11. Windmühlgasse 29 – „Zur weißen Taube“

 

Abb. 33. Franz Hoffelner, „Alte Windmühlgasse“, Exemplar A.

Bildausschnitt Windmühlgasse 29 („Zur weißen Taube“).

Aus dem Bestand des Bezirksmuseums Mariahilf. Foto: Autor (2018)

 


Beim Vergleich mit dem Foto von August Stauda aus dem Jahr 1907 (rechtes Haus) zeigt sich, dass die Relationen von Höhe und Breite bei Nr. 29 nicht so stark voneinander abweichen wie bei Nr. 27:

Bei einer Breite von 7 Zentimetern ist das Haus im Aquarell von Hoffelner 13, 5 Zentimeter hoch, im Foto jedoch nur 10, 5  Zentimeter. 

 

 

Abb. 34.“Wien 6, Windmühlgasse 27/29“. Frontalaufnahme vor dem Umbau.

Autor August Stauda, Glasplatte, 1907 / Inv.-Nr. ST 259F / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/2896574.jpg (Zugriff: 30.6.2018)

 

Standort des Hauses aus heutiger Sicht:

 

Windmühlg. 11, nordöstl. Teil + Fillgraderg. 22, nordöstl. Teil + Fillgraderg. 17, nordöstl. Teil [1]

 

Hausgeschichte:

 

Windmühlgasse 29 (1863), ab 1908:                                  Frühere Konskriptionsnummer:  Windmühl 34 (1846)

 

Jahr / Häuserverzeichnis

KNR

Windmühl

Hausname/ Straßenname

Besitzer

Größe

EZ, Parz.-Nr., Baujahr

1779 (Ponty)

34

Weiße Taube / an der Straße gegen Gumpendorf

Andreas Bayer, Weinwirth

 

 

1786 (Fischer)

34

Weiße Taube / an der Straße gegen Gumpendorf

Maria Anna Bayerin, Wirtswitwe

 

 

1789 (Hofer)

34

Weiße Taube / an der Straße gegen Gumpendorf

Maria Anna Bayerin, Wirtswitwe

 

 

1796

34

Weiße Taube / Windmühlgasse

Anna Bayerin

2 Stockw.

 

1816 (Gutjahr)

34

Weiße Taube / Windmühlgasse

Johann Rucsitzka

 

 

1829 (Behsel)

34

Weiße Taube / Windmühlgasse

Jakob Hargenröder

 

 

1846 (Messner)

34

Zur weißen Taube

 

 

 

1852

34

Weiße Taube / Windmühlgasse

Friedrich und Eva Walther

 

 

Jahr / Häuserverzeichnis

Orientierungsnr.

Besitzer

Größe

EZ, Parz.-Nr., Baujahr

1863 (Winkler)

Windmühlgasse 29

Eva, Ferdinand und August Walther

 

 

1869 (Czapek)

Windmühlgasse 29

Eva Walther

 

 

1877 (Smöch)

Windmühlgasse 29

Walthers Erben

2 Stockw. / 11 Wohn.

 

1885 (Kataster Schlessinger)

Windmühlgasse 29

Theresia Bieder

2 Stockw. / 11 Wohn.

EZ 1115 / Parz 106

 

 

Aufschrift bzw. Schild am Haus:

 

GEMISCHTWARENVERSCHLEISS

ADALBERT KLECKA

 

Nachweis im Wiener Adressbuch von Adolph Lehmann:

 

1883, 1884: keine Eintragung

1885 – 1907: Klecka Adalbert, Gemischtwaren-Verschleiß, VI., Windmühlg. 29

1908 – 1912: Klecka Adalbert, Gemischtwaren-Verschleiß, VI., Windmühlg. 11

1913 – 1918: Klecka Adalbert, VII., Kandlg. 27

1919: keine Eintragung

 

Für die Familie Klecka konnten im Sterbebuch 03-17 und im Sterbebuch 03-18 der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube Nachweise erbracht werden, die im Folgenden grün gekennzeichnet wurden.

 

Nachweis aller Verstorbenen an der Adresse Windmühlgasse 29 im Sterbebuch 03-17 der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube von 1883 – 1891:

 

Windmühlgasse 29:


1884.04.21 Steiner Maria, geb. Wessely, 56 J., Fleischhauerswitwe, geb. in Waldhausen / N.Ö.

1886.03.14 Lerner Josefa, 16 1/3 J, Kleidermacherin

1888.01.16 Klecka Viktor, 6 Wochen, V: Adalbert Klecka, Fragner, zust. Habern in Böhmen

1888.01.26 Fütz Franz, 74 ¼ J., gewes. Kürschnergehilfe, Pfründner, geb. v. Lauterbach in Böhmen, zust. nach Wien

1889.02.06 Nissel Totgeburt, V: Josef Nissel, k.k. Postamtsdiener (eventuell: Windmühlg. 24)

1889.10.10 Schoch Anna, 20 ¾ J., Maschinstrickerin, geb. in St. Martin in O.Ö., zust. Hlast (oder Slast) in Böhmen

1890.05.04 Swoboda Albert, 11 Mon., geb. Pf. Lichtenthal, V: Karl Swoboda, Tuchscherergehilfe

1890.06.05 Klecka Viktoria, 34 Stunden, V: Adalbert Klecka, Gemischtwarenverschleißer

1890.09.15 Swoboda Julius, 3 ½ J., geb. Pf. Lichtental, V: Karl Swoboda, Tuchscherergehilfe

1890.11.13 Swoboda Rudolf, 17 Monate, geb. Pf. Lichtental, V: Karl Swoboda, Tuchscherergehilfe

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Sterbebuch 03-18:

1898.11.13 Klecka Maria geb. Chvala, 37 Jahre, Gemischtwarenhändlersgattin, geb. 26.5.1861 in Golcjcnikani(?) Bez. Czeslau in Böhmen, verehel. seit 21.2.1884, zust. Wien

 

Weitere Entwicklung der Hausgeschichte:

 

siehe Kapitel 17. Bereich der ehemaligen Häuser 29 und 31

 

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[1] s. Messner 1982