16. Bereich der ehemaligen Häuser 23, 25 und 27 (2018: Nr. 9)

 

Abb. 48. Franz Hoffelner, „Alte Windmühlgasse“, Exemplar B.

Bildausschnitt Windmühlgasse 23 („Zur heiligen Dreifaltigkeit“),

Windmühlgasse 25 („Zum schwarzen Rössel“) und Windmühlgasse 27 („Zum roten Apfel“).

Aus dem Bestand des Bezirksmuseums Mariahilf. Foto: Autor (2018)

 

  

 

Ein Vergleich des Aquarells mit dem Foto von Stauda macht deutlich, dass die Häuser Windmühlgasse 23 und 25 („Zur heiligen Dreifaltigkeit“ und „Zum schwarzen Rössel“) auf Hoffelners Bild deutlich höher und schlanker wirken als auf der Fotografie.

 

 

Abb. 49. „Wien 6, Windmühlgasse 23/25“. Staffage. Autor: August Stauda, Glasplatte, 1899; Inv.-Nr. ST 255F / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1910917.jpg (Zugriff 28.6.2018)

 

 

Abb. 50. Windmühlgasse 9 – Foto: Autor (2018)

 

 

Die weitere Hausgeschichte:

 

1905 HV Lenobel:

Windmühlgasse 23 + 25 + 27 = Theobaldg. 32: E. Gräfin Anna Seldern / 3 Stockw., 26 Wohnungen, EZ 1110 / erbaut 1898

 

1908 Buch der Häuser und Hausbesitzer von Lenobel:

Windmühlgasse 9: E. Gräfin Anna Seldern

 

1911 Lehmann / Einwohnerverzeichnis:

Windmühlg. 9: Wittek Franz, Tuchscherer

Es handelt sich um jenen Tuchscherer, der 1908 beim teilweisen Hauseinsturz von Nr. 13a

zu Schaden kam (vgl. Kapitel 18.3.).

 

1929 HV  von Salzberg:

Windmühlg. 9: (Identanschrift lt. www.wien.gv.at : Fillgraderg. 20)

EZ 1110, Mittelhaus, 502 m2, 4 Stockwerke, 4 Geschäftslokale, 18 Wohnungen, erbaut 1898, erworben 1924 von Österr. Baugewerkschaft, Ortsgruppe Wien

 

1939 Lehmann  / Häuserverzeichnis:

Windmühlg. 9 EZ 1110, s.a. Fillgraderg. 20

E: Deutsche Arbeitsfront

u.a. Endriß jun., Bäcker, als Bewohner

 

Information von www.wien.gv.at / Stadtplan / Kulturgut / Architektur / Gebäudeinformationen / Allgemein /Detailinformation:

Windmühlgasse 9: Baujahr 1900 / Architekt Rudolf Kmunke / Dokumentation: Wiener Fassaden des 19. Jhs. Wohnhäuser in Mariahilf. Studien zu Denkmalschutz und Denkmalpflege – Band 10, S. 82

 

Über das Baualter des Hauses gibt es also widersprüchliche Angaben:

 

entweder 1898 (HV von Salzberg) oder 1900 (www.wien.gv.at)