Bertha von Suttner, geb. Kinsky.

Ihre heimliche Trauung in der Pfarrkirche Wien 06., Gumpendorf – unter besonderer Berücksichtigung einiger Wohnadressen

 

Ein Artikel von Günter Oppitz für die Homepage www.guenteroppitz.at - verfasst im August 2019

 

Abb. 1. Symbolbild „Blühende Bäume vor wolkenlosem Himmel“, Foto: Günter Oppitz (24.3.2019)

 

Keine trübe Wolke je verhülle

Deinen heit’ren Lebenshorizont,

Deine zarte Liebe ihn beglücke,

Die so engelsmild dein Herz bewohnt.

 

 

(„Hochzeitsgruß“ von Berthas Mutter, Sophie von Kinsky, geb. Körner [1])

 

                                   Abb. 2. „Blumen vor der Pfarrkirche Gumpendorf“.

                              Im Hintergrund, etwas versteckt, der Eingang zur Kirche.

                                                Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

 

 

 

IMPRESSUM 

 

Copyright © 2019 by Günter Oppitz, Wien

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

 

2. Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky in der Pfarre Gumpendorf

 

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Teil 1. Bräutigam und Braut - ihre Familien und ihre Vorfahren sowie einige wichtige Wohnadressen

 

3. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut

 

4. Wichtige Wohnadressen

4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys

4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners

4.3. Palais Suttner in der Canovagasse

4.4. Schloss Harmannsdorf

4.5. Grand Hotel in Paris

4.6. Hotel Metropole in Wien

4.7. Webgasse 7

4.8. Übergangswohnung Heugasse 20

4.9. Wohnung in der Zedlitzgasse 7

 

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Teil 2 - Vier Abschnitte im Leben der späteren Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner, geb. Kinsky

 

5. Als adelige Gouvernante bei den Töchtern des Freiherrn Karl von Suttner

 

6. Kurzer Aufenthalt bei Alfred Nobel in Paris und heimliche Rückkehr

 

7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung. Geheimhaltung der bevorstehenden Hochzeit.

         A) Aufenthaltsort von Bertha von Kinsky in den Wochen bzw.

Monaten vor der Trauung

         B) Organisation der Trauung durch Arthur:

                   B1. Wohnungszeugnis

                   B2. Die Trauzeugen

                   B3. Der Trauungspriester

                   B4. Pfarre Gumpoldskirchen oder Pfarre Gumpendorf?

 

8. Kurze Anmerkungen zum Leben nach der Hochzeit

 

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9. Zusammenfassung

 

10. Abkürzungsverzeichnis

 

11. Quellen

 

 

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Kapitel 1. Einleitung

 

 

Über Bertha von Suttner sind zahlreiche Biografien bzw. biografische Artikel geschrieben worden. Fast alle basieren auf ihren Memoiren [2]. Autobiografien haben den großen Vorteil, dass der Schreiber / die Schreiberin die geschilderten Ereignisse selbst erlebt hat und dadurch viele Details festhalten kann, die nur ihm / ihr bekannt sind.

 

Nachteile dieser Darstellungsform:

 

.) Oft besteht eine große zeitliche Distanz zwischen den Ereignissen und der schriftlichen Fixierung, die zu Erinnerungslücken führen kann. Bertha von Suttners Memoiren wurden erst im Juli 1908 abgeschlossen und 1909 veröffentlicht. [2a]

.) In einer Autobiografie wird oft eine zeitliche oder inhaltliche Auswahl getroffen. Der geschilderte Lebensabschnitt kann willkürlich begrenzt werden. Bertha von Suttners Memoiren reichen beispielsweise nur bis zum Todesjahr Arthurs (1902). Bestimmte Ereignisse können verkürzt dargestellt werden oder überhaupt weggelassen werden.

.) Manche Erlebnisse und Erfahrungen können sehr subjektiv bzw. stark verzerrt wiedergegeben werden.

 

Im Grunde werden auch bei diesem Artikel die Memoiren sowie die Briefe und Tagebücher, die in Brigitte Hamanns Biografie von Bertha von Suttner [3] verwendet wurden, das Fundament bilden.

 

Doch sollen auch andere Quellen herangezogen werden, die Lücken oder unklare Darstellungen in den autobiografischen Werken korrigieren, ergänzen und verständlich machen können.

 

Im Mittelpunkt dieses Artikels steht keine umfassende Biografie bzw. keine Würdigung der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, sondern er beschäftigt sich vor allem mit der heimlichen Trauung von Arthur Gundacker Josef Freiherr von Suttner und Comtesse Gräfin Bertha Sofia Felicita Kinsky von Chinic und Settau am 12. Juni 1876 in der Pfarre Gumpendorf. [4]

  

Es stellt sich natürlich die Frage, warum der Sohn der hoch angesehenen adeligen Familie Suttner in der unbedeutenden ehemaligen Vorstadt Gumpendorf heiratete.

  

Viele diesbezügliche Fakten sind bereits bekannt. Bertha von Suttner hat in ihrer Autobiografie vieles festgehalten, was Aufschluss über die Hochzeit selbst und über die Hindernisse gibt. Es wurden aber bemerkenswerte Details in der Trauungseintragung und in der Autobiografie gefunden, die die näheren Umstände dieser Heirat erhellen und den Aspekt der Heimlichkeit unterstreichen: Es handelt sich vor allem um die Angabe von Berthas angeblicher Wohnadresse in der Heiratseintragung und um ihre Angabe in den Memoiren, dass sie in „Gumpoldskirchen“ geheiratet hätte.

 

Methodische Vorgangsweise:

 

Der Autor hat sich entschlossen, nicht einfach nur die einzelnen Rubriken der Heiratseintragung der Reihe nach zu kommentieren, sondern die Erläuterungen, Ergänzungen und fallweise auch Berichtigungen in verschiedene thematisch geprägte Blöcke einzuarbeiten. Um die Orientierung in dieser Arbeit zu gewährleisten, wurden  Hinweise auf die betreffenden Kapitel in Kursivschrift in die Transkription eingefügt, es gibt aber auch in den folgenden Abschnitten immer wieder formal ähnlich gestaltete Quer- bzw. Rückverweise.

 

Die Fußnoten findet man am Ende des jeweiligen Kapitels. Ausnahme: Die zur Titelseite gehörige Fußnote wurde im Anschluss an die Einleitung eingefügt.

 

Der Aufbau der Arbeit:

 

Die Kirchenbucheintragung in der Pfarre Gumpendorf wird im Kapitel 2 als Ausgangspunkt für die Arbeit vorgestellt, und der Text wird hier vorerst kommentarlos transkribiert.

 

Im folgenden Teil I werden zuerst die Familien von Bräutigam und Braut, also die Vorfahren, vorgestellt. (Kapitel 3)

 

Die Zweifel daran, dass Bertha von Kinsky, verheiratete Suttner, tatsächlich an der in der Trauungseintragung angegebenen Adresse Webgasse 7 gewohnt hat, veranlassten den Autor, grundsätzliche Recherchen bezüglich einiger Wohnadressen durchzuführen, die im Leben des Bräutigams Arthur von Suttner und der Braut Bertha von Kinsky eine bedeutende Rolle gespielt haben. Diese Nachforschungen bzw. die entsprechenden Ergebnisse sollen einerseits helfen, die Angaben der Kirchenbucheintragung und die Hintergründe für die Heimlichkeit der Hochzeit besser zu verstehen. Auf diese Weise soll der Leser aber auch in die Lebenszeit des Paares versetzt werden und durch diese lokalen, anschaulichen Eckpunkte über einige biografische Stationen  informiert werden. (Kapitel 4)

 

Die Adressen im Kaukasus werden allerdings aus zeitlichen Gründen ausgespart.

  

Im Teil II werden dem Leser in den Kapiteln 5 - 8  – zum Teil auf der Grundlage von Brigitte Hamanns Biografie – kursorisch vier Lebensabschnitte näher gebracht. Sie bilden gewissermaßen eine Kurzbiografie Bertha von Suttners und dienen als Einbettung der neun Aufenthaltsorte in den Lebenslauf Bertha von Suttners und Arthur von Suttners. 

 

Die berufliche Situation der Braut in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts leitet eine Art Rückblick auf jene Zeit ein, in der Bertha als Gouvernante bei der Familie Suttner einen Sohn der Familie, Arthur von Suttner, kennenlernte (Kapitel 5). Die Lösung Berthas von der Familie Suttner, ihr kurzer Aufenthalt in Paris und ihre Rückkehr nach Wien werden in einem eigenen Abschnitt behandelt (Kapitel 6).

 

Das Kapitel 7 hat eine besondere Funktion. Hier werden ausführliche Überlegungen angestellt, die die Geheimhaltung der Hochzeit betreffen: Einerseits wird die Adressangabe Webgasse 7 für Bertha von Kinsky thematisiert bzw. kritisch hinterfragt, andererseits werden in diesem Zusammenhang auch die Angaben über die Trauzeugen und den hilfreichen Trauungspriester analysiert. Bestimmte Details aus dem Trauungsbuch werden mit den Schilderungen in Bertha von Suttners Memoiren verglichen.

 

Das Leben nach der Trauung wird nur ganz kurz beleuchtet, vor allem, um zu zeigen, welche Schwierigkeiten das Paar nach dem Bruch mit der Familie Suttner erwarteten (Kapitel 8).

 

Mein besonderer Dank gilt Matricula Online für die Bereitstellung der Kirchenbucheintragungen auf digitaler Basis sowie dem Archiv der Erzdiözese Wien, das die Digitalisierung seiner Matriken ermöglicht  hat und die Verwendung gestattet. Sehr herzlich möchte ich mich aber auch bei allen anderen Institutionen bedanken, die die nicht-kommerzielle Verwertung von Bildern und Digitalisaten für wissenschaftliche Arbeiten gestatten oder durch ihre Online-Angebote diesen Aufsatz ermöglicht oder erleichtert haben: bei den Einrichtungen der Stadt Wien, wie Wienbibliothek digital, dem Wiener Stadt- und Landesarchiv und ViennaGIS, bei der Österreichischen Nationalbibliothek mit den Möglichkeiten der ANNO-Suche und zahlreichen kostenlosen E-Books sowie mit dem Angebot von Bildern aus dem Bildarchiv.

 

Eine Übersicht über allfällige Updates findet man im Anschluss an den Artikel.

 

 

 

Wien, im August 2019                                                                                                       Günter Oppitz

 

 

 

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[1] Titelseite –  „Hochzeitsgruß“ von Berthas Mutter, Sophie von Kinsky, geb. Körner, zitiert nach Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 45.

Bertha von Kinsky verstand sich mit ihrer Mutter gut und informierte sie – im Gegensatz zu Arthurs Eltern – über die Hochzeit und die darauf folgende „Hochzeitsreise“. Sophie von Kinsky hatte eine künstlerische Ader – sie war mit dem Freiheitsdichter Theodor Körner verwandt – und übermittelte mit diesem Gedicht ihre Glückwünsche.

Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 45

 

[2] Kapitel 1. Einleitung – Bertha von Suttner, Memoiren, 1909

Textteil (ab S. 15): http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000015&zoom=2 (Zugriff: 20.08.2019)

[2a] Kapitel 1. Einleitung – Bertha von Suttner, Memoiren, 1909, S. 542

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000542&zoom=2 (Zugriff: 26.08.2019)

 

[3] Kapitel 1. Einleitung – Brigitte Hamann, Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden, Christian Brandstätter Verlag, Wien 2013,

2. Auflage Januar 2016

 

[4] Kapitel 1. Einleitung – Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 06., Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048: http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/02-45/?pg=76 (Zugriff: 15.08.2019)

 

 

 

 

 

Kapitel 2. Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky

in der Pfarre Gumpendorf [5]

 

 

Zwei Porträts aus späterer Zeit:

 

Abb. 3a. Arthur Gundaccar von Suttner. Urheber: Unbekannt.

 

In: Die Gesellschaft, Volume 3, Part 2. Hrsg.: Michael Georg Conrad, Arthur Seidl. Leipzig: Wilhelm Friedrich 1887. Gemeinfrei
https://books.google.com/books?id=5fIaAAAAYAAJ&pg=PA758-IA4
 758

 

Abb. 3b. Bertha von Suttner. Autor: Carl Pietzner

Bildarchiv / Inventarnummer 83367 B /ÖNB

 

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/9995758.jpg (Zugriff: 27.08.2019)


 

Arthur Gundacker Josef Freiherr von Suttner und Comtesse Gräfin Bertha Sofia Felicita Kinsky von Chinic und Tettau heirateten am 12. Juni 1876 in der Pfarrkirche Gumpendorf in Wien. Die Kirche liegt im 6. Bezirk und hat die Adresse Wien 6., Brückengasse 5. Sie ist nur durch einen kleinen Platz (heute Kurt-Pint-Platz) von der Gumpendorfer Straße getrennt.

 

 

TRAUUNGSEINTRAGUNG

von

Arthur von Suttner und Bertha Kinsky von Chinic und Tettau [5]

 

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre Wien 06., Gumpendorf,

Trauungsbuch 02-45, 1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/02-45/?pg=76

 

 

 

 

Abb. 4a: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Wien 06., Pfarre Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 12.06.1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048: linke Seite des Trauungsbuches mit den Angaben über den Trauungspriester und den Bräutigam

 

Abb. 4b: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Wien 06., Pfarre Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 12.06.1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048: rechte Seite des Trauungsbuches mit den Angaben über die Braut und die Trauzeugen

  

 

Die Transkription:

 

Trauungspriester: Odilo Kopp, Pfarrer

→Vgl. Kapitel 7.B3 (Trauungspriester)

 

Verkündigungen am 4., 5. und 11. Juni

Trauung am 12ten Juni 1876

 

BRÄUTIGAM: Herr Arthur, Gundacker, Josef Freiherr von Suttner, k.k. Unteroffizier im Reservestande, ledig, katholisch, gebürtig von Wien, Pfarre Maria Rotunda, ehelicher Sohn des Herrn Karl Freiherrn von Suttner, Gutsbesitzers, und der Karolina geb. Knolz, beide katholisch und am Leben

→Vgl. Kapitel 3.1. (Eltern und Vorfahren)

→Vgl. Kapitel 4.2. (Geburtsadresse)

 

Adresse: Canovagasse Nr. 7 / über 6 Wochen laut (Wohnungs-)Zeugnis

→Vgl. Kapitel 4.3. (Wohnadresse zur Zeit der Trauung)

katholisch, 26 J., ledig

Geboren laut Taufschein am 25. Februar 1850

→Vgl. Kapitel 4.2. (Geburtsadresse und Taufeintragung)

 

BRAUT: Comtesse Gräfin Bertha Sofia Felicita Kinsky von Chinic und Settau (recte Tettau), ledig, katholisch, geb. von Prag, Pfarre St. Maria Schnee, eheliche Tochter des H. Grafen Franz Josef Kinsky von Chinic und Settau (recte Tettau), pensionierter k.k. Feldmarschalllieutenants, und der Sofie Wilhelmine geb. von Koerner, beide katholisch und selig

→Vgl. Kapitel 3.2. (Eltern und Vorfahren)

→Vgl. Kapitel 4.1. (Geburtsadresse)

 

Adresse: Webgasse 7 - über 6 Wochen laut (Wohnungs-)Zeugnis

→Vgl. Kapitel 4.7. (angebliche Wohnadresse der Braut in der Webgasse 7)

→Vgl. Kapitel  7.A (Aufenthaltsort der Braut vor der Trauung) und 7.B1 (Wohnungszeugnis) sowie 7.B2 (Trauzeugen)

katholisch, 33 J., ledig

Geboren laut Taufschein am 9. Juni 1843

→Vgl. Kapitel 4.1. (Geburtsadresse und Taufeintragung)

 

TRAUZEUGEN:

Ern(e)st Porndorfer, k.k. Rech(nungs) Revident, VI. Webgasse 7

Ferdinand Castaldo, Praesidialconcipist der k.k. privilegierten Kaiser Franz Josef Bahn, Ober Döbling, Hauptstraße Nr. 15 b

→Vgl. Kapitel 7.B2 (Trauzeugen)

 

Anmerkung: Bräutigam hat das Adelsdiplom vorge(ge)wiesen und den Verkündschein von der Pfarre St. Augustin beigebracht.

→Vgl. Kapitel 4.3. (Wohnadresse Wien I, Canovagasse 7)

 

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[5] Kapitel 2. Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky in der Pfarre Gumpendorf – Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 06., Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/02-45/?pg=76 (Zugriff: 15.08.2019)

 

 

Teil 1. Bräutigam und Braut –

ihre Familien und ihre Vorfahren sowie einige wichtige Wohnadressen

 

Es erschien sinnvoll, sich im Kapitel 2 mit der gesellschaftlichen Stellung der Eltern bzw. mit der adeligen Herkunft von Braut und Bräutigam zu beschäftigen, da Bertha ja später viele Schwierigkeiten damit begründete, dass sie vom Hochadel gemieden worden sei.

Die relativ intensive Beschäftigung mit den Wohnadressen ist dadurch zu begründen, dass diesbezüglich manche Irrtümer und Ungenauigkeiten existieren, die bei einzelnen Autoren auch zu falschen Folgerungen geführt haben.

 

Außerdem war es ein Ziel des Autors, durch genaue Recherchen eine größere Anschaulichkeit bezüglich der Wohnorte zu erzielen. Die Wohnadressen während des neunjährigen Auslandsaufenthaltes nach der Hochzeit mussten allerdings aus Zeitgründen ausgespart werden. 

 

 

Kapitel 3. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut

 

3.1. Die Familie des Bräutigams Arthur Gundacker (Gundaccar/Gundaker) Freiherr von Suttner

 

Die folgende Übersicht basiert auf den Angaben eines Wikipedia-Artikels. [6]

Das Adelsgeschlecht geht auf den kaiserlichen Leibarzt und Protomedicus Matthias Suttner zurück. Er wurde 1715 in den Ritterstand erhoben und 1727 unter die neuen niederösterreichischen Ritterstandsgeschlechter aufgenommen.

 

Als Stammvater der älteren Linie wird Vincenz von Suttner (1785 – 1827), Besitzer von Oberhöflein und der Feste Emmerberg, bezeichnet. Sein Sohn Gustav Ferdinand Daniel Ritter von Suttner (1826 – 1900) wurde 1867 in den Freiherrenstand erhoben. Weitere Besitzungen der älteren Linie: Herrschaften Kirchstetten, Mitterhof, Freyenthurn, Theras, Ebenfurth und Alt Prerau

 

Stammvater der jüngeren Linie war Ferdinand von Suttner (1786 – 1859). Bei seinem Sohn, der bei Wikipedia und in anderen Quellen als Karl Gundakar von Suttner (1821 – um 1900) bezeichnet wird, sollen mit Hilfe eines Stammbaumes von Geneanet [7] und aufgrund eigener Recherchen einige Daten ergänzt bzw. korrigiert werden.

 

In der Taufeintragung vom 15. März 1819 in der Pfarre Maria Rotunda [8] ist Karl als „Carolus Cajetanus Ferdinandus“ eingetragen.

Adresse: Alter Fleischmarkt 751 (→ Vgl. dazu Kapitel 4.2. / Geburtsadresse Arthur von Suttners)

Vater: Herr Ferdinand edler von Suttnern, n.ö. Landstand, Sohn des Herrn Vinzenz edeln von Suttnern, n.ö. Landstandes

Mutter: Frau Cajetana geborne edle v. Keßlern, Tochter des Herrn Paskal edeln v. Keßlern k.k. Hofagentens

Patin: Theckla Baronesse Moser

Anmerkung: Haustaufe, getraut den 17.ten May 1813 bei S. Stephan

 

Auch bei der Trauung am 25.01.1841 in der Pfarre St. Stephan [9] findet man beim Bräutigam dieselben Vornamen:

Bräutigam: Karl, Kajetan, Ferdinand Ritter v. Suttner, Herrschaftsbesitzer v. Harmannsdorf und Zogelsdorf u. n.ö. Landstand, geb. von Wien, Pf(a)r(re) der P.P. Dominicaner, des Hr. Ferdinand Ritters v. Suttner, Privatiers in Wien,

leb(end), u. der Frau Kajetana, geb. edl. v. Keßlern, sel(ig), ehel. Sohn

Wohnung: Stadtpfarre Stein, V.O.M.B.

katholisch, 21 Jahre (Anmerkung: den 15. März 1815 lt. Taufschein), ledig

Braut: Karoline Knolz, led. Stand., geb. von Wien, Pfr. in der Josephstadt, des Herrn Joseph Johann Knolz, k.k. n.ö. Regierungsraths, Sanitätsreferenten und Protomedicus, leb., und der Frau Anna Maria geb. Mistlberger, leb., ehel. Tochter

Wohnung: Pfarre St. Stephan, Kär(n)thnerstr. Nr. 1046 seit 4 Jahren lt. Z(eu)g(ni)ß

katholisch, 24 Jahre (Anmerkung: den 6. July 1816 l. T(au)fsch(ein)

 

Aus dieser Trauungseintragung geht eindeutig hervor, dass Karoline Knolz eine Bürgerliche war, dass also dieser Umstand keine Rolle für das Ansehen der Familie Suttner im Hochadel gehabt hat.

