1. EINLEITUNG

 

Ursprünglich war nur eine kurze Beschäftigung mit diesem Thema geplant: Der Autor wollte – im Rahmen der Beantwortung einer Anfrage – zwei Mutmaßungen über die Entstehung der Bezeichnung „Amonstiege“ (siehe Kapitel 5) widerlegen, aber dann entschloss er sich, selbst nach der richtigen Lösung zu suchen. Dabei wurde er auf viele Details aufmerksam, an denen er nicht achtlos vorübergehen wollte. Vor allem aber sollte die neue Theorie – aus zeitlichen Gründen unter Beschränkung auf das Internet – möglichst gut abgesichert werden.

 

Die zentralen Fragen für diesen Artikel lauteten:

Warum trägt eine Stiege im 6. Bezirk den Namen AMONSTIEGE?

Wer steckt hinter dem Namen AMON?

 

Es war das Ziel des Autors, Informationen über den Namensgeber zu finden und eventuell ein Gebäude zu entdecken, das in Zusammenhang mit dieser Person oder Familie stand.

 

Im Kapitel 2 wurden einige allgemeine Überlegungen zur Namensgebung bei Straßen und Gassen in Mariahilf angestellt. Danach wurde das spärlich vorhandene Material über die Amonstiege (Karten und Erwähnungen in Büchern bzw. Zeitungen usw.) gesichtet. (Kapitel 3 und 4)

 

Nun war es bereits möglich, einzelne Theorien bezüglich der Amonstiege kritisch zu hinterfragen und zu widerlegen. (Kapitel 5)

Aber es konnte nun auch die namengebende Fleischselcherfamilie Amon mit ihrem Haus bei der Stiege vorgestellt werden. (Kapitel 6)

 

Im Kapitel 7 werden Fragen bezüglich Größe und Baualter des alten Hauses und des Gebäudes, das sich heute dort befindet, erörtert.

 

Das Kapitel 8 dient dazu, die Angaben über die Besitzer um viele Details zu erweitern und gleichzeitig den Artikel inhaltlich abzurunden:

 

Man liest von einer Fleischselcherfamilie, die innerhalb von wenigen Jahren durch den Tod hinweggerafft wird. (8.1.)

Die Familie AMON, ebenfalls Fleischselcher und ein halbes Jahrhundert Eigentümer dieses Hauses, verschwindet mit dem Jahr 1843 aus den Häuserverzeichnissen bzw. bald danach aus der Erinnerung der Bevölkerung. (8.2.)

Ein Baugeschäftsführer kauft alte Häuser, reißt sie ab und erbaut als „Baumeister“ neue. Auch das „Amon-Haus“ ist davon betroffen. Der Wertverlust der Häuser im Jahr 1848 macht (nach Angaben des neuen Besitzers) seine Kalkulationen zunichte und führt nach wenigen Jahren zum Konkurs. (8.3.)

Bedeutend länger als er kann eine recht prominente adelige Großbürgerfamilie das neu erbaute Haus als Besitz bzw. als Wertanlage betrachten. (8.4.)

 

Der Artikel soll einerseits eine Erklärung für den Namen „Amonstiege“ geben, aber auch viele andere Details vorstellen, bewusst machen und miteinander verknüpfen, die längst vergessen sind oder zu wenig beachtet werden.

 

Ich möchte mich bei allen Institutionen sehr herzlich bedanken, die die nicht-kommerzielle Verwertung von Bildern und Digitalisaten für wissenschaftliche Arbeiten gestatten oder durch ihre Online-Angebote diesen Aufsatz ermöglicht oder erleichtert haben. Das waren diesmal vor allem Einrichtungen der Stadt Wien, wie Wienbibliothek digital und ViennaGIS, die Österreichische Nationalbibliothek mit den Möglichkeiten der ANNO-Suche und zahlreichen kostenlosen E-Books, weiters jene Stellen, die die Digitalisate der Kirchenbücher zur Verfügung stellen, in diesem Fall die Erzdiözese Wien und Matricula / Icarus. Unschätzbare Hilfen boten auch die Datenbanken von Familia Austria (Sterbefälle in Wien) und von Genteam (Tauf- und Trauungsindizes).

 

Wien, am 20. November 2018                                                                           Günter Oppitz