen Situation - Teil der Capistranstiege und Fillgradergasse 16 – 12 (früher Theobaldgasse), Blick eher stadteinwärts / Richtung Mariahilfer Straße / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 12: Bericht über Abriss und Neubau von Kirche und Pfarrhof im Diözesanblatt 1907

 

Abb. 13: Titel „Wien VI. Alte und neue Laimgrubenkirche“

Von Unknown photogapher - Old postcard (More than 100 years old), FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9421255

 

Abb. 14: Rechts im Vordergrund Mariahilfer Straße 27, der Standort der alten Laimgrubenkirche, im Hintergrund die neue Laimgrubenkirche in d. Windmühlgasse 3 / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 15: Aktueller Stadtplan von 2017

 

Abb. 16: Stadtplan von Wien 1904

 

Abb. 17: Fillgrader-Stiege / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 18: Aktueller Stadtplan von Wien mit den Straßenverläufen von 2017, 1904 und 1895 (mit Berücksichtigung der Situation um 1900) sowie einer Kennzeichnung der 1895 noch nicht vorhandenen Gassenabschnitte durch Ziffern (entsprechend der folgenden Auflistung) / Vergleichskarte: Autor (2017)

 

Abb. 19: Stadtplan von Wien 1887

 

Abb. 20: Ehrengrab von Johann Georg und Maria Anna Fillgrader auf dem Wiener Zentralfriedhof /  Foto: Autor (2017)

 

Abb. 21: Hausnummer in der Fillgradergasse / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 22: Fillgrader-Hof (gegenüber der Fillgrader-Stiege) / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 23: Fillgrader-Stiege / Foto: Autor (2017)

 

Abb. 24: Die neue Kirche St. Josef ob der Laimgrube – tatsächlich im Hintergrund, aber leicht zu finden, wenn man sie sucht, und leicht zu erreichen, wenn man sie aufsuchen möchte /  Foto: Autor (2017)

 

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Wien, im Juli 2017                                                                                                                   Günter Oppitz