 

Karl von Suttner, Arthurs Vater, war k.k. Kämmerer und eine sehr angesehene Persönlichkeit. Er erbte von seinem Verwandten Daniel Karl Joseph Moser von Ebreichsdorf (1780 – 1839) dessen väterliche Herrschaft Harmannsdorf. 1848 beherbergte er den kaiserlichen Hof und in den folgenden Jahren die Mitglieder des Reichskriegsministeriums in seinem Schloss Zogelsdorf in der Nähe von Harmannsdorf. Er war Inhaber der „Freiherrlich von Suttner’schen Stein-, Kalk- und Ziegelgewerkschaft“ in Zogelsdorf. Von dort stammte der berühmte Zogelsdorfer Stein, der u.a.bei  verschiedenen Bauten der Ringstraße in Wien verwendet wurde. 1866 wurde Karl Gundakar von Suttner in den Freiherrnstand erhoben. [6]

https://de.wikipedia.org/wiki/Suttner_(Adelsgeschlecht)

 

Laut dem Stammbaum bei Geneanet ist Karl von Suttner im Alter von 79 Jahren am 15. September 1898 in Harmannsdorf verstorben. [7] Diese Angaben konnten vom Autor dieses Artikels nicht verifiziert werden.

 

Es ist jedenfalls bemerkenswert, dass bei Arthurs Vater Karl von Suttner ein Wechsel der Vornamen stattgefunden hat. Spätestens ab 1865 werden (auch) die Vornamen Karl Gundacker für ihn verwendet.

 

Erklärungsversuch 1:

Es könnte hier einen Irrtum bzw. eine Verwechslung gegeben haben. Das erste Kind von Karl von Suttner und Karoline Knolz, das am 22. Jänner 1842 in Wieden, KNR 899, geboren wurde und am 23. Jänner in der Pfarre St. Karl getauft wurde, hieß Karl Borr(omäus) Gundacker Josef Daniel.

Beim Vater ist lediglich der Vorname Karl vermerkt. [10]

 

Erklärungsversuch 2:

Es könnte einen Zusammenhang mit der Erhebung Karl von Suttners in den Freiherrnstand im Jahr 1866 gegeben haben.

Im Lehmann-Adressbuch von Wien wird bei Arthurs Vater in den Jahren 1859 bis 1864 entweder gar kein Vorname genannt oder nur „Karl“. Im Jahr 1865 ist er zwar nur einmal mit „Karl Gundacker“ genannt, mehrere weitere Eintragungen lauten auf „Karl“. Danach setzt sich aber „Karl Gundacker“ eindeutig durch. [11]

 

Im biographischen Lexikon von Wurzbach scheint man sich 1880 auf die aktuellen Angaben im Lehmann-Adressbuch verlassen zu haben, die Vornamen von der Taufe des Karl von Suttner von 1819 sowie von der Trauung von 1841 werden hier nicht verwendet. [12]

 

3.2. Die Familie der Braut Bertha Sofia Felicita Kinsky von Chinic (Wchinitz) und Tettau

 

Die folgende Übersicht basiert auf den Angaben eines Wikipedia-Artikels [13], aber auch auf den Ausführungen von Brigitte Hamann [14]

 

Die adelige Familie von Kinsky war ein uraltes böhmisches Adelsgeschlecht, das sich in den älteren gräflichen Zweig (von Chinic und Tettau) und den jüngeren fürstlichen Zweig spaltete.

 

Berthas Großvater Franz Ferdinand Hieronymus Joseph Kinsky von Wchinitz und Tettau (1738 – 1806) war mit Prinzessin Maria Christina Anna von und zu Liechtenstein (1741 – 1819) verheiratet. [15]

Berthas Vater Franz-Joseph Kinsky von Wchinitz und Tettau (1768-1843) stammte aus der gräflichen Linie, die eher in militärischen Diensten tätig war. 1834 heiratete er Sophie Wilhelmine von Körner (1815 – 1884), eine „nicht ebenbürtige“ Frau. [16]

 

Ob dies allerdings tatsächlich eine soziale Ächtung ausgelöst hat, wie es von Bertha von Suttner selbst und manchen Wissenschaftler empfunden oder gedeutet wurde, ist fraglich. War doch Arthur von Suttners Mutter eindeutig eine Bürgerliche, und das scheint keinen negativen Einfluss auf das Ansehen der Familie Suttner gehabt zu haben.

 

Bertha Sophia Felicita von Chinic und Tettau wurde am 9. Juni 1843 posthum in Prag geboren und am 20. Juni getauft. Der Vater, pensionierter k.k. Feldmarschallleutnant und wirklicher Kämmerer, war am 4. Januar 1843 mit 74 Jahren verstorben. [17]

  

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[6] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Wikipedia: Suttner (Adelsgeschlecht)

[7] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Geneanet / Stammbaum von Christoph Graf von Polier / Ferdinand Suttner

[8] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Taufeintragung des Karl von Suttner:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., Maria Rotunda, Taufbuch 01-03, 15.03.1819, Fol. 15, Scan 02-Taufe_0015:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-maria-rotunda/01-03/?pg=17

(Zugriff: 19.08.2019)

[9] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Trauungseintragung von Karl von Suttner und Karoline Knolz:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., St. Stephan, Trauungsbuch 02-087, 25.01.1841, Fol. 463, Scan 02-Trauung_0463:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-stephan/02-087/?pg=465 (Zugriff: 19.08.2019)

[10] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Taufeintragung von Karl Borromäus Gundacker von Suttner, geb. 1842:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 04., St. Karl, Taufbuch 01-12, 22./23.01.1842, Fol. 58, Scan 02-Taufe_0059:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/04-st-karl-borromaeus/01-12/?pg=61  (Zugriff: 19.08.2019)

[11] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Adolph Lehmann’s allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Handels- u. Gewerbe-Adressbuch für d. k.k. Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien u. Umgebung 1. Jahrgang (1859)-63. Jahrgang (1941/42)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbr/nav/classification/2576047 (Zugriff: 19.8.2019)

[12] Kapitel 3.1. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Konstant Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, 41. Teil, Wien 1880, S. 13 / Bild 19;

online: http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11642&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=19 (Zugriff: 19.8.2019)

[13] Kapitel 3.2. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Wikipedia: Kinsky

https://de.wikipedia.org/wiki/Kinsky (Zugriff: 19.8.2019)

[14] Kapitel 3.2. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 11 f.

[15] Kapitel 3.2. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Geni / öffentliche Profile / Franz Michael Joseph Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau

https://www.geni.com/people/Franz-Graf-Kinsky-von-Wchinitz-und-Tettau/6000000015491789474 (Zugriff: 19.08.2019)

[16] Kapitel 3.2. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut – Beatrix Kempf (Wien), Bertha von Suttner und die „bürgerliche“ Friedensbewegung. In: Friede – Fortschritt – Frauen. Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner auf Schloss Harmannsdorf, herausgegeben vom  Internationalen Bertha-von-Suttner-Verein (= Austria: Forschung und Wissenschaft – Philosophie, Bd. 7). Berlin 2007, S. 47

[17] Kapitel 3.2. Die adeligen Familien von Bräutigam und Braut –Geburts- und Taufeintragung von Bertha von Kinsky siehe Kapitel 4.1. (Geburtsadresse Bertha von Kinskys)

 

Kapitel 4. Einige wichtige Aufenthaltsorte bzw. Wohnadressen

im Leben von Arthur von Suttner und Bertha Kinsky von Chinic und Tettau, verehelichte Suttner

 

Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys

 

 

Sie wurde nicht, wie oft behauptet wird, im wunderschönen Palais Kinsky am Altstädter Ring in Prag geboren, sondern in Prag II, in einem Neustädter Haus mit der damaligen Konskriptionsnummer 697, sie wurde auch nicht in der Theinkirche, sondern in der Pfarre Maria Schnee getauft. [18]

 

Die Taufeintragung von Bertha von Kinsky in Praha II –Archiv Praha – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846, Fol. 176, Bild 193, 

geb. am 9. Juni 1843, getauft am 20. Juni 1843

 

Abb. 5a: Die Taufeintragung in Praha II – Archiv Prag – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846,

Fol. 176, Bild 193; linke Seite des Taufbuches mit den Angaben über die Getaufte und ihren verstorbenen Vater

 

Abb. 5b: Die Taufeintragung in Praha II – Archiv Prag – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846,

Fol. 176, Bild 193; rechte Seite des Taufbuches mit den Angaben über die Mutter und die Paten

 

Als Geburtsadresse des Kindes bzw. als Wohnadresse seiner Mutter wird 697 / 2 angegeben, das heißt: Konskriptionsnummer 697 in Prag II (= Neustadt).

Als Paten fungierten nicht hochadelige Persönlichkeiten, sondern „Babete Kralischek Kamermädchen“ und „Arthur Graf Kinsky Sohn des Tit. Franz Grafen Kinsky k.k. Feldmarschall Lieutenanten“, also der erst sechsjährige Bruder Berthas. Auch für sie wird die Konskriptionsnummer 697 im II. Bezirk, also in der Neustadt von Prag, angegeben.

 

Eine gewisse Verwirrung kommt bei manchen Forschern dadurch zustande, dass Bertha von Suttner in ihren Memoiren die Geburtsadresse weglässt und sich auch nicht auf das Geburts- und Taufbuch, sondern auf einen Taufschein (mit geänderter Orthografie) beziehen dürfte. [2]

 

Die tschechischen Wissenschaftler Milan Tvrdik [19] und Jana Hodurova [20] haben nachgewiesen, dass sich der Standort dieses Gebäudes Ecke Vodičkova ulice (früher: Wassergasse) / Ulice v Jame (früher: In der Grube bzw. Grubengasse) befunden haben muss.

 

Das Haus, das im Blog Prag aktuell von Konstantin Kountouroyanis an diesem Standort gezeigt wird, muss allerdings viel später erbaut worden sein; darauf weisen der Baustil und das Fehlen der alten Konskriptionsnummer 697 hin [21]. Normalerweise werden auf den Karten bei alten Häusern sowohl die alten Konskriptionsnummern als auch die modernen Orientierungsnummern angeführt. Dementsprechend sind an alten Gebäuden auch zwei Nummerntafeln angebracht.

Jana Hodurova schreibt ja auch, dass das Haus nach dem 1. Weltkrieg abgerissen wurde und dass in den Jahren 1920-1922 an dieser Stelle das Haus „U Novaku“ entstand. Die an dieser Stelle auf der Karte eingezeichnete Passage hat ebenfalls die Bezeichnung „U Novaku“. [20]

 

 

 

Abb. 6. Das Haus an der Ecke Vodičkova ulice (früher: Wassergasse) /

Ulice v Jame (früher: In der Grube bzw. Grubengasse) am Standort des

früheren Hauses Praha II / Nr. 697; Foto: Konstantin Kountouroyanis

 

Weder in Berthas Geburtseintragung noch in der Sterbeeintragung ihres Vaters vom 4. Jänner 1843 (Bertha wurde posthum ca. 5 Monate später geboren) findet man in der Adressangabe das berühmte Palais Kinsky.

Franz Joseph Graf Kinsky von Chinic und Tettau hatte mit seiner Familie bereits zur Zeit seines Ablebens in der Neustadt von Prag im Pfarrgebiet von Maria Schnee gewohnt.

 

In der Sterbeeintragung [22] wird als Adresse 18/2 angegeben, also Konskriptionsnummer 18 in Praha II (Neustadt), das wäre heute Jungmannova 5, nur wenige Gehminuten von der Geburtsadresse Berthas Praha II – 697 entfernt.

 

Abb. 7. Sterbeadresse von Franz Joseph Graf Kinsky von Chinic und Tettau in Prag II / Jungmannova 18 / 5

und Geburtsadresse Berthas in Praha II / Ecke Vodičkova – V Jámě

Mapire - Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster

 

 

Ihre Kindheit und Jugendzeit verlebte Bertha in Brünn beim Vormund, dem Landgrafen Friedrich Fürstenberg. Hier erhielt sie eine gute Ausbildung in Fremdsprachen und Musik und konnte sich durch Lektüre eigenständig weiterbilden.

Kapitel 5. Die adelige Gouvernante bei den Töchtern des Freiherrn Karl von Suttner

 

Der Zugang zu hochadeligen Kreisen blieb ihr verwehrt. Es handelte sich zum Teil um das Fehlen der Hoffähigkeit, da sie nicht auf mindestens 16 hochadelige Vorfahren in ununterbrochener Reihenfolge zurückblicken konnte [23]. Aber auch die Spielsucht der Mutter dürfte dazu beigetragen haben, dass sich Bertha von Kinsky gesellschaftlich isoliert fühlte. [24]

 

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[2] Kapitel 1. Einleitung – Bertha von Suttner, Memoiren, 1909

Textteil (ab S. 15): http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000015&zoom=2 (Zugriff: 20.08.2019)

[18] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys: Die Taufeintragung in Praha II – Archiv Praha – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846, Fol. 176, Bild 193

http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=E67630DA181F401BBC61C55517093EF8&scan=193#scan193 (Zugriff: 19.08.2019)

[19] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Suttner im Kon Text: Interdisziplinäre Beiträge zu Werk und Leben der Friedensnobelpreisträgerin. Hg.  Johann Georg Lughofer. 1974 – , Hg. Milan Trvdik, 1953 – , S. 135

[20] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Jana Hodurova, Život pro mir. Praha 2006, S. 11

[21] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Blog Prag aktuell von Konstantin Kountouroyanis / 1.2.2018 / unter „Feuilleton“

https://www.prag-aktuell.cz/blog/der-kampf-die-vermeidung-des-krieges-06022018-20576 (Zugriff: 19.08.2019)

[22] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Sterbeeintragung vom 4.8.1843 von Franz Joseph Graf Kinsky von Chinic und Tettau:

Archiv Prag – Praha II – Nové Město –  Kostel P. Marie Sněžné –  Archivalie PMS Z3 • 1831-1865 – Fol. 93 / Pag. 196 / Bild 98

http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=164B981A1B6E4749862096F7B4F563DE&scan=98#scan98 (Zugriff: 19.08.2019)

[23] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Martin Mutschlechner, Nur für Mitglieder – die Hoffähigkeit

online: https://www.habsburger.net/de/kapitel/nur-fuer-mitglieder-die-hoffaehigkeit (Zugriff: 19.08.2019)

[24] Kapitel 4.1. Geburtsadresse Bertha von Kinskys – Vgl. Hamann S. 15, S. 17-20 

 

 

Kapitel 4.2. Geburtsadresse von Arthur von Suttner

 

Geburts- und Taufeintragung von Arthur von Suttner in der Pfarre Maria Rotunda [25]:

 

Auszüge aus der Transkription:

 

Getauft den 25. Februar 1850, geboren den 20. um 3 Uhr Nachmittag

Adresse: Alterfleischmarkt Nro 707

Vornamen des Täuflings: Arthur Gundacker Joseph

Vater: H(err) Karl Ritter von Suttner, Herrschaftsbesitzer, k(atholischer) R(eligion), Sohn des H(errn) Ferdinand Ritter von Suttner, Privatier, u. der Fr(au) Kajetana, geb. Edle von Keßlern

Mutter: Fr(au) Karolina, geb. Knolz, k(atholischer) R(eligion), Tochter des H. Joseph Johann Knolz, k.k. n.ö. Regierungsrathes, u. der Anna Maria geb. Mißlberger

Anmerkung: Cop(uliert) l(aut) Schein bei Sct. Stephan den 25. Jänner 1841

 

Das Geburtshaus von Arthur hatte also im Jahr 1850 die Adresse Innere Stadt, Alter Fleischmarkt, Konskriptionsnummer 707, und gehörte zur Pfarre Maria Rotunda.

 

Zur Hausgeschichte:

Dieses Gebäude hatte den heutigen Standort Fleischmarkt 17 / Laurenzerberg 1

 

Die erste KNR (ab 1771) lautete Stadt / Nr. 704; als Zusatzangabe findet man in den HV „Alter Fleischmarkt“. Als Besitzer wird in den HV 1773 (Trattner) [26], HV 1779 (Ponty) [27] und HV 1786 (Fischer) [28] Freiherr (Joseph) von Penckler (Benckler) angeführt.

 

Zwischen 1786 und 1789 muss Vinzenz von Suttner das palaisartige Gebäude erworben haben, denn im HV 1789 (Hofer) [29] wird bereits er als Eigentümer angeführt.

 

Ab 1795 hatte das Haus die KNR 751.

Aus dem HV von 1796 [30] geht hervor, dass Vinzenz Suttner nicht mehr lebte und das dreistöckige Haus seinen Erben gehörte. Erst im HV 1816 (Gutjahr 1816) [31], also 20 Jahre später, wird mit Ferdinand von Suttner ein neuer Besitzer genannt.

 

Ab 1821 (HV Gutjahr 1821) [32] hatte das Haus die KNR 707 (Besitzer: Ferdinand von Suttner)

Bis zum HV 1847 [33] wird er als Eigentümer genannt. Im HV 1852 [34] scheint erstmals Karl Edler von Suttner, Arthurs Vater, als Eigentümer auf.

 

1862/63 wurden die KNR durch die Orientierungsnummern ersetzt. Das Haus hatte nun die Adresse I, Fleischmarkt 17, Identadresse Laurenzer-Berg 1

 

In Winklers Orientierungsplan von 1862 [35] wurde Karl, Ritter von Suttner noch als Hauseigentümer angeführt. Im HV 1869 (Czapek) [36] war das Haus nicht mehr im Besitz der Familie Suttner.

Neuer Eigentümer: Privatbeamten, - Witwen- und Waisen-Pensions-Instit.

 

Ein Planausschnitt aus dem Jahr 1837 – damals hatte das Haus die KNR 707 [37]:

 

 

Abb. 8. Das alte Palais Suttner mit KNR 707 auf einem Plan von Anton Ziegler aus dem Jahr 1837 [37].

Es lag an der Ecke zur Laurenzergasse, heutiger Standort: Fleischmarkt 17 / Laurenzerberg 1

 

Um 1900 wurde das frühere Palais Suttner, I., Fleischmarkt 17, von August Stauda fotografiert:

 

Eine Außenaufnahme und ein Bild vom Arkadenhof sollen zeigen, dass es sich um ein sehr beeindruckendes Gebäude gehandelt hat.

 

Abb. 9. Wien 1, Fleischmarkt 17;

Autor: August Stauda, 1899. Inv.-Nr. ST 8 F / ÖNB

 

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/9961761.jpg

(Zugriff: 20.08.2019)

Abb. 10. Wien 1, Fleischmarkt 17, Arkadenhof

Autor: August Stauda, Glasplatte 1901. Inv.-Nr. ST 9 F / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1876132.jpg

(Zugriff: 20.08.2019)


Das Haus wurde im Jahr 1909 abgerissen [38].

 

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[25] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – Geburts- und Taufeintragung von Arthur von Suttner in der Pfarre Maria Rotunda:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., Maria Rotunda, Taufbuch 01-04, Fol. 116, Bild 02-Taufe_0116

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-maria-rotunda/01-04/?pg=118 (Zugriff: 20.08.2019)

[26] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1773 (Trattner)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414498?zoom=2&lat=97&lon=565&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[27] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1779 (Ponty)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/409581?zoom=2&lat=1.92&lon=1197.84&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[28] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1786 (Fischer)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/413037?zoom=2&lat=501.784&lon=696.52&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[29] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1789 (Hofer]

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414498?zoom=2&lat=97&lon=565&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[30] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1796

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414561?zoom=2&lat=836.325&lon=998.257&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[31] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1816 (Gutjahr 1816) https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/413512?zoom=2&lat=440.0545&lon=1004.749&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[32] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV Gutjahr 1821

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/412615?zoom=2&lat=782.6765&lon=628.198&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[33] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1847

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/424062?zoom=2&lat=1736.328&lon=935.098&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[34] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1852

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/336714?zoom=2&lat=1124.96&lon=619.832&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[35] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – Winklers Orientierungsplan von 1862

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/352962?zoom=2&lat=192.92401&lon=768.59&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[36] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1869 (Czapek) https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/410935?zoom=2&lat=403.17515&lon=1378.70535&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[37] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – HV 1837 (Ziegler) Häuser-Schema der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien : mit Bezeichnung der Schilde, Gassen, Benennung der Haus-Eigenthümer, Eintheilung der Grundbuchsobrigkeiten, dann der Pfarr- und Polizei-Bezirke ; mit dem Grundrisse der inneren Stadt / hrsg. von Anton Ziegler. Wien 1837 – Kartenausschnitt:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/355998?zoom=5&lat=2826&lon=4676&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[38] Kapitel 4.2. Geburtsadresse Arthur von Suttners – Wien Geschichte Wiki: Fleischmarkt

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Fleischmarkt (Zugriff: 20.08.2019)

 

 

Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7

 

Die Angabe im Trauungsbuch  zur Wohnadresse des Bräutigams Arthur von Suttner lautet: „Canovagasse Nr. 7 / über 6 Wochen laut (Wohnungs-)Zeugnis“.

 

Die Canovagasse liegt im ersten Wiener Gemeindebezirk in der Nähe des Karlsplatzes. Canovagasse 7 / Identadresse Lothringerstraße 1 ist ein riesiges Eckhaus, das 1869 [39] oder 1870 [40] fertiggestellt  wurde. Das Gebäude wurde im Zuge der Stadterweiterung von Johann Romano und August Schwendenwein ungefähr zur gleichen Zeit wie das benachbarte Musikvereinsgebäude errichtet. [41]

 

Zwischen 1904 und 1912 wurde die Nummerierung der Lothringerstraße verändert: Auf dem Generalstadtplan 1904 [42] ist die Identadresse für das Eckhaus Canovagasse 7 noch Lothringerstr. 13, auf dem Generalstadtplan 1912 [43] jedoch Lothringerstr. 1.

 

Abb. 11. In der Mitte das Palais Suttner, links das Musikvereinsgebäude, rechts im Hintergrund das Konzerthaus.

Foto: Günter Oppitz (2019)

 

Die Familie Suttner hatte davor am Fleischmarkt gewohnt (Stadt, Konskriptionsnummer 707). Diese Adresse wird auch bei der Taufe des Arthur Suttner im Jahr 1850 (zuständige Pfarre 01., Maria Rotunda) angegeben.

Vgl. Kapitel 4.2. Geburtsadresse von Arthur von Suttner

 

Ab 1861 findet man unter den protokollierten Firmen im Adressbuch von Lehmann die Angabe:

„Gundacker Karl, Ritter von Suttner, Verwaltungsrath der ersten Wiener Immobiliengesellschaft“. [44]

An der Adresse Canovag. 7 scheint die Familie Suttner erstmals im Lehmann-Adressbuch des Jahres 1871 auf: [45]

 

 

SUTTNER

Abb. 12. Eintragung im Einwohnerverzeichnis des Lehmann-Adressbuchs für Wien 1871:

für Karl Gundaker, Freiherr von Suttner, Hausbesitzer von Canovag. 7

 

Karl Gundaker, Freiherr von Suttner, war also, wie die Abkürzung „E.“ verrät, der Eigentümer des Hauses Canovagasse 7.

Das Haus lag im Pfarrgebiet von St. Augustin, daher  erfolgte in der Anmerkungsspalte von Arthurs Trauung auch der Hinweis auf die Verkündigung in dieser Pfarre.

 

 

→ Kapitel 2. Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky in der Pfarre Gumpendorf 

 

Abb. 13. Palais Suttner, Eingang Canovagasse 7, Foto: Günter Oppitz (2019)

 

Das riesige Palais musste allerdings bereits wenige Jahre später verkauft werden:

Im Jahr 1877 [46] findet man im Lehmann-Adressbuch von Wien noch Karl Gundaccar von Suttner als Besitzer des Gebäudes Canovag. 7, im Jahr 1878 [47] scheint jedoch bereits Freifrau Anna Vranyczany- Dobrinovics als Eigentümerin auf.

 

Karl Gundaker Freiherr von Suttner hatte ab 1879 [48] zuerst sein „Absteigquartier“ (Formulierung lt. Lehmann) am Kärntnerring 16, später in der Krugerstr. 4.

 

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[39] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Canovagasse 7 → Architektur → Gebäudeinformationen → Allgemeines → roten Punkt bei „Canovagasse 7“ anklicken.  

[40] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – HV 1885 (Schlesinger Kataster 1885)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/408054?zoom=2&lat=1318.052&lon=1919.664&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[41] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Vgl. auch den Wehdornschen Baualtersplan Wien – Innere Stadt:

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Canovagasse 7 → Architektur → Gebäudeinformationen → Wehdornscher Baualtersplan Wien – Innere Stadt

[42] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Canovagasse 7 → Historische Stadtpläne → Generalstadtplan 1904

[43] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Canovagasse 7 → Historische Stadtpläne → Generalstadtplan 1912

[44] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Adolph Lehmann’s allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Handels- u. Gewerbe-Adressbuch für d. k.k. Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien u. Umgebung 1. Jahrgang (1859)-63. Jahrgang (1941/42)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2327273?query=Suttner&zoom=2&lat=2.3735&lon=1834.37&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

[45] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Lehmann-Adressbuch 1871

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2334737?query=Suttner&zoom=3&lat=6.72063&lon=2115.1833&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

[46] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Lehmann-Adressbuch 1877

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2344199?query=Suttner&zoom=3&lat=585.23437&lon=1987.30386&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

[47] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Lehmann-Adressbuch 1878

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2339283?query=Dobrinovics&zoom=3&lat=3&lon=816&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

[48] Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse 7 – Lehmann-Adressbuch 1879

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2345775?query=Suttner&zoom=2&lat=273.27302&lon=2150.82149&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

 

 

Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf

 

Arthurs Vater Karl Gundaccar von Suttner war auch Besitzer des Schlosses Harmannsdorf in Niederösterreich. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts erwarben bzw. erbten die Freiherren von Suttner das Anwesen von den Herren von Moser. [49] [50]

 

In diesem kleinen Kapitel sollen aber die Geschichte des Schlosses Harmannsdorf und die Besitzverhältnisse nicht näher erörtert werden. Es soll nur kurz skizziert werden, welche Rolle dieses Schloss im Leben von Arthur und Bertha von Suttner, geb. Kinsky gespielt hat. 

 

Abb. 14. Schloss Harmannsdorf. Foto: Günter Oppitz (20.07.2019)

 

Bertha von Kinsky lernte Harmannsdorf kennen, als sie 1873 ihren Dienst als Gouvernante und Gesellschafterin  bei der Familie Suttner antrat. Man verbrachte zwar viel Zeit in Wien im Palais, aber man freute sich sehr auf die Aufenthalte in Niederösterreich. [51] Besonders in der wärmeren Jahreszeit dürfte die Familie oft wochenlang bzw. den ganzen Sommer über in Harmannsdorf gewesen sein.

 

Eine Ausnahme bildete das Ausstellungsjahr 1873:

„In diesem ersten Sommer, weil es der Ausstellungssommer war, blieb die Familie bis Mitte Juli in der Stadt.  Erst dann wurde der Landaufenthalt, Schloß Harmannsdorf, bezogen. Für uns alle ein Fest, diese Übersiedlung, denn die Mädchen waren zehntausendmal lieber draußen als in Wien, ebenso die Söhne.“ [52]

An einer anderen Stelle der Memoiren heißt es:

„Das Leben, abwechselnd in Harmannsdorf und in Wien, war ja so glücklich. Besonders in Harmannsdorf bot es eine Kette von Freuden.“ Sie schwärmt von den Gästen zur Jagdzeit, von Aufführungen der Schlossbewohner im Theatersaal im Park, von Ernte- und Weinlesefesten, Ausflügen ins nahe Stockern und Eselwagenpartien. [53]

 

Als die Familie Suttner um 1877 ihr Palais in der Canovagasse 7 verkaufen musste, war der Familiensitz Schloss Harmannsdorf. Nach ihrer Rückkehr aus Georgien im Jahr 1885 von der 9-jährigen „Hochzeitsreise“ wohnten auch Arthur und Bertha von Suttner in diesem Schloss. [54]

 

Abb. 14a. Bertha von Suttner. Porträtfotografie mit eigenhändiger Unterschrift. Aufgenommen in Schloß Harmannsdorf.

Autor: Grillich, Ludwig, Datierung: 07.1892; Inventarnummer: Pk 4924 / ÖNB / Grillich

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/7618362.jpg (Zugriff: 03.09.2019)

 

Im Todesjahr Arthurs 1902 waren allerdings die finanziellen Schwierigkeiten so groß, dass auch dieser Besitz der Suttners versteigert wurde.

 

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[49] Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf – Harmannsdorf / Geschichte

online: http://www.schlossharmannsdorf.at/?page_id=17 (Zugriff: 20.08.2019)

[50] Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf – Wikipedia: Suttner (Adelsgeschlecht)

https://de.wikipedia.org/wiki/Suttner_(Adelsgeschlecht) (Zugriff: 20.08.2019)

[51] Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 32

[52] Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 126

 

 

 

Kapitel 4.5. Grand Hotel in Paris

 

→ Vgl. dazu Kapitel 6. Kurzer Aufenthalt bei Alfred Nobel in Paris

 

 

Abb. 15. „Le Grand Hotel“ in Paris. Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

 

 

Als Bertha von Kinsky ihre Stelle als Gouvernante im Hause Suttner aufgeben musste, weil ihre Beziehung zu Arthur, dem um 7 Jahre jüngeren Sohn der Familie Suttner, bekannt geworden war, wurde sie von dessen Mutter auf eine Annonce aufmerksam gemacht:
„Ein sehr reicher, hochgebildeter, älterer Herr, der in Paris lebt, sucht eine sprachenkundige Dame, gleichfalls gesetzten Alters, als Sekretärin und zur Oberaufsicht des Haushalts.“ [56]

 

Nach einem Briefwechsel mit diesem Herrn – es handelte sich um Alfred Nobel, den Erfinder des Dynamits – wurde vereinbart, dass Bertha nach Paris reisen sollte, um diese Stelle anzutreten.

„Herr Nobel kam mir zur Bahn entgegen und führte mich ins Grand-Hotel am Boulevard des Capucines, wo für mich Zimmer bestellt waren.[…] In sein kleines Palais in der Rue Malakoff konnte ich noch nicht einziehen, da der Trakt, den ich bewohnen sollte, erst tapeziert und eingerichtet wurde.“ [57]

 

Alfred Nobel, der sich in seinem Stellenangebot als „sehr reicher, hochgebildeter, älterer Herr“ vorgestellt hatte, war in Wirklichkeit erst 43 Jahre alt. Er suchte auf diese Weise offenbar auch eine Lebenspartnerin und hoffte wohl, die erwartete Dame durch die Reservierung von Zimmern im exklusiven Grand Hotel beeindrucken zu können.

 

Dieses Hotel, das heute zur Intercontinental-Gruppe gehört, war erst 1862 eröffnet worden. Auf der Homepage des Intercontinental - Paris Le Grand wird die Begeisterung von Kaiserin Eugenie (Gemahlin Kaiser Napoleons III) über dieses Hotel dokumentiert:

„The Empress Eugenie in person inaugurated the Grand Hôtel on May 5, 1862. After taking a tour of the hotel, she exclaimed: “This reminds me of home! I feel like I am in Compiègne or Fontainebleau.” [58]

Übersetzung:

„Am 5. Mai 1862 wurde das Grand Hotel von Kaiserin Eugenie persönlich eröffnet. Nach einem Rundgang durch das Hotel rief sie aus: Das erinnert mich an zu Hause! Ich fühle mich, als wäre ich in Compiègne oder in Fontainebleau.”

 

Auf der Website des Hotels befindet sich auch ein historisches Foto des Grand Hotel, auf dem auch ein Teil der Oper zu sehen ist:

 

 

Abb. 16. Historisches Foto: Links das Le Grand Hotel in Paris, rechts ein Teil der Oper

Foto: Intercontinental. Paris Le Grand. https://parislegrand.intercontinental.com/en/history/ (Zugriff: 21.08.2019)

 

Abb. 17. Das Grand Hotel aus einer ähnlichen Perspektive, leider im August 2019 eingerüstet.

Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

 

 

Das Paris Le Grand liegt zwar zum Teil am Boulevard des Capucines, der Eingangsbereich ist aber in der Rue Scribe 2.

 

 

Abb. 18. Tafel an einer Seite des Paris Le Grand

Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

 

 

Abb. 19. Eingangsbereich in der Rue Scribe 2 

Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)


Abb. 20. Grand Hotel – Eingangsbereich des Paris Le Grand in der Rue Scribe - Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

 

Aus urheberrechtlichen Gründen soll für den herrlichen Ballsaal nur ein Link angegeben werden. [59]

 

Ein zufälliges, aber dennoch bemerkenswertes Detail im Zusammenhang mit dem Aufenthalt Bertha von Kinskys im Grand Hotel: Die spätere Friedensnobelpreisträgerin wohnte in einem Gebäude, in dem es ein Café de la Paix („Friedens-Café“) bzw. ein Restaurant de la Paix („Friedens-Restaurant“) gab bzw. immer noch gibt. [60]

 

Abb. 21. Rechts das Grand Hotel mit dem Café de la Paix („Friedens-Café“) bzw. dem Restaurant de la Paix („Friedens-Restaurant“) an der Ecke. Foto: Gemeinfrei. Grand Hotel at Place de l'Opera, c. 1890. Scanned from A Photographic Trip Around the World, John W. Illiff & Co., Chicago, 1892. Copyright expired. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paris1890s1.jpg

 

Bedeutung des 8-tägigen Aufenthalts im Paris Le Grand:

 

Im Grand Hotel in Paris wohnte Bertha von Kinsky zwar nur wenige Tage, aber es war jener Ort, wo sie sich, als Alfred Nobel kurzfristig nach Stockholm verreisen musste, endgültig für Arthur von Suttner entschied. Dass ihr äußerst schwierige Zeiten bevorstanden, dass sie damit auf ein Leben an der Seite eines reichen, hochgebildeten und sehr angesehenen Mannes verzichtete, dürfte bei ihrem Entschluss, nach Wien zurückzukehren, kaum eine Rolle gespielt haben – die Sehnsucht nach Arthur war größer. [61]

 

Alfred Nobels kleines Palais in der Rue Malakoff:

 

„In sein kleines Palais in der der Rue Malakoff konnte ich noch nicht einziehen, da der Trakt, den ich bewohnen sollte, erst tapeziert und eingerichtet wurde.“ [62]

 

Wie dieses Palais ausgesehen hat, soll anhand einer Abbildung auf der Website The Nobel Prize gezeigt werden:

 

 

 

 

 

Abb. 22. Foto von der Website THE NOBEL PRIZE;

Alfred Nobel’s house in Paris on Avenue Malakoff. NobelPrize.org. Nobel Media AB 2019. Mon. 12 Aug 2019.

https://www.nobelprize.org/alfred-nobel/alfred-nobels-house-in-paris-on-avenue-malakoff-2/ (Zugriff: 12.08.2019)

 

 

Ein weiteres Bild auf dieser Website kann leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden, daher wird nur mit einem Link darauf verwiesen. [63]

 

Leider ist der ehemalige Standort dieser Villa nicht mit Sicherheit bekannt. 


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[56] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 131

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000131&zoom=2 (Zugriff: 21.08.2019)

[57] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 132

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000132&zoom=2 (Zugriff: 21.08.2019)

[58] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Hotelwebsite von Intercontinental. Paris Le Grand, 2 rue Scribe Paris 75009

https://parislegrand.intercontinental.com/en/history/ (Zugriff: 21.08.2019)

[59] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Link zu einem Bild des Ballsaals im Paris Le Grand:

https://www.google.com/search?q=Le+Grand+Hotel+Paris&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjundHczJTkAhXkAxAIHaTRC48Q_AUIESgB&biw=1920&bih=937#imgdii=Tq0VS5I_kUhZkM:&imgrc=L4npUJ4yKitzwM: (Zugriff: 21.08.2019)

[60] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Vgl. Wikipedia - Café de la Paix

https://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_de_la_Paix (Zugriff: 21.08.2019]

[61] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 132

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000134&zoom=2 (Zugriff: 21.08.2019)

[62] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 132

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000132&zoom=2 (Zugriff: 21.08.2019)

[63] Kapitel 4.5. Paris, Grand Hotel – Link zum Bild von Svenolov Ehrén:

https://www.nobelprize.org/alfred-nobel/alfred-nobels-house-in-paris/  (Zugriff: 21.08.2019)

 

 

 

Kapitel 4.6. Hotel Metropole in Wien

 

Dieses Hotel wurde – nach der Demolierung der Stadtmauer – im Jahr 1873 von den Architekten Carl Schumann und Ludwig Tischler anlässlich der Weltausstellung erbaut. [64] 

Das folgende Foto dürfte kurz nach der Errichtung des Gebäudes entstanden sein – es wird mit „1870er-Jahre“ datiert.

 

Abb. 23. Hotel Metropol Vienna. Anonym - Welt ausstellen. Schauplatz Wien 1873. Herausgeber Technisches Museum Wien,

ISBN 3-902183-10-1. Gemeinfrei - https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6055260 (Zugriff: 22.08.2019)

 

Der kurze Aufenthalt Bertha von Kinskys in diesem Hotel spielte in ihrem Leben insofern eine große Rolle, als er am Beginn der Phase der Geheimhaltung zwischen Rückkehr und Hochzeit stand und weil die damit verbundenen Ereignisse Wesenszüge der späteren Friedensnobelpreisträgerin deutlich machen.

 

In einer theaterreifen Inszenierung verlief hier das Wiedersehen mit Arthur nach ihrer Rückkehr aus Paris. In ihren Memoiren schildert sie die Szene sehr genau.

„Ich hatte meine Ankunft nicht angesagt – überraschen wollte ich. Von der Eisenbahn fuhr ich in ein Hotel; schickte ein Billettchen in die Canovagasse, worin ich mit verstellter Schrift den Herrn Baron Artur bat, in das Hotel Metropole, Zimmer Nr. 20, zu kommen, wo eine Dame aus Paris ihm eine Botschaft der Gräfin Bertha zu überbringen hatte.“ [65]

Hier fand der völlig überraschte Arthur Bertha vor. Spontan wurde beschlossen, heimlich zu heiraten. [66]

 

Das Treffen mit Arthur offenbart einen Hang zur Theatralik, die ausgefeilte Darstellung der Szene beweist schriftstellerische Fähigkeiten, der Verlauf der Handlung und der Stil der Schilderung sind von Impulsivität und starken Emotionen geprägt. Bertha von Kinsky war eine Frau, die immer wusste, was sie wollte, und die das Geschehen auch so wiedergab, wie sie es in Erinnerung hatte, wie sie es gerne gehabt hätte oder wie es sich im Lauf der Jahre bei ihr festgesetzt hatte.

Bertha von Suttner stellt die Szene so dar, als könnte sie sich noch beim Schreiben der Memoiren an jedes Wort des Dialogs erinnern. Über präzise zeitliche Angaben lässt sie den Leser aber im Unklaren. Der genaue Zeitpunkt ihrer Rückkehr ist allerdings unbekannt. Sie hat bei der Paris – Reise kein Datum genannt, und auch das Datum der Rückkehr nach Wien ist unbekannt.

 

 

Ein Foto dieses Hotels in Wien I., Morzinplatz 4, aus dem Jahr 1924 erweckt einen freundlichen, romantischen Eindruck.

 

Abb. 24. Wien 1, Morzinplatz 4. Durchblick vom Morzinplatz gegen die Salztorgasse. Im Vordergrund Hotel Metropol.

Körperschaft: Verlag P. Ledermann Wien, Glasplatte 1924, Inventarnummer 270699 D / ÖNB 

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1876559.jpg (Zugriff: 22.08.2019)

 

Das Hotel Metropole erlangte jedoch nach dem „Anschluss“ traurige Berühmtheit. Ab 1938 war das Gebäude Gestapo-Leitstelle. Hier fanden täglich zahllose Verhöre statt, hier wurden viele Häftlinge gefoltert und physisch und psychisch misshandelt. 1945 brannte das Gebäude ab und wurde wenige Jahre später völlig abgerissen. [67]

 

Am Standort des früheren Hotel Metropole, I., Morzinplatz 4, wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts der Leopold-Figl-Hof errichtet [68], gegenüber der Front zum Morzinplatz, also vor dem Eingang des ehemaligen Hotel Metropole, wurde von der Stadt Wien 1985 ein Mahnmal für die Gestapo-Opfer auf dem Morzinplatz errichtet. [69]

 

Abb. 25. Leopold-Figl-Hof in Wien I., Morzinplatz 4, früherer Standort des Hotel Metropol,

von der Marienbrücke aus aufgenommen – Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 26. Leopold-Figl-Hof in Wien I., Morzinplatz 4, früherer Standort des Hotel Metropol,

Front des neuen Gebäudes Richtung Morzinplatz –

Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 27. Mahnmal für die Gestapo-Opfer auf dem Morzinplatz – Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

 

 

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[64] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Wikipedia: Hotel Métropole

https://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_M%C3%A9tropole (Zugriff: 22.08.2019)

[65] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 135

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000135&zoom=2 (Zugriff: 22.08.2019)

[66] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 136

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000136&zoom=2 (Zugriff: 22.08.2019)

[67] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Wikipedia: Hotel Métropole

https://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_M%C3%A9tropole (Zugriff: 22.08.2019)

[68] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Wien Geschichte Wiki: Leopold-Figl-Hof

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Leopold-Figl-Hof (Zugriff: 22.08.2019)

[69] Kapitel 4.6. Hotel Metropole – Wikipedia: Hotel Métropole

https://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_M%C3%A9tropole (Zugriff: 22.08.2019)

 

 

Kapitel 4.7. Webgasse 7 oder Lundenburg?

 

Abb. 28. Das Haus Wien 6., Webgasse 7, in dem Bertha von Kinsky, später verehelichte Bertha von Suttner,

angeblich (laut Wohnungszeugnis) im Jahr 1876 in den Wochen vor der Trauung wohnte – Foto: Günter Oppitz (24.01.2019)

 

Als Wohnadresse Bertha von Kinskys in den letzten 6 Wochen vor der Trauung wird in der Kirchenbucheintragung Webgasse 7 angegeben.

→ siehe Kapitel 2. Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky in der Pfarre Gumpendorf).

Es bestehen jedoch Zweifel, dass die Braut jemals hier gewohnt hat.

→ Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung. Geheimhaltung der bevorstehenden Hochzeit.

 

Zur Hausgeschichte:

 

Das Gebäude wurde 1860 (lt. HV 1905 / Kataster Lenobel [70] und Salzberg 1929 [71]) oder 1861 (lt. Kataster von Schlesinger 1885 [72a]) errichtet, war also zur Zeit der Trauung praktisch ein Neubau.

In Winkler’s Orientierungsplan von 1863 werden Josef Neu und Henriette Mang als Besitzer angegeben. [72b] Josef Neu war ein Seidenzeugmacher, der im Jahr 1873 hier auch seinen Firmensitz hatte. [73]

Lt. HV von Smöch war Josef Neu im Jahr 1875 immer noch Hausbesitzer von Webgasse. Es gab damals in diesem Haus 9 Wohnungen. [72c]

 

Das Erscheinungsbild des Hauses Webgasse 7 im Jahr 2019:

Das Haus ist offenbar in den vergangenen Monaten renoviert worden – Fassade und Dachgeschoßausbau. Im Jänner 2019 ist die Fassade rechts unten noch nicht ganz fertig. Im August 2019 wird immer noch gearbeitet.

 

Es handelt es sich um dasselbe Gebäude wie im Jahr 1876 (Jahr der Trauung von Bertha von Kinsky, verehelichte von Suttner).

 

Argumente für diese Behauptung:

1) Bei Dehio wird das Gebäude auch als „frühhistoristisches Zinshaus“ eingestuft. [74]

2) In den vorhandenen Häuserverzeichnissen, auch in jenem aus dem Jahr 1929 von Salzberg, wird auf ein Gebäude aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts verwiesen. (Siehe oben, „Hausgeschichte“)

3) Zwei Fotos aus dem Inneren des Hauses, vor allem die Anlage des Stiegenhauses, zeigen, dass es sich um kein Gebäude aus dem 20. Jahrhundert handelt, sondern um jenes, das 1860 oder 1861 errichtet wurde.

 

Abb. 29. Wien 6., Webgasse 7, Stiegenhaus –

Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)

 

 

Abb. 30. Wien 6., Webgasse 7, Hausflur –

Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)

 


4) Vor allem aber die alte KNR 613, die rechts von der Orientierungsnummer noch immer vorhanden ist und die bis 1862 noch gültig war, beweist, dass es sich beim Haus Webgasse 7 noch immer um dasselbe Gebäude handelt, das kurz vor Einführung der Orientierungsnummern im Jahr 1862 hier stand.

 

Abb. 31. Wien 6., Webgasse 7. Neue Orientierungsnummer „Web-Gasse“ 7 (ab 1863) und alte Konskriptionsnummer Gumpendorf 613

(als Relikt aus der Entstehungszeit des Gebäudes 1860 oder 1861) – Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)

 

Die Konskriptionsnummer Gumpendorf 613 ist übrigens im HV 1861 (Ziegler) noch nicht zu finden; hier reichen die Konskriptionsnummern von Gumpendorf „nur“ bis 605. [75] In der Vergleichungstabelle 1863 jedoch wird die alte KNR 613 in der Schmidgasse (das war der frühere Name der Webgasse) und die neue Orientierungsnummer Webgasse 7 für dieses Gebäude angeführt. [76]

 

→ Die Angabe „Bauperiode 1919-1945“ bei den Hausinformationen von www.wien.gv.at ist also nicht richtig. [77]

 

 

 

Warum bestehen Zweifel, dass Bertha von Kinsky jemals an der Adresse Webgasse 7 gewohnt hat?

 

1) Bertha von Suttner selbst gibt in ihren Memoiren an, dass sie sich in den Wochen oder Monaten nach ihrer Rückkehr aus Paris bei einer Familie in Lundenburg (heute Břeclav) versteckt gehalten hat. Leider ist nicht bekannt, welche Familie ihr damals Quartier gegeben hat. [78]

 

2) Sie hat die Gegend in Mariahilf, im 6. Wiener Gemeindebezirk, in der sie angeblich mindestens sechs Wochen lang gewohnt hat, offenbar überhaupt nicht gekannt. Darauf deutet auch ihre Verwechslung von „Gumpendorf“ mit „Gumpoldskirchen“ hin. [78]

 

Da die angegebene Wohnadresse Webgasse 7 in Zusammenhang mit der Geheimhaltung der Hochzeit steht, werden diesbezügliche Fragen, u. a. die vorgeschriebene Vorlage eines Wohnungszeugnisses, im Kapitel 7 ausführlich behandelt.

 

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[70] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – HV 1905 (Kataster Lenobel 1905)

Häuser-Kataster der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : verfasst auf Grund des vom k. k. Oesterr. Finanz-Ministerium und der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Quellenmaterials / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien: Lenobel 1905

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/814908 (Zugriff: 22.08.2019)

[71] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – HV 1929 (Salzberg)

Häuser-Kataster der Bundeshauptstadt Wien. Bd. III (5., 6. und 7. Bezirk) Wien 1929.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1792271?zoom=2&lat=0.5105&lon=1677.952&layers=B

(Zugriff: 23.08.2019)

[72] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – HV 1885 (Schlesinger)

Kataster der Reichs-Haupt- und Residenzstadt Wien : Handbuch für Ämter, Advocaten, Architekten, Baumeister, Bauunternehmer, Credit-Institute, Hausbesitzer, Kapitalisten, Notare etc.; mit Plänen der zehn Bezirke Wiens vollständig neu bearbeitet unter der Leitung des Wiener Stadtbauamtes / verf. von Jos. Schlesinger. Wien: Lechner 1885.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/408054?zoom=2&lat=1318.052&lon=1919.664&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

[73] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – Handels- und Gewerbe-Adressbuch des österreichischen Kaiserstaates: enthaltend: die sämmtlichen, nach dem neuen mit 1. Juli 1863 ins Leben getretenen Handelsgesetze erfolgten Eintragungen in die Einzeln- und Gesellschafts-Register mit Angabe der Procuraführer, der Ehepacten und der ..., Leopold Kastner, Rudolph Machan 1873, S. 73

Österreichische Nationalbibliothek, digit. 2. März 2016

https://books.google.at/books?id=hqNmAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

(Zugriff: 22.08. 2019)

[74] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – DEHIO-HANDBUCH WIEN, II. bis IX. und XX. Bezirk. 2., unveränderte Auflage, Verlag Berger, Horn/Wien 2014, S. 271

[75] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – HV 1861 (Ziegler)

Neuester Wiener Häuser-Schema für das Jahr 1861 : kaiserl. königl. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien mit sämmtlichen Vorstädten, eingetheilt in acht kaiserliche königliche Polizei-Bezirke mit Angabe der Haueigenthümer etc. etc. nebst colorirten Grundrissen zur leichtfaßlichen Auffindung der Straßen und der mit Nummern bezeichneten Gebäude / entworfen und hrsg. von Anton Ziegler. [Wien] : Selbstverl. Ziegler : J. B. Wallishausser, 1861

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/349698?zoom=2&lat=1679.896&lon=1469.842&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

[76] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – Vergleichungs-Tabelle der alten und neuen Hausnummern der Stadt Wien und deren Vorstädte. Wien : Förster und Bartelmus, 1863

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/344404?zoom=2&lat=1449.22&lon=1393.3&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

[77] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Webgasse 7 → Architektur → Gebäudeinformationen → Allgemein → roten Punkt bei „Webgasse 7“ anklicken.

[78] Kapitel 4.7. Webgasse 7 – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 136

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000136&zoom=2 (Zugriff: 23.08.2019)

 

 

 

Kapitel 4.8. Übergangswohnung Heugasse 20

 

Brigitte Hamann schreibt über die Zeit nach Arthurs Tod im Jahr 1902: „Bertha bezog notdürftig eine kleine Wohnung in der Heugasse 20 in Wien.“ [79]

 

Die damalige Heugasse ist heute die Prinz-Eugen-Straße. Die Umbenennung von Heugasse in Prinz-Eugen-Straße erfolgte erst 1911. [80] Heugasse 20 befand sich am heutigen Standort Prinz-Eugen-Straße 18.

 

Abb. 32a. Wien 4., Prinz-Eugen-Straße 18 (früher: Heugasse 20) – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

 

Das Palais Albert Rothschild samt dem seitlich Richtung Innenstadt abschließenden Gebäude hatte 1905 die Adresse Heugasse 22 – 24 [81a], heute wäre das der Standort Prinz-Eugen-Straße 20-22. [81b] Bei Heugasse 20 es sich also um das Nachbarhaus des Palais Albert Rothschild.

 

Abb. 32b. Palais Albert Rothschild; 1904: Heugasse 24 (nicht 26!); Von unbekannter Fotograf - Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts –

Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung (2. Band), herausgegeben vom Österreichischen Architekten-Verein,

Verlag von Gerlach & Wiedling, Wien, 1906, Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4477666 (Zugriff: 27.08.2019)

 

 

Es dürfte allerdings keine engeren Kontakte Bertha von Suttners zur Familie Rothschild gegeben haben.

Am 22.2.1903 schreibt sie – in der Hoffnung auf eine großzügige Spende für die Friedensbewegung – bei ihrem Aufenthalt in Monaco in ihr Tagebuch: „Am 28. wird Rothschild erwartet, derselbe, den ich vor vierzig Jahren in Homburg kannte. Das ist interessant. Werde ihn utilisieren.“ Nach der Schilderung Brigitte Hamanns fiel die Spende für die Friedensbewegung allerdings ziemlich bescheiden aus. [82]

 

Im imposanten Palais Rothschild wurde 1938 die „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ eingerichtet, eine Organisation, die von Adolf Eichmann zur Vertreibung und Deportation  der jüdischen Bevölkerung ins Leben gerufen wurde. Nach dem Krieg überließ Louis Rothschild das Palais der Republik Österreich, und 1955 wurde es schließlich abgerissen. Heute befindet sich hier die Zentrale der Arbeiterkammer. [83]

 

Das Nachbarhaus, das 1883 vom Architekten Alois Maria Wurm-Arnkreuz erbaut wurde und in dem Bertha von Suttner einige Monate gewohnt haben soll, steht dagegen noch heute. Dehio fasst drei Gebäude zu Nr. 14 – 18 zusammen und bezeichnet sie als „großen, aus drei Einzelhäusern bestehenden späthistorischen Mietshausblock“. [84]

 

Abb. 32c. Wien 4., Prinz-Eugen-Straße 14-18 (früher: Heugasse 18, 18a, 20) – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

 

Bei den Gebäudeinformationen des Stadtplans von Wien wird als Hausname für Prinz-Eugen-Straße 14, 16 und 18 „ehemaliges Schwarzenbergisches Zinshaus“ angegeben. [85] Im Häuserkataster von Schlesinger von 1885 ist tatsächlich Fürst Johann Adolf Schwarzenberg als Besitzer von Heugasse 20 verzeichnet. [86] Im Jahr 1905 wird Adolf Josef Fürst von Schwarzenberg auch bei zwei Nachbarhäusern als Eigentümer genannt. [87]

 

Abb. 32d. Prinz-Eugen-Straße 18, ein „ehem. Schwarzenberg’sches Zinshaus“, heute Botschaft von Paraguay – Eingangsbereich;

Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

 

Über dem Eingang von Prinz-Eugen-Straße 18, früher Heugasse 20, prangt das Wappen der Familie Schwarzenberg:

 

Abb. 32e. Wappen der Familie Schwarzenberg über dem Eingangstor von Prinz-Eugen-Straße 18. Foto: Günter Oppitz (26.08.2019)

 

Bei diesem Haus wirkt auch der Gangbereich der 2. Stiege sehr nobel. Wie groß die Wohnungen waren, lässt sich allerdings nicht sagen.

 

Abb. 32f. Prinz-Eugen-Straße 18, 2. Stiege / Gangbereich – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

  

In diesem Zusammenhang soll auf die sehr interessante und informative Website „ALBERT MILDE, kaiserlicher und königlicher Hof-Kunst-Bauschlosser und Eisenkonstrukteur zu Wien“ verwiesen werden, die von seinem Urenkel erstellt wurde. Darin wird über Leben und Wirken jenes Handwerkers und Künstlers informiert, der u.a. auch die Fürstlich Schwarzenberg’sche Häusergruppe (damals Heugasse 18, 18a und 20) mit Schmiedearbeiten ausstattete. [88] Ein Blick von der Hauseinfahrt durch die Glasscheiben auf das Stiegenhaus lässt die Kunstfertigkeit des Albert Milde erahnen.

 

Abb. 32g. Prinz-Eugen-Straße 18, 1. Stiege / Aufgang – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

 

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[79] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Brigitte Hamann, Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden, Wien, Christian Brandstätter Verlag 2. Auflage 2016, Kapitel 9 („Menschlich-Allzumenschliches“), S. 199

[80] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Wikipedia: Liste der der Straßennamen von Wien / Wieden

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Wieden (Zugriff: 23.08.2019)

[81] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Vgl. https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Prinz-Eugen-Straße 18 → Historische Stadtpläne → Generalstadtplan 1904 (Überblendung mit dem aktuellen Stadtplan)

[82] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Brigitte Hamann, Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden, Wien, Christian Brandstätter Verlag 2. Auflage 2016, Kapitel 9 („Menschlich-Allzumenschliches“), S. 205

[83] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Wien Geschichte Wiki: Rothschildpalais (4, Prinz-Eugen-Straße 20-22)

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Rothschildpalais_(4,_Prinz-Eugen-Stra%C3%9Fe_20-22) (Zugriff: 23.08.2019) 

[84] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Kapitel 4.8. Heugasse 20 – DEHIO-HANDBUCH WIEN, II. bis IX. und XX. Bezirk. 2., unveränderte Auflage, Verlag Berger, Horn/Wien 2014, S. 187

[85] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Prinz-Eugen-Straße 18 → Architektur → Gebäudeinformationen → Allgemein → roten Punkt bei „Prinz-Eugen-Straße 18“ anklicken → „Detailinformation“ anklicken

[86] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – HV 1885 (Schlesinger)

Kataster der Reichs-Haupt- und Residenzstadt Wien : Handbuch für Ämter, Advocaten, Architekten, Baumeister, Bauunternehmer, Credit-Institute, Hausbesitzer, Kapitalisten, Notare etc.; mit Plänen der zehn Bezirke Wiens vollständig neu bearbeitet unter der Leitung des Wiener Stadtbauamtes / verf. von Jos. Schlesinger. Wien: Lechner 1885.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/408282?zoom=2&lat=1669.211&lon=1942.474&layers=B

(Zugriff: 23.08.2019)

[87] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – HV 1905 (Kataster Lenobel)

Häuser-Kataster der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : verfasst auf Grund des vom k. k. Oesterr. Finanz-Ministerium und der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Quellenmaterials / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien: Lenobel 1905

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815032?zoom=2&lat=2820.117&lon=1971.794&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

[88] Kapitel 4.8. Heugasse 20 – Website „ALBERT MILDE, kaiserlicher und königlicher Hof-Kunst-Bauschlosser und Eisenkonstrukteur zu Wien“, online: https://www.albertmilde.com/index.html , Artikel über die Schwarzenberg’sche Häusergruppe:

https://www.albertmilde.com/deu/schwarzengruppe.html (Zugriff: 23.08.2019)

 

 

Kapitel 4.9. Wohnung in Wien I, Zedlitzg. 7

 

Abb. 33. Wohn- und Sterbehaus von Bertha von Suttner in den Jahren 1903 bis 1914: Wien I, Zedlitzgasse 7  

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

 

Aus dem Meldezettel, der im Wiener Stadt- und Landesarchiv aufbewahrt wird, geht hervor, dass Bertha von Suttner ab dem 27. August 1903 bis zu ihrem Tod am 21. Juni 1914 in der Zedlitzgasse 7 angemeldet war.

Als „Frühere Wohnung“ wird Harmannsdorf in Niederösterreich genannt. Die Übergangswohnung in Wien IV, Heug. 20, wo Bertha von Suttner einige Monate nach Arthur von Suttners Tod verbrachte (vgl. Kapitel 4.8.) wird nicht erwähnt. Möglicherweise war die Nobelpreisträgerin dort nie angemeldet. [89]

 

Abb. 34. Wiener Stadt- und Landesarchiv, Meldezettel: Bertha von Suttner, geboren 09.04.1843

Vollansicht Einzelstück 2.5.1.4.K11. CC BY-NC-ND 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de / Quelle: WStLA

 

 

Das Haus Zedlitzg. 7 wurde 1892 (lt. HV 1905 von Lenobel / [90]) oder 1893 (lt. HV 1927 von Salzberg / [91]) erbaut. Mit den Identanschriften Stubenbastei 2 und Wollzeile 36 (heute: Kabarett Simpl) gehört es zu einem riesigen Gebäudekomplex, der auch die Nummern Stubenbastei 4 und Wollzeile 38 (heute: Restaurant Plachutta) umfasst. 

 

Abb. 35. Generalstadtplan 1904 mit Überblendung durch die aktuelle Karte:

Zedlitzgasse 7. Der Gebäudekomplex wird von der Zedlitzgasse, der Stubenbastei und der Wollzeile umschlossen.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Zedlitzgasse 7 → Historische Stadtpläne → Generalstadtplan 1904

 

(Überblendung mit dem aktuellen Stadtplan)

 

Die Bezeichnung Zedlitzgasse gibt es seit ungefähr 1865. Vorher hieß die Gasse Jakoberhof. [92]

Bis zum Abbruch der Basteien lag der Standort des Vorgängerhauses des heutigen Gebäudes Zedlitzgasse 7 knapp innerhalb der Befestigungsmauern. Daran erinnert die heutige Straßen-bezeichnung „Stubenbastei“ – so wurden die Wiener Stadtmauern in diesem Bereich fallweise genannt, die 1862 abgebrochen wurden. [92]

Auf dem Stadtplan 1858 ist gut erkennbar, wie nahe das alte Haus mit der KNR 796 an den Befestigungsmauern lag. 

 

Abb. 36. Stadtplan 1858 mit Überblendung durch die aktuelle Karte:

Das Haus Innere Stadt / KNR 796, Standort des späteren Gebäudes Zedlitzg. 7 // 

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Zedlitzgasse 7 → Historische Stadtpläne → Stadtplan 1858 

(Überblendung mit dem aktuellen Stadtplan)

 

 

 

Abb. 37a. Berta Gräfin von Kinski (Berta von Suttner). Bildnis in ihrer Wohnung mit geöffnetem Buch, dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Werk "Die Waffen nieder". Autor: Winkler, Otto; Technik: Schwarz-Weiß-Abzug; Datierung: 1910;

Inventarnummer: Pf 3437:C(11) /ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/20117798.jpg (Zugriff: 03.09.2019)

 

Falls man einen Hinweis finden will, dass Bertha von Suttner ca. 11 Jahre im Haus Zedlitzgasse 7 gewohnt hat und auch hier gestorben ist, muss man eventuell etwas Geduld aufbringen, um den Hausflur betreten zu können. Hier wurden zwei Gedenktafeln angebracht, die obere offenbar zur 100-Jahr-Feier anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises.

 

 

Abb. 37b. Gedenktafeln für Bertha von Suttner im Hausflur ihres Wohn- und Sterbehauses Wien I, Zedlitzg. 7 - 

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

 

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[89] Kapitel 4.9. Zedlitzg. 7 – Wiener Stadt- und Landesarchiv, Meldezettel: Bertha von Suttner, geboren 09.04.1843

Vollansicht Einzelstück 2.5.1.4.K11. CC BY-NC-ND 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de / Quelle: WStLA

[90] Kapitel 4.9. Zedlitzgasse 7 – HV 1905 (Kataster Lenobel)

Häuser-Kataster der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : verfasst auf Grund des vom k. k. Oesterr. Finanz-Ministerium und der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Quellenmaterials / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien: Lenobel 1905

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/814950?zoom=2&lat=2821.073&lon=1811.56&layers=B (Zugriff: 24.8.2019)

[91] Kapitel 4.9. Zedlitzgasse 7 – HV 1927 (Salzberg)

Häuser-Kataster der Bundeshauptstadt Wien. Bd. I (1. und 2. Bezirk) Wien 1927.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1791760?zoom=2&lat=1694.8965&lon=1493.359&layers=B (Zugriff: 24.8.2019)

[92] Kapitel 4.9. Zedlitzgasse 7 – Wikipedia: Liste der Straßennamen von Wien / Innere Stadt

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Innere_Stadt (Zugriff: 24.8.2019)

 

 

Teil 2 - Vier Abschnitte im Leben der späteren Nobelpreisträgerin

Bertha von Suttner, geb. Kinsky

 

In den folgenden vier Kapiteln 5 – 8 sollen vier unterschiedlich lange Phasen im Leben der Bertha von Suttner, geb. Kinsky, beschrieben werden. Während im Teil 1 zahlreiche grundlegende, allerdings auch sehr detaillierte  Informationen über die Familien von Bräutigam und Braut zusammengetragen wurden, die manche Angaben in der Trauungseintragung verständlich machen, sollen in den folgenden vier Kapiteln bestimmte darin angeführte Details, aber auch die im ersten Teil erläuterten Adressen mit bestimmten Ereignissen im Leben des Bräutigams, vor allem aber der Braut, in Zusammenhang gebracht werden.

 

Eine besondere Funktion hat das Kapitel 7, in dem versucht wird, manche Widersprüche zwischen Kirchenbucheintragung und Memoiren zu klären bzw. der Wahrheit etwas näherzukommen.

 

 

In den eher erzählerischen Kapiteln 5, 6 und 8 werden auch manche Charakterzüge angedeutet. 

 

 

Kapitel 5. Als adelige Gouvernante bei den Töchtern des Freiherrn Karl von Suttner

 

Dass Bertha von Kinsky eine gute Ausbildung erhielt, verdankte sie vor allem ihrem Vormund, Landgraf Friedrich Fürstenberg. Er, der möglicherweise in die Witwe Sophie von Kinsky, Berthas Mutter, verliebt war, ermöglichte seinem Mündel in Brünn eine grundlegende Ausbildung in mehreren Sprachen und in Musik. [93]

Vor allem als Sängerin hatte Bertha große Ziele, die sich allerdings bald als unerreichbar herausstellten. 1866 starb der Vormund und hinterließ Bertha und ihrer Mutter ein beträchtliches Vermögen, das Sophie von Kinsky jedoch bald verspielte.

Eine längere Beziehung zwischen Bertha und einer adeligen, begüterten Persönlichkeit ergab sich nicht. Die Hindernisse dafür, die Bertha in den Memoiren angab:

1) Wegen der Herkunft der Mutter (nur niederer Adel) wurden Bertha und ihre Mutter vom Hochadel gemieden.

→ vgl. Kapitel 3.2. Familie der Braut

2) Die Spielsucht von Berthas Mutter war allgemein bekannt.

3) Manchmal wurden Berthas Vorstellungen bezüglich der Männer nicht erfüllt, sodass die Beziehungen schon bald wieder zu Ende waren. [94]

 

1873, als das ererbte Vermögen der Mutter und die Erbschaft von Landgraf Friedrich von Fürstenberg aufgebraucht waren, entschloss sich Bertha von Kinsky, selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nahm eine Stelle als Gouvernante und Gesellschafterin für die 4 Töchter des Freiherrn Karl von Suttner an. Ihre Voraussetzungen dafür: großes Wissen durch ständige Lektüre, Beherrschung von drei Fremdsprachen und beachtliche Fähigkeiten im Klavierspiel und im Gesang. [95]

 

Aufenthaltsorte in den etwas mehr als zwei Jahren im Dienst der Familie Suttner: das Palais in der Canovag. 7 und Schloss Harmannsdorf in Niederösterreich

vgl. Kapitel 4.3. Palais Suttner in der Canovagasse

vgl. Kapitel 4.4. Schloss Harmannsdorf

 

Doch in der Familie Suttner gab es auch drei Söhne. Bertha verliebte sich in den um sieben Jahre jüngeren Arthur, und als dessen Mutter von der Beziehung erfuhr, bot Bertha freiwillig an, das Haus zu verlassen, da mit einer Heiratseinwilligung nicht zu rechnen war. [96]

 

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[93] Kapitel 5. Als adelige Gouvernante – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 15.

[94] Kapitel 5. Als adelige Gouvernante – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 25.

[95] Kapitel 5. Als adelige Gouvernante – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 31.

[96] Kapitel 5. Als adelige Gouvernante – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 35.

 

6. Kurzer Aufenthalt bei Alfred Nobel in Paris und heimliche Rückkehr nach Wien

siehe Kapitel 4.5. Grand Hotel in Paris

 

.) Erste Begegnung von Bertha von Kinsky und Alfred Nobel in Paris

 

Arthurs Mutter machte Bertha nach der Lösung des Dienstverhältnisses immerhin auf eine Zeitungsannonce aufmerksam, die Bertha von Kinsky entgegen den gesellschaftlichen Regeln selbst beantwortete. Sie selbst stellte – auch durch einen nachfolgenden Briefwechsel, der leider nicht erhalten ist – den Kontakt zu jenem Herrn her, der eine Dame „als Sekretärin und zur Oberaufsicht des Haushalts“ suchte. Es handelte sich um Alfred Nobel, den Erfinder des Dynamits und späteren Stifter des Nobelpreises. [97]

 

Schließlich reiste Bertha nach einem tränenreichen Abschied von Arthur nach Paris.

Nobel holte sie vom Bahnhof ab, brachte sie in ihr Hotel (ihre Räume in Nobels Palais waren noch nicht fertig) und führte täglich stundenlange Gespräche mit ihr. [98]

 

Nach acht Tagen musste er plötzlich verreisen. Während seiner Abwesenheit erfuhr Bertha, dass Arthur wegen der Trennung völlig verzweifelt war, und da auch sie sich heftig nach dem Geliebten sehnte, hinterließ sie Nobel eine kurze Abschiedsmitteilung, verkaufte ein Diamantkreuz aus dem Erbe von Landgraf Friedrich von Fürstenberg, bezahlte mit dem Erlös die Hotelrechnung und fuhr mit dem nächsten Zug nach Wien.

 

Dass Bertha „nicht freien Herzens“ war, hatte Nobel zwar gewusst. Aber er hatte darauf gehofft, dass Bertha seinen Rat befolgen und den Kontakt mit Arthur abbrechen würde. [99]

 

.) Weitere Kontakte zwischen Alfred Nobel und Bertha von Suttner

 

Die kurze Romanze in Paris wurde für Alfred Nobel zu einer großen Enttäuschung. Aber diese hinderte ihn nicht, in den folgenden Jahrzehnten Bertha von Suttner in ihren Friedensbestrebungen äußerst großzügig zu unterstützen und in ihren Zielen zu bestärken. [100]

Zwei persönliche Treffen sollen herausgehoben werden:

1886 oder 1887 besuchte das Ehepaar Suttner Alfred Nobel während eines mehrwöchigen Paris-Aufenthalts in der Rue Malakoff. [101a]

1892 traf sich Nobel mit dem Ehepaar Suttner anlässlich eines Kongresses in Bern. Nobel spendete großzügig, wurde dadurch Mitglied der „Österreichischen Friedensgesellschaft“, äußerte sich skeptisch über die Friedensbewegung und wies Vorwürfe wegen der Dynamitproduktion zurück. [101b]

 

.) Der Nobelpreis

 

Aber die Beziehung zwischen Bertha von Suttner und Alfred Nobel reichte über seinen Tod hinaus.

Nobel starb im Jahr 1896 unverheiratet und kinderlos. Er hatte veranlasst, dass nach seinem Tod 94% seines Gesamtvermögens einer Stiftung zugeführt wurden. Die jährlichen Zinsen sollten als Preise in fünf Gebieten vergeben werden: Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Frieden. Zum ersten Mal wurden diese Auszeichnungen und finanziellen Zuwendungen im Jahr 1901 verliehen, im Jahr 1905 erhielt Bertha von Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis. [102]

 

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[97] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 131 f.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000131&zoom=2 (Zugriff: 24.08.2019)

[98] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 131 f.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000132&zoom=2 (Zugriff: 24.08.2019)

[99] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 134 f.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000134&zoom=2 (Zugriff: 24.08.2019)

[100] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 44, 95, 106, 113, 116, 186.

[101] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 171.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000171&zoom=2 (Zugriff: 24.08.2019)

[102] Kapitel 6. Bei Alfred Nobel in Paris – Wikipedia: Alfred Nobel

https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Nobel (Zugriff: 24.08.2019)

 

 

 

7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung.

    Geheimhaltung der bevorstehenden Hochzeit.

 

→ siehe auch Kapitel 4.6. Hotel Metropole in Wien

→ siehe auch Kapitel 4.7. Webgasse 7 oder Lundenburg?

 

Nach dem Treffen mit Arthur in einem Wiener Hotel und dem Beschluss, heimlich zu heiraten, wollte man verhindern, dass die Familie Suttner etwas von Berthas Rückkehr aus Paris erfuhr. Arthurs Aufgabe war es, die Trauungsvorbereitungen zu treffen und alles Nötige zu organisieren.

 

A. Aufenthaltsort der Braut Bertha von Kinsky in den Wochen bzw. Monaten vor der Trauung

 

In ihren Memoiren schreibt Bertha von Suttner darüber:

„Der Plan ward ausgeführt. Niemand durfte etwas von meiner Rückkunft aus Paris erfahren; ich versteckte mich auf einige Wochen bei einer Familie in Lundenburg, sehr liebe Menschen.“ [103]

Es gibt zwar keine Belege für diesen Aufenthalt, der Name der Asylgeber ist nicht bekannt; aber es besteht kein Grund, an dieser Angabe zu zweifeln.

 

In einem gewissen Widerspruch dazu steht allerdings die Adressangabe der Braut in der Trauungseintragung:

„Webgasse 7 über 6 Wochen lt. (Wohnungs-) Zeugnis“.

→ siehe Trauungseintragung / Kapitel 2

→ siehe Kapitel 7. B1- B4 / Trauungszeugnis, Trauzeugen, Trauungspriester, Trauungspfarre

 

B. Organisation der Trauung durch Arthur:

Suche nach einer Trauungspfarre und einem Trauungspriester, Beschaffung eines Wohnungszeugnisses für die Braut bzw. Bestellung der Aufgebote, Suche nach Zeugen

 

Darstellung der Ereignisse durch Bertha von Suttner selbst in ihren Memoiren:

 

„…der Meine (…) besorgte unterdessen das Aufgebot, verschaffte sich vertraute, verschwiegene Zeugen, brachte alles Erforderliche: Papiere, Reisegeld Gepäck u.s.w. in Ordnung.“ [103]

 

B1. Beschaffung eines Wohnungszeugnisses in einem bestimmten Pfarrgebiet

 

Voraussetzung für die Trauung in einer bestimmten Pfarre war die Vorlage eines Wohnungszeugnisses mit einer Adresse aus diesem Pfarrgebiet oder die Ermächtigung zur Durchführung der Trauung in einer beliebigen Pfarre durch die Wohnpfarre des Bräutigams oder der Braut.

 

Arthur von Suttner musste einen Priester finden, der die Trauungszeremonie in seiner Pfarre durchführte und der bereit war, eine Wohnadresse für die Braut einzutragen, die in seinem Pfarrbezirk lag.

 

In diesem Zusammenhang soll auf Kapitel 4 des Artikels „Trauungen in der Wiener Pfarre Mariahilf in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ auf der Homepage von Günter Oppitz hingewiesen werden, wo die Frage nach Wohnadressen zum Zeitpunkt der Trauung bzw. nach der Bedeutung von Wohnungszeugnissen für die Trauungseintragung thematisiert wird. [104]

 

Der genaue Wortlaut im „Praktischen Handbuch über das in Ehesachen der Katholiken zu beobachtende Verfahren, nach dem Ehegesetze vom 8. Oktober 1856“:

 

„Die Vornahme des Trauungsactes kommt demjenigen Seelsorger zu, in dessen Pfarrsprengel beide Brautleute, oder auch nur eines derselben wohnen. Im letzteren Falle, d. i., wenn die Brautleute unter verschiedene Pfarrbezirke gehören, bleibt es der Wahl der Brautleute überlassen, ob sie sich von dem Pfarrer des Bräutigams oder jenem der Braut copuliren lassen wollen, weil jeder dieser Seelsorger über den seinem Pfarrsprengel gehörigen Theil pfarrliche Iurisdiction ausübet. Gewöhnlich ist es, die Ehe vor dem Pfarrer der Braut zu schließen.“ [105]

 

Die Wohnungszeugnisse, die vorzulegen waren, dienten als Beleg dafür, dass die Pfarrer berechtigt waren, die Amtshandlung, die ja auch Rechtsgültigkeit hatte, in ihrem Pfarrbezirk durchzuführen.

In einem Hofkammerdekret und in den Regierungsverordnungen aus dem Jahr 1827 wird festgehalten, dass „der angeordneten Beibringung dieser Zeugnisse lediglich die Absicht zum Grunde liegt, daß der Pfarrer bei Anmeldung der Brautleute wegen des Aufgebotes in den Stand gesetzt werde, hieraus mit Grund beurtheilen zu können, ob ihm diese Amtshandlung nach der ihm in seinem Pfarrbezirke eingeräumten geistlichen Jurisdiction auch zustehe, oder nicht“ und dass „sonach diese Zeugnisse nicht so sehr zum Nutzen und Vortheile der Parteien, als vielmehr zum Behufe der öffentlichen Ordnung und zur Bedeckung der Amtshandlung der Pfarrer dienen…“ [106]

 

Die Pfarre St. Augustin, in deren Sprengel das Palais Suttner lag, kam dafür nicht in Frage, da Arthurs Eltern von dieser Hochzeit leicht hätten erfahren können.

 

Bei der Braut, Bertha von Kinsky, wird in der Trauungseintragung als Wohnadresse „Webgasse 7 / über 6 Wochen laut (Wohnungs-)Zeugnis“ angegeben. Sie erfüllte lt. Wohnungszeugnis also die Voraussetzungen dafür, dass die Trauung in der Pfarre Gumpendorf stattfinden konnte.

→ siehe Trauungseintragung im Kapitel 2

 

Prinzipiell gab es bezüglich der Wohnungszeugnisse eine Regierungs-Verordnung vom 30. August 1822, Zahl 41,207:

„An die k.k. Polizey-Ober-Direction, das fürsterzbischöfliche Consistorium und den Magistrat in Wien.

Gelegentlich des schon mehrmahl wahrgenommenen Umstandes, daß die von den Hauseigenthümern ausgefertigten Zeugnisse über den Aufenthalt und die Wohnung ihrer Parteyen, zum Behufe der Aufgebothe, unrichtige Angaben erhalten, wodurch leicht ungültige Ehen veranlaßt werden können, hat die Regierung zur Beseitigung dieses wesentlichen Nachtheiles für zweckmäßig befunden, die gesammten Pfarrer inner den Linien Wiens, durch das fürsterzbischöfliche Consistorium anweisen zu lassen, daß sie von Personen, die sich bey ihnen zur Vornahme der Aufgebothe melden, wenn sie ihnen unbekannt sind, von den k.k. Polizey-Bezirks-Directionen bestätigte Wohnungs-Zeugnisse abfordern sollen; indem die besagten Directionen am besten im Stande sind, die Wahrheit der in solchen Zeugnissen vorkommenden Angaben zu prüfen und zu bestätigen.“ [107]

 

Anmerkungen zum Text dieser Verordnung in Hinblick auf die Trauungseintragung in der Pfarre Gumpendorf vom 12. Juni 1876:

.) Es ist nicht klar, ob diese Verordnung aus dem Jahre 1822 im Jahr 1876 überhaupt noch Gültigkeit hatte.

.) Es ist nicht bekannt, ob dieses Wohnungszeugnis für die Braut durch die Polizei-Bezirks-Direktion bestätigt wurde.

.) Es ist nicht auszuschließen, dass P. Odilo Kopp den Besteller des Aufgebotes, Arthur von Suttner, als ihm bekannte Persönlichkeit einstufte, die keine Bestätigung (für die Braut) durch die Polizei-Bezirks-Direktion benötigte. Einerseits war die Familie Suttner in Wien sehr bekannt. Es soll aber in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass Arthur von Suttner im Schottengymnasium im Jahr 1868 maturiert hatte:
Zahl: 35 / Name: Freiherr von Suttner Arthur, Gundacker / Geburtsort: Wien / Note: reif / Gewähltes Berufstudium: Rechtswissenschaft [108]

Immerhin war P. Odilo Kopp ein Kapitularpriester des Schottenstiftes.

→ siehe Kapitel 7.B3

 

B2. Die Trauzeugen

  

Einer der Trauzeugen jedoch wohnte sogar an der angeblichen Wohnadresse der Braut, in der Webgasse Nr. 7. Ernest Porndorfer  war sogar (u.a. 1876) in Lehmann‘s Adressbuch von Wien eingetragen. [109]

 

Abb. 38. Eintragung von Ernst Porndorfer an der Adresse VI., Webgasse 7 im Jahrgang 1876 des Lehmann-Adressbuches von Wien

 

 

Die Identität der Adresse der Braut und des Trauzeugen Ernest Porndorfer lässt es als denkbar erscheinen, dass dieser gegenüber dem Pfarrer als Wohnungsgeber aufgetreten ist. Möglicherweise hat sich der Trauungspriester mit einem von der Polizei-Bezirks-Direktion nicht überprüften schriftlichen Wohnungszeugnis eines Wohnungsmieters oder gar nur mit der mündlichen Versicherung des „verschwiegenen Zeugen“ zufrieden gegeben.

 

B3. Der Trauungspriester

 

Über den Trauungspriester schreibt Bertha von Suttner in ihren Memoiren:

„…in einer Seitenkapelle sprach uns ein uralter Priester zusammen. Wir waren Mann und Frau.“ [110]

Es handelte sich, wie auch in der Trauungseintragung zu lesen ist, um den damaligen Pfarrer von Gumpendorf, Pater Odilo Kopp.

 

→ siehe Trauungseintragung im Kapitel 2

 

.) Einige Daten über diesen Priester:


Er wurde am 15. Mai 1796 zu Koppein in Böhmen geboren, gleichzeitig mit dem nachmaligen Prälaten Sigmund Schultes am 30. Oktober 1819 als Novize eingekleidet und erhielt am 7. Jänner 1821 die Priesterweihe. [111] 
Er war Benediktiner im Schottenstift in Wien. [112] Vom 19. Juni 1838 bis 1852 [113] war er Pfarrverweser in Waitzendorf. [114] Von 1852 bis 1862 war er Pfarrer der Pfarre Gaweinsthal. [115]

 

.) Als Pfarrer in Gumpendorf:

 

Die Großpfarre Gumpendorf unterstand ab dem Mai 1571 lehensweise und ab dem Oktober 1678 vollständig bis zum Jahr 1945 dem Benediktinerstift „Unsere Liebe Frau zu den Schotten“ in Wien. [116] Als Benediktinerpater aus dem Schottenstift war P. Odilo Kopp von 1863 [117] bis zu seinem Tod 1897 [118] Pfarrer der Pfarre Gumpendorf. Am Sonntag, den 8. Jänner 1871 feierte er sein 50-jähriges Priesterjubiläum in der Pfarre Gumpendorf. [111]

 

Die Sterbeeintragung:

 

P. Odilo Kopp, „fürsterzb(ischöflicher) geistl(icher) Rath“ und „Pfarrverweser zu Gumpendorf“ starb am 20. 2. 1879 im Alter von 82 Jahren in Wien VI, Brückengasse (= Pfarrhof Gumpendorf) an Lungentuberkulose. [118]

 

 

Zusammenfassung:

 

P. Odilo Kopp, im Jahr 1876 Pfarrer von Gumpendorf, war zum Zeitpunkt der Trauung von Arthur von Suttner und Bertha von Kinsky tatsächlich schon sehr alt: 79 Jahre.

Er war jedenfalls ein sehr geschätzter Geistlicher – darauf deutet einerseits die Beschreibung „der beliebte Herr Odilo Kopp“ in der Reihe der Pfarrverweser von Waitzendorf hin [114], andererseits die Verehrung des Kooperators und späteren Privatdozenten für Philosophie in Innsbruck, des manchmal recht streitbaren Güntherianers Vinzenz Knauer, der ihm „eng verbunden war und ihm eine Hymne zu einem Jubiläum widmete.“ [117]

 

Ob P. Odilo Kopp über die „Heimlichkeit“ der Hochzeit informiert war und über manche formale Probleme hinweggesehen hat, kann nicht gesagt werden. Es scheint allerdings seinem Naturell entsprochen zu haben, die Hilfe für Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befanden, in den Vordergrund zu stellen.

 

B4. Pfarre Gumpoldskirchen oder Pfarre Gumpendorf?

 

Darstellung der Ereignisse durch Bertha von Suttner selbst in ihren Memoiren:

 

„Das Glück wollte uns wohl; von dem Aufgebot in einer entlegenen Vorstadtkirche kam der Familie nichts zu Ohren – und eines schönen Morgens, es war am 12. Juni 1876, fuhr ich, im Reisekleid und Hut, zur Gumpoldskirchner Pfarrkirche; mein Verlobter erwartete mich dort mit seinen und meinen Zeugen, und in einer Seitenkapelle sprach uns ein uralter Priester zusammen. Wir waren Mann und Frau.“ [110]

 

Abb. 39a. Aufgang zur Seitenkapelle der Pfarrkirche Gumpendorf von der Brückengasse aus. Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

 

Abb. 39b. Zugang zur Seitenkapelle in der Pfarrkirche Gumpendorf links vorne. Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

 

Bertha von Kinsky hat in der Pfarre Gumpendorf geheiratet, nicht, wie sie selbst angibt, in Gumpoldskirchen.

Ein Irrtum, der auf dem ähnlichen Klang der Ortsnamen beruht, aber auch darauf, dass sie als Braut die Kirche vorher überhaupt nicht kannte, dass sie das Gotteshaus am Tag der Trauung zum ersten Mal sah. Hätte sie tatsächlich sechs Wochen lang in dem als Wohnadresse angegebenen Haus Webgasse Nr. 7 gewohnt, hätte sie die Kirche sehr gut gekannt, denn sie liegt nur etwa 290 Meter (Fußweg: vier Minuten) von diesem Haus entfernt.

 

 

Abb. 39c. Karte aus dem HV 1775 (Smöch) –

Entfernung zwischen Brückengasse 5 (Gumpendorfer Pfarrkirche) und der angeblichen Wohnadresse der Braut, Webgasse 7 

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/341752?zoom=5&lat=1298.75656&lon=2112.45675&layers=B

(Zugriff: 25.08.2019)

 

Abb. 39d. Pfarrkirche Wien 06., Gumpendorf. Ganz links auf dem Foto jene Seitenkapelle, in der das Brautpaar getraut wurde

Foto: Günter Oppitz (13.03.2019)

 

 

Spätestens zu jenem Zeitpunkt, als die Braut „im Reisekleid und Hut“ zur Trauung erschien, muss P. Odilo Kopp gewusst haben, dass bei dieser Hochzeit besondere Umstände vorlagen.

 

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[103] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 136.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000136&zoom=2 (Zugriff: 25.08.2019)

[104] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Homepage von Günter Oppitz, online: www.guenteroppitz.at

Artikel „Trauungen in der Wiener Pfarre Mariahilf in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ / Kapitel 4

https://www.guenteroppitz.at/kirchenb%C3%BCcher-matriken/trauungen-in-mariahilf-1850-1900-vollversion/  (Zugriff: 25.08.2019)

[105] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Ehegesetze 1856

Praktisches Handbuch über das in Ehesachen der Katholiken zu beobachtende Verfahren, nach dem Ehegesetze vom 8. Oktober 1856, verfasst von Wilhelm Schöller und Fr. J. Schopf, Pest 1857, digitalisiert : ÖNB 9.6.2016, S. 104, § 100

https://books.google.at/books?id=E85oAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q=%C2%A7%20100&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

[106]  Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Gesetzessammlung 1831

Sammlung der Gesetze für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Ens, Band 38, k.k. Hof- u. Staats-Aerarial-Dr., Wien 1831, S. 240; Digitalisat: ÖNB 13.4.2015

https://books.google.at/books?id=SLthAAAAcAAJ&pg=PA903&lpg=PA903&dq=Wohnungszeugnis+Trauung&source=bl&ots=-fgUtX120l&sig=8CMusUdr9sm9DlVVy7B3_3lNwLg&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiypsWW4-3ZAhVDJJoKHUmSB6kQ6AEIOTAD#v=onepage&q&f=false  S. 240 (Zugriff: 25.08.2019)

[107] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Sammlung der Gesetze für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Ens, Band 33, Verlag k.k. Hof- und Staats-Aerarial-Dr., 1826, S. 709f.

Original von Österreichische Nationalbibliothek, digitalisiert 13. April 2015

https://books.google.at/books?id=F7phAAAAcAAJ&pg=PA710&dq=Wohnungs-Zeugnis&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjB3tCtpYfkAhWrw4sKHa37AnsQ6AEILTAB#v=onepage&q=Wohnungs-Zeugnis&f=false S. 709 f. (Zugriff: 25.08.2019)

[108] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – ÖNB-ANNO, Jahresbericht Schottengymnasium Wien 1869 / Teil 7 / Schulnachrichten / S. 71

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=jsg&datum=1869&page=77&size=45 (Zugriff: 25.08.2019)

[109] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Lehmann-Adressbuch von Wien 1876: Eintragung von Ernst Porndorfer an der Adresse VI., Webgasse 7

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2342700?query=Porndorfer&zoom=3&lat=2056.66651&lon=1927.56577&layers=BT (Zugriff: 25.08.2019)

[110] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Bertha von Suttner, Memoiren 1909, S. 136.

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000136&zoom=2 (Zugriff: 25.08.2019)

[111] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Wiener Kirchenzeitung. Für Glauben, Wissen, Freiheit und Gesetz in der katholischen Kirche. Hg. von Drd. Albert Wiesinger, 24. Jahrgang 1871, Nr. 3, vom Samstag, 21. Jänner 1871, Beilage, S. 44;

Original von Österreichische Nationalbibliothek, digit. 25. Februar 2014

https://books.google.at/books?id=loxbAAAAcAAJ&pg=PA44&dq=Odilo+Kopp+Gumpendorf&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjj_oi6-rjgAhUPxYsKHWcNCIUQ6AEIMjAC#v=onepage&q=Odilo%20Kopp%20Gumpendorf&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

[112] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Vgl. Homepage der Pfarre Gaweinsthal / Pfarrteam / Bisherige Pfarrer  - Benediktiner-Patres aus dem Schottenstift

www.pfarre-gaweinstal.at/pfarrergw.html (Zugriff: 25.08.2019)

[113] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Letzte Trauungseintragung von P. Odilo Kopp in der Pfarre Waitzendorf: 20.04.1852, lt. Matricula Online, Erzdiözese Wien, Trauungsbuch 02-02 der Pfarre Waitzendorf, Fol. 94

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/waitzendorf/02-02/?pg=96 (Zugriff: 25.08.2019)

[114] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Honorius L. Kraus, Denkbuch der Pfarre und Kirche zum heiligen Laurenz im Schottenfelde: als Beitrag zur kirchlichen Topographie und als Ehrenbuch der vorzüglichen Wohltäter dieser Kirche : mit einem Anhange: Das Stift Schotten. Verlag bei den P.P.Mechitaristen. Wien 1839, S. 130

Original: Bayerische Staatsbibliothek, digitalisiert: 24. Oktober 2008

https://books.google.at/books?id=zY4DAAAAcAAJ&pg=PA130&lpg=PA130&dq=Odilo+Kopp&source=bl&ots=FiLOEbERSP&sig=ACfU3U3EkRcystCUU_6pRaqp_C1V0ye-XA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjNsJfS9rjgAhXMBBAIHcPBAJ0Q6AEwAXoECAgQAQ#v=onepage&q=Odilo%20Kopp&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

[115] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Homepage der Pfarre Gaweinsthal / Pfarrteam / Bisherige Pfarrer  - Benediktiner-Patres aus dem Schottenstift

www.pfarre-gaweinstal.at/pfarrergw.html (Zugriff: 25.08.2019)

[116] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Helmut Heinisch+, Die Geschichte der Pfarre Gumpendorf

http://sme019621.utawebhost.at/pfarre-gumpendorf.at/index.php/unsere-pfarre/geschichte-unserer-pfarre (Zugriff: 25.08.2019)

[117] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Vgl. Christine Mann, Zwischen Tradition und Moderne: der Güntherianer Vinzenz A. Knauer (1828-1894) auf der Suche nach Wahrheit in Freiheit (= Band 14 von Religion, Kultur, Recht, ISSN 1611-938X. Verlag Peter Lang, 2010, S. 96

https://books.google.at/books?id=cEfN4tiRWbcC&pg=PA96&lpg=PA96&dq=Odilo+Kopp&source=bl&ots=q5iIc0LjDv&sig=ACfU3U0jEAJm4oTbO_FzvyzOqRuO65V2ow&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjNsJfS9rjgAhXMBBAIHcPBAJ0Q6AEwAHoECAcQAQ#v=onepage&q=Odilo%20Kopp&f=false

(Zugriff: 25.08.2019)

[118] Kapitel 7. Die Zeit zwischen der Rückkehr aus Paris und der Trauung – Sterbeeintragung von P. Odilo Kopp: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre Wien 06., Gumpendorf, Sterbebuch 03-47, Reihenzahl 119, Aufnahme 03-Tod_0022

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/03-47/?pg=52 (Zugriff: 25.08.2019)

 

 

Kapitel 8. Kurze Anmerkungen zum Leben nach der Hochzeit

 

Nach der Hochzeit konnte bzw. wollte das frisch getraute Paar nicht in Wien bleiben:

 

1) Sie waren im Streit mit den Eltern und wollten sich selbst durchs Leben schlagen.

 

2) Es gab finanzielle Forderungen an Arthur von Suttner, die dieser nicht begleichen konnte.

Beispiele:

 

.) „Erinnerung“ vom 30. August 1876 in der Wiener Zeitung vom 8. September 1876, an Arthur Baron Suttner gerichtet [119]

.) „Erinnerung“ vom 29. November 1876 in der Wiener Zeitung vom 5. Dezember 1876, an Arthur Baron Suttner und Sofie Gräfin Kinsky gerichtet [120]

.) „Erinnerung“ vom 29. April 1878 in der Wiener Zeitung vom 10. Mai 1878, an Arthur Freiherrn v. Suttner, zuletzt wohnhaft in Wien III., Rennweg 20, gerichtet [121]

 

3) Arthur, der keinen Beruf erlernt hatte, erhoffte sich eine hohe Stellung am Zarenhof.

 

Neun Jahre verbrachten sie in Georgien bei der Fürstin von Mingrelien, die Bertha 1864 bei einem Aufenthalt in Homburg vor der Höhe (einer Stätte des Glücksspiels, dem Berthas Mutter, Sophie von Kinsky, verfallen war) kennengelernt hatte. [122]

Das Verhältnis zu den Eltern besserte sich zwar im Lauf der Jahre, aber einerseits konnten sie, weil sie selbst in großen finanziellen Schwierigkeiten steckten, dem jungen Ehepaar nicht helfen, und andererseits wäre dieses auch zu stolz gewesen, zu diesem Zeitpunkt heimzukehren. [123]

Bertha gab Musik- und Französischstunden, Arthur erteilte Deutschunterricht. Später betätigten sich beide schriftstellerisch, z. T. in verschiedenen Zeitschriften, z. T. mit eigenen Büchern.

Nach dem Tod der Gönnerin Ekaterina im Jahr 1882 zog man nach Tiflis. [124]

Anfang der 80er Jahre verlegte sich Bertha in der Schriftstellerei von seichten Liebesgeschichten auf anspruchsvollere Romane. [125]

 

Nach neun Jahren im Kaukasus entschlossen sie sich, infolge der antiösterreichischen Stimmung, infolge der katastrophalen finanziellen Situation, vor allem aber aufgrund ihres Heimwehs, als anerkannte Schriftsteller nach Österreich zurückzukehren. [126]

 

Ab 1885 lebten sie auf Schloss Harmannsdorf – gemeinsam mit Arthurs Eltern und zwei unverheirateten Schwestern. In der Harmannsdorfer Zeit erschien 1889 ihr bekanntester Roman „Die Waffen nieder“. In den Jahren bis zu Arthurs Tod (1902) widmete sie sich Friedensaktivitäten, u.a. der Gründung der „Österreichischen Friedensbewegung“ (1891). [127]

Eine Woche nach Arthurs Tod musste die Familie das Schloss Harmannsdorf verlassen – es wurde versteigert. [128]

 

Nach einer Übergangswohnung in Wien IV, Heugasse 20 bezog Bertha von Suttner im Jahr 1903 die Wohnung in Wien I, Zedlitzg. 7.

→ siehe Kapitel 4.8. Heugasse 20

siehe Kapitel 4.9.Zedlitzgasse 7

 

1905 erhielt sie als erste Frau den von Alfred Nobel gestifteten Friedensnobelpreis.

Bis zu ihrem Tod im Jahr 1914 setzte sie sich für ihre Ziele ein: Frieden, Kampf gegen den Antisemitismus, Kampf für die Gleichberechtigung der Frau.

 

 

Abb. 40. Bertha von Suttner, Gedenktafel im Haus Zedlitzg. 7 zur 100-Jahr-Feier anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

 

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[119] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 8. September 1876, S. 20

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18760908&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=20

(Zugriff: 25.08.2019)

[120] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 5. Dezember 1876, S. 28

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18761205&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=28

(Zugriff: 25.08.2019)

[121] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 10. Mai 1878, S. 26

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18780510&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=26

(Zugriff: 25.08.2019)

[122] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 23 f.

[123] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 51

[124] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 61

[125] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 62

[126] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 67

[127] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 71ff.

[128] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 199ff.

[129] Kapitel 8. Das Leben nach der Hochzeit – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 237ff.

 

 

Kapitel 9. Zusammenfassung

 

Ausgangspunkt für diese Untersuchung war die Trauungseintragung von Arthur von Suttner und von Bertha von Kinsky. Aber es zeigte sich bald, dass eine detaillierte Analyse nicht ausreichte, sondern dass eine umfassendere Beschäftigung mit den Wohnadressen notwendig war, um Einblicke in einzelne Stationen in Bertha von Suttners Leben zu erhalten.  

Es erschien allerdings auch sinnvoll, die Detailerkenntnisse in größeren biografischen Zusammenhängen darzustellen.

 

Es konnten manche bisher kaum oder gar nicht bekannte Erkenntnisse bezüglich verschiedener Wohnadressen herausgearbeitet werden:

·        bezüglich der Geburtsadresse Bertha von Kinskys in Prag,

·        es stellte sich heraus, dass das riesige Palais Suttner in der Canovagasse nur kurz im Besitz der Familie war und dass nicht nur Arthur, sondern auch seine Eltern enorme finanzielle Probleme hatten.

·        Es wurde versucht, den 8-tägigen Paris-Aufenthalt und die Beziehung zu Alfred Nobel zu beleuchten.

 

Bei manchen Standorten bot sich ein Rückblick an:

·        bezüglich des alten Palais Suttner am Alten Fleischmarkt (Arthurs Geburtsadresse),

·        Zedlitzgasse 7 (Wohn- und Sterbeadresse Bertha von Suttners) – Vorgängerbau an der Stadtmauer

 

Bei anderen Adressen war es dem Autor ein Anliegen, darauf hinzuweisen, welche Ereignisse sich später dort oder direkt daneben abspielten:

·       Hotel Metropole (später Gestapo-Leitstelle),

·  Nachbarschaft von Heugasse 20 zum Palais Albert Rothschild (später „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“)

 

Zur angeblichen Wohnadresse der Braut Webgasse Nr. 7:

Es ist Arthur gelungen, den Pfarrer, P. Odilo Kopp zur Eintragung dieser Adresse zu veranlassen, sodass die Voraussetzungen für die Abhaltung der Trauung in dieser Pfarre gegeben waren. Darüber, wie er das bewerkstelligt hat, kann man nur Vermutungen anstellen. Ob ein rechtmäßiges Wohnungszeugnis vorlag, kann nicht gesagt werden.

 

Aber verschiedene Indizien (u. a. Verwechslung von Gumpendorf und Gumpoldskirchen) deuten darauf hin, dass sich Bertha von Kinsky, wie sie selbst angibt, zwischen Rückkehr aus Paris und Hochzeit in Lundenburg versteckt hat und niemals in der Webgasse 7 gewohnt hat.

 

Eine große Herausforderung stellte der Mangel an neutralen Quellen dar. Bertha von Suttner hat manche Ereignisse sehr detailliert wiedergegeben, verschiedene Zeiträume werden dagegen nur sehr ungenau beschrieben – möglicherweise hat sie aus persönlichen Gründen eine gewisse Auswahl getroffen. Besonders in den Monaten um die heimliche Trauung bleibt vieles im Dunklen: Der Zeitpunkt ihrer Paris-Reise, um die Stelle bei Alfred Nobel anzutreten, wird nicht genannt. Ihr genauer Aufenthaltsort in Lundenburg konnte nicht eruiert werde.

 

Dass Bertha von Suttner 1905 den Friedensnobelpreis erhielt, wissen viele Menschen, dass es Alfred Nobel 30 Jahre davor als möglich erachtete, dass er nicht nur eine Sekretärin und eine Oberaufsicht des Haushalts, sondern eine Lebenspartnerin gefunden hatte, ist wohl nur wenigen bekannt. Und dass der Friedensnobelpreis vom Erfinder des Dynamits gestiftet wurde, ist vielleicht auch nicht allen bewusst.

 

Ob Berthas Ehe mit Arthur bis zum Schluss so harmonisch verlief, wie sie manchmal vorgab, ist zu bezweifeln. Aber diesbezüglich hat sie sich öffentlich bzw. in den Memoiren kaum geäußert, am ehesten noch in den Tagebüchern. [130]

 

Es war zwar nicht möglich, im Rahmen dieses Artikels ein Persönlichkeitsprofil von Bertha von Suttner zu erarbeiten, es gibt allerdings einige Charakterzüge, die in den biografischen Sequenzen offenbar werden. Dazu gehört ihr unbedingter Wille, ihr Verhalten immer als vorbildlich darzustellen bzw. manche unrühmlichen Begebenheiten sowie alle Äußerungen, die der Friedensbewegung schaden konnten, zu verschweigen bzw. zu verniedlichen. Manche Aufzeichnungen wurden von ihr so negativ gesehen, dass sie sie verbrannte. [131] In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass sie Briefe, Bücher und Autogramme ihrem treuen Mitstreiter Alfred Hermann Fried überließ, da er wüsste, wie „dieses Material zu gebrauchen“ sei. [132]

Für die Durchsetzung ihrer Ziele nahm sie manche Demütigungen auf sich, und ihre Hartnäckigkeit, um ihre Ziele zu erreichen, wirkte manchmal schon penetrant und peinlich. [133]

Ihre Spontaneität kann positiv, aber auch negativ gesehen werden. Sie ließ sich von ihren Emotionen verleiten, sehr rasche Entschlüsse zu treffen: überstürzte Rückkehr aus Paris nach Wien, Hochzeitspläne, unüberlegter Kauf eines Hauses in der Südsteiermark im Sterbejahr 1914. [134]

 

Aber „Menschlich-Allzumenschliches“ (Titel des 9. Kapitels in Hamanns Biografie) hinderte sie nicht daran, bis an ihr Lebensende Großes zu leisten: für den Frieden, für die Frauenbewegung, gegen den Antisemitismus.

 

 

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[130] Kapitel 9. Zusammenfassung – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 191

[131] Kapitel 9. Zusammenfassung – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 196

[132] Kapitel 9. Zusammenfassung – Wien Geschichte Wiki: Bertha von Suttner

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Bertha_von_Suttner (Zugriff: 27.08.2019)

[133] Kapitel 9. Zusammenfassung – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 120

[134] Kapitel 9. Zusammenfassung – Hamann, Bertha von Suttner 2016, S. 305

 

 

Kapitel 10. Abkürzungsverzeichnis

 

 

 

 

 

Abb. = Abbildung

Bd. = Band

bzw. = beziehungsweise

hg. oder hgg. = herausgegeben

E. = Eigentümer

ehem. = ehemalige(r)

EZ = Einlagezahl (betreffend das Grundbuch)

hl. = heilige(r)

Hrsg. = Herausgeber

HV = Häuserverzeichnis

Inv.-Nr. = Inventarnummer

J. = Jahr(e)

Jg. = Jahrgang

Joh. = Johann

KNR = Konskriptionsnummer

lt. = laut

M. = Mutter

Mh = Mariahilf

ÖNB = Österreichische Nationalbibliothek

Or.-Nr. = Orientierungsnummer

Parz.-Nr. = Parzellennummer

Pf. = Pfarre

s. = siehe

Stockw. = Stockwerk(e)

T. = Tage

V. = Vater

W. = Wohn. = Wohnung(en)

Wo. = Woche(n)

zust. = zuständig

 

 

Kapitel 11. Quellenverzeichnis

 

11.1. Gedruckte Quellen (Häuserverzeichnisse und Adressbücher)

11.1.1. Häuserverzeichnisse 

Wienbibliothek digital / Häuserschematismen und Straßenverzeichnisse /

 

HV 1773 (Trattner)

Verzeichniß der in der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien befindlichen Gassen, Hausinnhabern deren Schildern und numerirten Häusern. Von Joseph Anton von Trattner. Wien 1773.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414498?zoom=2&lat=97&lon=565&layers=B (Zugriff: 20.08.2019) 

 

HV 1779 (Ponty)

Verzeichniß der in der Kaiserl. Königl. Haupt- und Residenzstadt Wien, sammt dazu gehörigen Vorstädten, und Gründen, befindlichen numerirten Häusern derselben Eigenthümern, und deren Conditionen, Schilderen, Gassen, Grund-Obrigkeiten, Pfarreyen, und derzeit Bezirksaufsehern : auf das genaueste nach denen Grundbüchern entworfen / Von Franz de Ponty. Wien : gedruckt bey Johann Joseph Jahn, 1779

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/409581?zoom=2&lat=1.92&lon=1197.84&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1786 (Fischer)

Verzeichniß der in der Kaiserl. Königl. Haupt- und Residenzstadt Wien, sammt dazu gehörigen Vorstädten und Gründen, befindlichen numerirten Häusern, derselben wahrhafte Eigenthümer, und deren Konditionen, nebst Schildern und Plätzen : Auf das genaueste nach denen Grund- und Konscriptions-Büchern entworfen / von Joseph Maximilian Fischer.

Wien : bey Joseph Gerold, kaiserl. Reichs-Hofbuchdruckern und Buchhändlern, 1786

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/413037?zoom=2&lat=501.784&lon=696.52&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1789 (Hofer)

Verzeichniß der in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien samt den dazu gehörigen Vorstädten und Gründen befindlichen numerirten Häuser, derselben wahrhaften Eigenthümer, deren Konditionen und Schilder : nebst der nach allerhöchster k. k. Verordnung ergangenen neuen Pfarreintheilung ; Auf das genaueste nach den Konskriptions- und herrschaftlichen Grundbüchern von neuem entworfen / von Karl Hofer. Wien : bey Joseph Gerold, kaiserl. Reichs-Hofbuchdrucker und Buchhändler, 1789

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414498?zoom=2&lat=97&lon=565&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1796

Verzeichniß der in der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien, sammt den dazu gehörigen Vorstädten und Gründen, befindlichen numerirten Häuser, derselben wahrhafte Eigenthümer und Schilde : Auch einer Anzeige wie viel Stockwerke jedes Haus hat, nebst einer kurzen Uebersicht der alt und neuen Häusernumerirung und einem bequemen Register über die Plätze, Strassen und Gässen. Wien : bey Joseph Gerold, 1796

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/414561?zoom=2&lat=836.325&lon=998.257&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1805 (Grosbauer)

Vollständiges Verzeichniß aller in der kaiserlichen auch k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien inner denen Linien befindlichen numerirten Häuser deren Eigenthümer, Strassen, Gässen, Plätze und Schilder : nebst genauer Anzeige der Grundbücher und Pfarren zu denen jedes Haus gehört, und einem sehr wichtigen Anhange / verf. von Joseph Johann Grosbauer. Wien : Gerold, 1805

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/343493 (Zugriff: 26.08.2019)

 

HV 1808 (Grosbauer)

Vollständiges Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien inner denen Linien befindlichen numerirten Häuser deren Eigenthümer, Strassen, Gässen, Plätze, und Schilder / Verfaßt von Joseph Johann Grosbauer, Magistratischen Konscriptions- und Kundschafts-Koroberirungs-Amtskommissär. Wien : Verlegt in der Gerold'schen Buchhandlung, 1808

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/341116 (Zugriff: 26.08.2019)

 

HV 1812 (Fraißl)

Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien und sämmtlichen Vorstädten inner den Linien befindlichen numerirten Häuser und Plätze, Namen der Eigenthümer, Hausschilder, Straßen und Gassen / umgearb. von Alois Edlen v. Fraißl ... Wien : Verlegt in der Carl Gerold'schen Buchhandlung, 1812

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/381548 (Zugriff: 26.08.2019)

 

HV 1816 (Gutjahr)

Vollständiges Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenz-Stadt Wien und ihren Vorstädten befindlichen Straßen, Gassen, Plätzen und Häusern, dann derselben Schilde und Eigenthümer / verf. von Mathias Gutjahr. Wien : Gerold, 1816

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/413512?zoom=2&lat=440.0545&lon=1004.749&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1821 (Gutjahr)

Vollständiges Verzeichniß aller in der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien und ihren Vorstädten befindlichen Straßen, Gassen, Plätze und Häuser, dann derselben Schilde und Eigenthümer / hrsg. von Mathias Guetjahr. Wien : Gerold, 1821

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/412615?zoom=2&lat=782.6765&lon=628.198&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1829 (Behsel)

Verzeichniß aller in der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien mit ihren Vorstädten befindlichen Häuser : mit genauer Angabe der älteren, mittleren und neuesten Nummerirungen, der damahligen Eigenthümer und Schilder, der Straßen und Plätze, der Grund-Obrigkeiten, dann der Polizey- und Pfarr-Bezirke / Verfaßt und herausgegeben von Anton Behsel, Stadt Wiener Bauinspector. Wien 1829.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/422657 (Zugriff: 26.08.2019)

 

HV 1837 (Ziegler)

Häuser-Schema der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien : mit Bezeichnung der Schilde, Gassen, Benennung der Haus-Eigenthümer, Eintheilung der Grundbuchsobrigkeiten, dann der Pfarr- und Polizei-Bezirke ; mit dem Grundrisse der inneren Stadt / hrsg. von Anton Ziegler https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/355998?zoom=5&lat=2826&lon=4676&layers=B  (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1843 (Schwab)

Neuer, verbesserter Häuser-Schema der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien mit ihren 34 Vorstädten, allen Neubauten und den angränzenden nahen Ortschaften, welche noch zu den Polizei-Bezirken Wiens gehören, als: Währing, Herrnals, Neulerchenfeld, Fünf- und Sechshaus, Rustendorf, Braunhirschengrund, Reindorf und Gaudenzdorf : mit genauer Angabe der Haus-Nummern, der Haus-Eigenthümer, Hausschilder, Gässen, Plätze, Grundobrigkeiten, Polizei- und Pfarr-Bezirken, so wie einem alphabetischen Namens-Verzeichnisse sämmtlicher Haus-Eigenthümer ; mit einem neuen Plane der Stadt und sämmtlichen Vorstädten mit den Haus-Nummern / nach den neuesten und zuverläßigsten Quellen bearb. und hrsg. von Carl Schwab.

Wien: Singer & Goering 1843

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/titleinfo/416834 (Zugriff: 26.08.2019)

 

HV 1847

Neues, verbessertes und vermehrtes Häuser-Schema der k. k. Haupt- und Residenzstadt Wien : mit ihren 34 Vorstädten, allen Neubauten und den angränzenden nahen Ortschaften, welche noch zu den Polizei-Bezirken Wiens gehören, als: Brigittenau, Währing, Hernals, Neulerchenfeld, Fünf- und Sechshaus, Rustendorf, Braunhirschen, Reindorf, dann Gaudenzdorf ; mit genauer Angabe der Haus-Nummern...

Wien: Singer und Goering 1847

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/424062?zoom=2&lat=1736.328&lon=935.098&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1852

Neuester, verbesserter Häuser-Schema der kaiserl. königl. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : mit allen Vorstädten, der Brigittenau, den Zwischenbrücken und den Praterhütten ; Mit genauer Angabe der Hausnummern, Hauseigenthümer, Hausschilder, Gassen, Plätze, Gerichts-, Stadthauptmannschafts- und Pfarrbezirke ; Für das Jahr 1852. Wien: Dorfmeister, 1852

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/336714?zoom=2&lat=1124.96&lon=619.832&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1861 (Ziegler)

Neuester Wiener Häuser-Schema für das Jahr 1861 : kaiserl. königl. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien mit sämmtlichen Vorstädten, eingetheilt in acht kaiserliche königliche Polizei-Bezirke mit Angabe der Haueigenthümer etc. etc. nebst colorirten Grundrissen zur leichtfaßlichen Auffindung der Straßen und der mit Nummern bezeichneten Gebäude / entworfen und hrsg. von Anton Ziegler. [Wien] : Selbstverl. Ziegler : J. B. Wallishausser, 1861

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/349698?zoom=2&lat=1679.896&lon=1469.842&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

 

HV 1862 (Winkler)

Winkler's Orientirungs-Plan der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : mit ihren acht umliegenden Vorstadt-Bezirken, verfasst von Michael Winkler. Wien Gorischek 1862.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/352962?zoom=2&lat=192.92401&lon=768.59&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1863 (Winkler)

Winkler's Orientirungs-Plan der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : mit ihren acht umliegenden Vorstadt-Bezirken, verfasst von Michael Winkler. Wien Gorischek 1863.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/353792?zoom=2&lat=1187&lon=748.5&layers=B (Zugriff: 27.08.2019]

 

HV 1863 (Vergleichungstabelle)

Vergleichungs-Tabelle der alten und neuen Hausnummern der Stadt Wien und deren Vorstädte. Wien : Förster und Bartelmus, 1863

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/344404?zoom=2&lat=1449.22&lon=1393.3&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

 

HV 1869 (Czapek)

Vollständiges Häuserbuch der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : sammt Umgebung / verf. von Anton Czapek ; hrsg. von Eduard Scholz. Wien : k. k. Hof- u. Staatsdr., 1869

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/410935?zoom=2&lat=403.17515&lon=1378.70535&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

 

HV 1875 (Smöch)

Häuser-Schema der K. K. Reichs-Haupt- und Residenzstadt Wien : mit deren zehn Bezirken und den Vororten Simmering, Untermeidling, Obermeidling, Gaudenzdorf, Fünfhaus, Sechshaus, Neulerchenfeld, Ottakring, Hernals, Währing, Weinhaus, Gersthof, Unterdöbling, Oberdöbling, Heiligenstadt, Nussdorf, Brigittenau, Zwischenbrücken, Schüttl, Kriau, Floridsdorf und die neuprojectirte Donaustadt in 15 Plänen / hrsg. von Peter Smöch. Wien : F. Olischer & F. Höllrigl, 1875

Webgasse 7:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/341751?zoom=3&lat=2521.87125&lon=2497.32307&layers=B (Zugriff: 27.08.2019)

 

HV 1885 (Schlesinger)

Kataster der Reichs-Haupt- und Residenzstadt Wien : Handbuch für Ämter, Advocaten, Architekten, Baumeister, Bauunternehmer, Credit-Institute, Hausbesitzer, Kapitalisten, Notare etc.; mit Plänen der zehn Bezirke Wiens vollständig neu bearbeitet unter der Leitung des Wiener Stadtbauamtes / verf. von Jos. Schlesinger. Wien: Lechner 1885.

Webgasse 7:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/408054?zoom=2&lat=1318.052&lon=1919.664&layers=B (Zugriff: 20.08.2019)

Heugasse 20:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/408282?zoom=2&lat=1669.211&lon=1942.474&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

 

HV 1905 (Kataster Lenobel)

Häuser-Kataster der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien : verfasst auf Grund des vom k. k. Oesterr. Finanz-Ministerium und der Gemeinde Wien zur Verfügung gestellten Quellenmaterials / Hrsg.: Josef Lenobel. Wien: Lenobel 1905

Webgasse 7:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815090?zoom=2&lat=63.115&lon=2019.392&layers=B  (Zugriff: 22.08.2019)

Heugasse 20:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/815032?zoom=2&lat=2820.117&lon=1971.794&layers=B (Zugriff: 23.08.2019)

Zedlitzgasse 7:

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/814950?zoom=2&lat=2821.073&lon=1811.56&layers=B (Zugriff: 24.8.2019)

 

HV 1927 (Salzberg)

Zedlitzg. 7

Häuser-Kataster der Bundeshauptstadt Wien. Bd. I (1. und 2. Bezirk) Wien 1927.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1791760?zoom=2&lat=1694.8965&lon=1493.359&layers=B (Zugriff: 24.8.2019)

 

HV 1929 (Salzberg)

Webgasse 7:

Häuser-Kataster der Bundeshauptstadt Wien. Bd. III (5., 6. und 7. Bezirk) Wien 1929.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1792271?zoom=2&lat=3.0265&lon=1747.113&layers=B  (Zugriff: 23.08.2019)

 

 11.1.2. Lehmann-Adressbuch von Wien:

 

Adolph Lehmann’s allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Handels- u. Gewerbe-Adressbuch für d. k.k. Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien u. Umgebung 1. Jahrgang (1859)-63. Jahrgang (1941/42)

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbr/nav/classification/2576047 (Zugriff: 19.8.2019)

 

Lehmann-Adressbuch von Wien 1876: Eintragung von Ernst Porndorfer an der Adresse VI., Webgasse 7

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2342700?query=Porndorfer&zoom=3&lat=2056.66651&lon=1927.56577&layers=BT (Zugriff: 25.08.2019)

 

 

11.2. Internet

 

MATRIKEN DER ERZDIÖZESE WIEN / MATRICULA ONLINE

 

·         Matriken der Pfarre Wien 01., Maria Rotunda

Taufeintragung des Karl von Suttner:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., Maria Rotunda, Taufbuch 01-03, 15.03.1819, Fol. 15, Scan 02-Taufe_0015:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-maria-rotunda/01-03/?pg=17

(Zugriff: 19.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre Wien 01., Maria Rotunda

Geburts- und Taufeintragung des Arthur von Suttner:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., Maria Rotunda, Taufbuch 01-04, Fol. 116, Bild 02-Taufe_0116

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-maria-rotunda/01-04/?pg=118 (Zugriff: 20.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre Wien 01., St. Stephan

Trauungseintragung von Karl von Suttner und Karoline Knolz:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 01., St. Stephan, Trauungsbuch 02-087, 25.01.1841, Fol. 463, Scan 02-Trauung_0463:

            http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-st-stephan/02-087/?pg=465 (Zugriff: 19.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre Wien 06., Gumpendorf

                  Trauungseintragung von Arthur v. Suttner ∞ Bertha v. Kinsky

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 06., Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/02-45/?pg=76

(Zugriff: 15.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre Wien 06., Gumpendorf

Sterbeeintragung von P. Odilo Kopp: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre Wien 06., Gumpendorf, Sterbebuch 03-47, Reihenzahl 119, Aufnahme 03-Tod_0022

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/03-47/?pg=52 (Zugriff: 25.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre 04., St. Karl; online:

Taufeintragung von Karl Borromäus Gundacker von Suttner, geb. 1842:

Matricula Online, Erzdiözese Wien, Pfarre 04., St. Karl, Taufbuch 01-12, 22./23.01.1842, Fol. 58, Scan 02-Taufe_0059:

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/04-st-karl-borromaeus/01-12/?pg=61  (Zugriff: 19.08.2019)

 

·         Matriken der Pfarre Waitzendorf

Letzte Trauungseintragung von P. Odilo Kopp in der Pfarre Waitzendorf: 20.04.1852,

lt. Matricula Online, Erzdiözese Wien, Trauungsbuch 02-02 der Pfarre Waitzendorf, Fol. 94

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/waitzendorf/02-02/?pg=96 (Zugriff: 25.08.2019)

 

Im Einzelnen werden die Kirchenbucheintragungen bei den konkreten Erwähnungen in den Fußnoten der Kapitel genau zitiert.

 

MATRIKEN DES ARCHIVS PRAG

 

Taufeintragung von Bertha von Kinsky in Praha II – Archiv Prag – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846, Fol. 176, Bild 193

http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=E67630DA181F401BBC61C55517093EF8&scan=193#scan193 (Zugriff: 19.08.2019)

 

Sterbeeintragung vom 4.8.1843 von Franz Joseph Graf Kinsky von Chinic und Tettau:

Archiv Prag – Praha II – Nové Město –  Kostel P. Marie Sněžné –  ArchivaliePMS Z3 • 1831-1865 – Fol. 93 / Pag. 196 / Bild 98

http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=164B981A1B6E4749862096F7B4F563DE&scan=98#scan98 (Zugriff: 19.08.2019)

 

 

STADTPLÄNE VON WIEN:

·         1829 Mapire / Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster, (vermutl. 1829)

Mapire / Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster, vermutlich um 1829.

https://mapire.eu/de/map/cadastral/?layers=osm%2C3%2C4&bbox=1820524.6318752763%2C6139724.196965263%2C1821661.0355067349%2C6140082.49553535 (Zugriff: 26.08.2019)

·         1837 Ziegler

Häuser-Schema der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien : mit Bezeichnung der Schilde, Gassen, Benennung der Haus-Eigenthümer, Eintheilung der Grundbuchsobrigkeiten, dann der Pfarr- und Polizei-Bezirke ; mit dem Grundrisse der inneren Stadt / hrsg. von Anton Ziegler. Wien 1837

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/355998?zoom=5&lat=2826&lon=4676&layers=B  (Zugriff: 20.8.2019)

·         1858 Stadtplan

online: https://www.wien.gv.at/kulturportal/public / Historische Stadtpläne / Stadtplan 1858

·         1887 Stadtplan;

online auf  https://www.wien.gv.at/kulturportal/public / Historische Stadtpläne / Stadtplan 1887

·         1904 Generalstadtplan;

online: https://www.wien.gv.at/kulturportal/public / Historische Stadtpläne / Generalstadtplan 1904

·         1912 Generalstadtplan;

online: https://www.wien.gv.at/kulturportal/public / Historische Stadtpläne / Generalstadtplan 1912

·         2018 Aktueller Stadtplan

online: https://www.wien.gv.at/kulturportal/public

 

STADTPLÄNE VON PRAG:

 

Mapire – Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster

https://mapire.eu/de/map/cadastral/?layers=osm%2C3%2C4&bbox=1605018.751129178%2C6460028.543961732%2C1606155.1547606366%2C6460386.842531819 (Zugriff: 22.08.2019)

 

WIENBIBLIOTHEK IM RATHAUS:

 

  • Häuserschematismen und Straßenverzeichnisse der Wienbibliothek, online:

           https://www.digital.wienbibliothek.at/wbr/nav/classification/425705?s=date  (Zugriff: 20.08.2019)

           Im Einzelnen werden die Häuserverzeichnisse in 11.1. unter „Gedruckte Quellen (Häuserverzeichnisse)“ angeführt.

 

      

WIEN GESCHICHTE WIKI:

 

Wien Geschichte Wiki: Fleischmarkt

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Fleischmarkt (Zugriff: 20.08.2019)

 

Wien Geschichte Wiki: Rothschildpalais (4, Prinz-Eugen-Straße 20-22) 

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Rothschildpalais_(4,_Prinz-Eugen-Stra%C3%9Fe_20-22) (Zugriff: 23.08.2019)

 

WIKIPEDIA:

 

Wikipedia / Suttner (Adelsgeschlecht)

https://de.wikipedia.org/wiki/Suttner_(Adelsgeschlecht) (Zugriff: 19.08.2019)

 

Wikipedia / Kinsky

https://de.wikipedia.org/wiki/Kinsky (Zugriff: 19.8.2019)

 

Wikipedia: Alfred Nobel

https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Nobel (Zugriff: 24.08.2019)

 

Wikipedia: Liste der der Straßennamen von Wien / Wieden

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stra%C3%9Fennamen_von_Wien/Wieden (Zugriff: 23.08.2019)

 

LEXIKA:

Konstant Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich, 41. Teil, Wien 1880, S. 13 / Bild 19;

online: http://www.literature.at/viewer.alo?objid=11642&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=19 (Zugriff: 19.8.2019)

 

ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK:

 

ÖNB / ANNO – Volltextsuche;  online:

http://anno.onb.ac.at/anno-suche#searchMode=simple&from=1  (Zugriff: 19.8.2019)

 

      ·        ÖNB-ANNO, Jahresbericht Schottengymnasium Wien 1869 / Teil 7 / Schulnachrichten / S. 71

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=jsg&datum=1869&page=77&size=45 (Zugriff: 25.08.2019)

      ·        ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 8. September 1876, S. 20

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18760908&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=20 (Zugriff: 25.08.2019)

      ·        ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 5. Dezember 1876, S. 28

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18761205&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=28 (Zugriff: 25.08.2019)

      ·        ÖNB-ANNO, Wiener Zeitung vom 10. Mai 1878, S. 26

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wrz&datum=18780510&query=%22Suttner+Arthur%22~4&ref=anno-search&seite=26 (Zugriff: 25.08.2019)                       

 

E-Books der ÖNB:

 

Handels- und Gewerbe-Adressbuch des österreichischen Kaiserstaates: enthaltend: die sämmtlichen, nach dem neuen mit 1. Juli 1863 ins Leben getretenen Handelsgesetze erfolgten Eintragungen in die Einzeln- und Gesellschafts-Register mit Angabe der Procuraführer, der Ehepacten und der ..., Leopold Kastner, Rudolph Machan 1873, S. 73 / Österreichische Nationalbibliothek, digit. 2. März 2016

https://books.google.at/books?id=hqNmAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (Zugriff: 22.08. 2019)

 

Ehegesetze 1856

Praktisches Handbuch über das in Ehesachen der Katholiken zu beobachtende Verfahren, nach dem Ehegesetze vom 8. Oktober 1856, verfasst von Wilhelm Schöller und Fr. J. Schopf, Pest 1857, digitalisiert : ÖNB 9.6.2016, S. 104, § 100

https://books.google.at/books?id=E85oAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q=%C2%A7%20100&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

 

Gesetzessammlung 1831

Sammlung der Gesetze für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Ens, Band 38, k.k. Hof- u. Staats-Aerarial-Dr., Wien 1831, S. 240; Digitalisat: ÖNB 13.4.2015

https://books.google.at/books?id=SLthAAAAcAAJ&pg=PA903&lpg=PA903&dq=Wohnungszeugnis+Trauung&source=bl&ots=-fgUtX120l&sig=8CMusUdr9sm9DlVVy7B3_3lNwLg&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiypsWW4-3ZAhVDJJoKHUmSB6kQ6AEIOTAD#v=onepage&q&f=false  S. 240 (Zugriff: 25.08.2019)

  

Sammlung der Gesetze für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Ens, Band 33, Verlag k.k. Hof- und Staats-Aerarial-Dr., 1826,

S. 709f.; Original von Österreichische Nationalbibliothek, digitalisiert 13. April 2015 

https://books.google.at/books?id=F7phAAAAcAAJ&pg=PA710&dq=Wohnungs-Zeugnis&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjB3tCtpYfkAhWrw4sKHa37AnsQ6AEILTAB#v=onepage&q=Wohnungs-Zeugnis&f=false S. 709 f. (Zugriff: 25.08.2019)

 

Wiener Kirchenzeitung. Für Glauben, Wissen, Freiheit und Gesetz in der katholischen Kirche. Hg. von Drd. Albert Wiesinger, 24. Jahrgang 1871, Nr. 3, vom Samstag, 21. Jänner 1871, Beilage, S. 44; Original von Österreichische Nationalbibliothek, digit. 25. Februar 2014

https://books.google.at/books?id=loxbAAAAcAAJ&pg=PA44&dq=Odilo+Kopp+Gumpendorf&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjj_oi6-rjgAhUPxYsKHWcNCIUQ6AEIMjAC#v=onepage&q=Odilo%20Kopp%20Gumpendorf&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

 

WEITERE INTERNET-ADRESSEN:

 

Geneanet / Stammbaum von Christoph Graf von Polier / Karl Gundaccar von Suttner

https://gw.geneanet.org/cvpolier?lang=de&iz=0&p=karl+gundaccar&n=von+suttner (Zugriff: 19.08.2019)

 

Geni / öffentliche Profile / Franz Michael Joseph Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau

https://www.geni.com/people/Franz-Graf-Kinsky-von-Wchinitz-und-Tettau/6000000015491789474 (Zugriff: 19.08.2019)

 

Blog Prag aktuell von Konstantin Kountouroyanis / 1.2.2018 / unter „Feuilleton“

https://www.prag-aktuell.cz/blog/der-kampf-die-vermeidung-des-krieges-06022018-20576 (Zugriff 19.08.2019)

 

Martin Mutschlechner, Nur für Mitglieder – die Hoffähigkeit

online: https://www.habsburger.net/de/kapitel/nur-fuer-mitglieder-die-hoffaehigkeit (Zugriff: 19.08.2019)

 

Schloss Harmannsdorf / Geschichte

online: http://www.schlossharmannsdorf.at/?page_id=17 (Zugriff: 20.08.2019)

 

Website „ALBERT MILDE, kaiserlicher und königlicher Hof-Kunst-Bauschlosser und Eisenkonstrukteur zu Wien“, online: https://www.albertmilde.com/index.html , Artikel über die Schwarzenberg’sche Häusergruppe:

https://www.albertmilde.com/deu/schwarzengruppe.html (Zugriff: 23.08.2019)

 

Homepage von Günter Oppitz, online: www.guenteroppitz.at

Artikel „Trauungen in der Wiener Pfarre Mariahilf in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts“ / Kapitel 4

https://www.guenteroppitz.at/kirchenb%C3%BCcher-matriken/trauungen-in-mariahilf-1850-1900-vollversion/  (Zugriff: 25.08.2019)

 

Homepage der Pfarre Gaweinsthal / Pfarrteam / Bisherige Pfarrer  - Benediktiner-Patres aus dem Schottenstift

www.pfarre-gaweinstal.at/pfarrergw.html (Zugriff: 25.08.2019)

 

11.3.1. Primärliteratur

 

  • Sophie von Kinsky, geb. Körner, Gedichte: „Hochzeitsgruß“. 1879
  • Bertha, Freifrau von Suttner, Memoiren. Stuttgart, Leipzig: Deutsche Verl.-Anstalt, 1909, online:

      Titelblatt (S. 1,2): http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0201&zoom=2&ues=1 (Zugriff: 20.08.2019)

 Inhaltsverzeichnis (ab S. 5): http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0302&seite=00000005&zoom=2 (Zugriff:   20.08.2019)

Textteil (ab S. 15): http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=665&teil=0403&seite=00000015&zoom=2 (Zugriff: 20.08.2019)

Digitalisiert von ÖNB / ANNO

 

11.3.2. Sekundärliteratur

 

Brigitte Hamann, Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden, Christian Brandstätter Verlag, Wien 2013, 2. Auflage Januar 2016

 

Beatrix Kempf (Wien), Bertha von Suttner und die „bürgerliche“ Friedensbewegung. In: Friede – Fortschritt – Frauen. Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner auf Schloss Harmannsdorf, herausgegeben vom  Internationalen Bertha-von-Suttner-Verein (= Austria: Forschung und Wissenschaft – Philosophie, Bd. 7). Berlin 2007, S. 47

 

Suttner im Kon Text: Interdisziplinäre Beiträge zu Werk und Leben der Friedensnobelpreisträgerin. Hg. Johann Georg Lughofer. 1974 – , Hg. Milan Trvdik, 1953 – darin: Milan Tvrdik: Bertha von Suttner, geb. Gräfin Kinsky, ein Sprössling aus dem berühmten böhmischen Adelsgeschlecht, S. 135

 

Brigitte Hamann, Bertha von Suttner. Život pro mir. Ausgabe in Tschechisch v. Alena Blahova. Praha 2006.

 

DEHIO-HANDBUCH WIEN, II. bis IX. und XX. Bezirk. 2., unveränderte Auflage, Verlag Berger, Horn/Wien 2014

 

Honorius L. Kraus, Denkbuch der Pfarre und Kirche zum heiligen Laurenz im Schottenfelde: als Beitrag zur kirchlichen Topographie und als Ehrenbuch der vorzüglichen Wohltäter dieser Kirche : mit einem Anhange: Das Stift Schotten. Verlag bei den P.P.Mechitaristen. Wien 1839,

S. 130; Original: Bayerische Staatsbibliothek, digitalisiert: 24. Oktober 2008

https://books.google.at/books?id=zY4DAAAAcAAJ&pg=PA130&lpg=PA130&dq=Odilo+Kopp&source=bl&ots=FiLOEbERSP&sig=ACfU3U3EkRcystCUU_6pRaqp_C1V0ye-XA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjNsJfS9rjgAhXMBBAIHcPBAJ0Q6AEwAXoECAgQAQ#v=onepage&q=Odilo%20Kopp&f=false (Zugriff: 25.08.2019)

 

Helmut Heinisch+, Die Geschichte der Pfarre Gumpendorf

http://sme019621.utawebhost.at/pfarre-gumpendorf.at/index.php/unsere-pfarre/geschichte-unserer-pfarre (Zugriff: 25.08.2019)

 

Christine Mann, Zwischen Tradition und Moderne: der Güntherianer Vinzenz A. Knauer (1828-1894) auf der Suche nach Wahrheit in Freiheit (= Band 14 von Religion, Kultur, Recht, ISSN 1611-938X. Verlag Peter Lang, 2010, S. 96

https://books.google.at/books?id=cEfN4tiRWbcC&pg=PA96&lpg=PA96&dq=Odilo+Kopp&source=bl&ots=q5iIc0LjDv&sig=ACfU3U0jEAJm4oTbO_FzvyzOqRuO65V2ow&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjNsJfS9rjgAhXMBBAIHcPBAJ0Q6AEwAHoECAcQAQ#v=onepage&q=Odilo%20Kopp&f=false 

(Zugriff: 25.08.2019)

 

11.4. Abbildungsnachweis

 

Abb. 1. Titelseite: Symbolbild „Blühende Bäume vor wolkenlosem Himmel“, Foto: Günter Oppitz (24.3.2019)

Abb. 2. Titelseite: „Blumen vor der Pfarrkirche Gumpendorf“. Im Hintergrund, etwas versteckt, der Eingang zur Kirche.

Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

Abb. 3a. Kapitel 2: Arthur Gundaccar von Suttner. Urheber: Unbekannt.

In: Die Gesellschaft, Volume 3, Part 2. Hrsg.: Michael Georg Conrad, Arthur Seidl. Leipzig: Wilhelm Friedrich 1887. Gemeinfrei
https://books.google.com/books?id=5fIaAAAAYAAJ&pg=PA758-IA4
 758

Abb. 3b. Kapitel 2: Bertha von Suttner. Autor: Carl Pietzner

Bildarchiv / Inventarnummer 83367 B /ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/9995758.jpg (Zugriff: 27.08.2019)

Abb. 4a. Kapitel 2: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Wien 06., Pfarre Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 12.06.1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048: linke Seite des Trauungsbuches mit den Angaben über den Trauungspriester und den Bräutigam

Abb. 4b. Kapitel 2: Matricula Online, Erzdiözese Wien, Wien 06., Pfarre Gumpendorf, Trauungsbuch 02-45, 12.06.1876, Reihenzahl 128, Scan 03-Trauung_0048: rechte Seite des Trauungsbuches mit den Angaben über die Braut und die Trauzeugen

http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/06-gumpendorf/02-45/?pg=76

(Zugriff: 15.08.2019)

Abb. 5a. Die Taufeintragung in Praha II – Archiv Prag – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846, Fol. 176, Bild 193; linke Seite des Taufbuches mit den Angaben über den die Getaufte und ihren verstorbenen Vater

Abb. 5b. Die Taufeintragung in Praha II – Archiv Prag – Nové Město – Kostel P. Marie Sněžné – PMS N6 •1838-1846, Fol. 176, Bild 193; rechte Seite des Taufbuches mit den Angaben über die Mutter und die Paten

http://katalog.ahmp.cz/pragapublica/permalink?xid=E67630DA181F401BBC61C55517093EF8&scan=193#scan193 (Zugriff: 19.08.2019)

Abb. 6. Das Haus an der Ecke Vodičkova ulice (früher: Wassergasse) / Ulice v Jame (früher: In der Grube bzw. Grubengasse) am Standort des früheren Hauses Praha II / Nr. 697; Foto: Konstantin Kountouroyanis

https://www.prag-aktuell.cz/blog/der-kampf-die-vermeidung-des-krieges-06022018-20576 (Zugriff: 19.08.2019)

Abb. 7. Mapire – Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster: Sterbeadresse von Franz Joseph Graf Kinsky von Chinic und Tettau in Prag II / Jungmannova 18 / 5 und Geburtsadresse Berthas in Praha II / Ecke Vodičkova – V Jámě // Mapire – Habsburgermonarchie - Franziszeischer Kataster

https://mapire.eu/de/map/cadastral/?layers=osm%2C3%2C4&bbox=1605018.751129178%2C6460028.543961732%2C1606155.1547606366%2C6460386.842531819 (Zugriff: 19.08.2019)

Abb. 8. Das alte Palais Suttner am Alten Fleischmarkt mit KNR 707 auf einem Plan von Anton Ziegler aus dem Jahr 1837.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/355998?zoom=5&lat=2826&lon=4676&layers=B (Zugriff: 20.8.2019)

Abb. 9. Wien 1, Fleischmarkt 17; Autor: August Stauda, 1899. Inv.-Nr. ST 8 F / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/9961761.jpg (Zugriff: 20.8.2019)

Abb. 10. Wien 1, Fleischmarkt 17, Arkadenhof; Autor: August Stauda, Glasplatte 1901. Inv.-Nr. ST 9 F / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1876132.jpg

Abb. 11. In der Mitte das Palais Suttner, links das Musikvereinsgebäude, rechts im Hintergrund das Konzerthaus.

Foto: Günter Oppitz (2019)

Abb. 12. Eintragung im Einwohnerverzeichnis des Lehmann-Adressbuchs für Wien 1871:

für Karl Gundaker, Freiherr von Suttner, Hausbesitzer von Canovag. 7

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2334737?query=Suttner&zoom=3&lat=6.72063&lon=2115.1833&layers=BT (Zugriff: 20.08.2019)

Abb. 13. Palais Suttner, Eingang Canovagasse 7, Foto: Günter Oppitz (2019)

Abb. 14. Schloss Harmannsdorf. Foto: Günter Oppitz (20.07.2019)

Abb. 14a. Bertha von Suttner. Porträtfotografie mit eigenhändiger Unterschrift. Aufgenommen in Schloß Harmannsdorf. Autor: Grillich, Ludwig, Datierung: 07.1892; Inventarnummer: Pk 4924 / ÖNB / Grillich 

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/7618362.jpg (Zugriff: 03.09.2019)

Abb. 15. „Le Grand Hotel“ in Paris. Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

Abb. 16. Historisches Foto: Links das Le Grand Hotel in Paris, rechts ein Teil der Oper

Foto: Intercontinental. Paris Le Grand.

https://parislegrand.intercontinental.com/en/history/ (Zugriff: 21.08.2019)

Abb. 17. Das Grand Hotel aus einer ähnlichen Perspektive, leider im August 2019 eingerüstet.

Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

Abb. 18. Tafel an einer Seite des Paris Le Grand – Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

Abb. 19. Eingangsbereich in der Rue Scribe 2 – Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

Abb. 20. Grand Hotel – Eingangsbereich des Paris Le Grand in der Rue Scribe – Foto: Günter Oppitz (07.08.2019)

Abb. 21. Rechts das Grand Hotel mit dem Café de la Paix („Friedens-Café“) bzw. dem Restaurant de la Paix („Friedens-Restaurant“) an der Ecke. Foto: Gemeinfrei. Grand Hotel at Place de l'Opera, c. 1890

Scanned from A Photographic Trip Around the World, John W. Illiff & Co., Chicago, 1892. Copyright expired.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paris1890s1.jpg

Abb. 22. Foto von der Website THE NOBEL PRIZE;

To cite this section MLA style: Alfred Nobel’s house in Paris on Avenue Malakoff. NobelPrize.org. Nobel Media AB 2019. Mon. 12 Aug 2019. https://www.nobelprize.org/alfred-nobel/alfred-nobels-house-in-paris-on-avenue-malakoff-2/

Abb. 23. Hotel Metropol Vienna. Anonym - Welt ausstellen. Schauplatz Wien 1873. Herausgeber Technisches Museum Wien, ISBN 3-902183-10-1, Gemeinfrei

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6055260 (Zugriff: 22.08.2019)

Abb. 24. Wien 1, Morzinplatz 4. Durchblick vom Morzinplatz gegen die Salztorgasse. Im Vordergrund Hotel Metropol. Körperschaft: Verlag P. Ledermann Wien, Glasplatte 1924, Inventarnummer 270699 D / ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/1876559.jpg (Zugriff: 22.08.2019)

Abb. 25. Leopold-Figl-Hof in Wien I., Morzinplatz 4, früherer Standort des Hotel Metropol, von der Marienbrücke aus aufgenommen – Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

Abb. 26. Leopold-Figl-Hof in Wien I., Morzinplatz 4, früherer Standort des Hotel Metropol, Front des neuen Gebäudes Richtung Morzinplatz – Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

Abb. 27. Mahnmal für die Gestapo-Opfer auf dem Morzinplatz – Foto: Günter Oppitz (23. August 2019)

Abb. 28. Das Haus Wien 6., Webgasse 7, in dem Bertha von Kinsky, später verehelichte Bertha von Suttner, angeblich (laut Wohnungszeugnis) im Jahr 1876 in den Wochen vor der Trauung wohnte – Foto: Günter Oppitz (24.01.2019)

Abb. 29. Wien 6., Webgasse 7, Stiegenhaus – Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)                                                                                      Abb. 30. Wien 6., Webgasse 7, Hausflur – Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)

Abb. 31. Wien 6., Webgasse 7. Neue Orientierungsnummer „Web-Gasse“ 7 (ab 1863) und alte Konskriptionsnummer Gumpendorf 613 (als Relikt aus der Entstehungszeit des Gebäudes 1860 oder 1861) – Foto: Günter Oppitz (Jänner 2019)

Abb. 32a. Wien 4., Prinz-Eugen-Straße 18 (früher: Heugasse 20) – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

Abb. 32b. Palais Albert Rothschild; 1904: Heugasse 24 (nicht 26!);

Von unbekannter Fotograf - Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts – Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung (2. Band), herausgegeben vom Österreichischen Architekten-Verein, Verlag von Gerlach & Wiedling, Wien, 1906, Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=4477666 (Zugriff: 27.08.2019)

Abb. 32c. Wien 4., Prinz-Eugen-Straße 14-18 (früher: Heugasse 18, 18a, 20) – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

Abb. 32d. Prinz-Eugen-Straße 18, ein „ehem. Schwarzenberg’sches Zinshaus“, heute Botschaft von Paraguay – Eingangsbereich;

Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

Abb. 32e. Wappen der Familie Schwarzenberg über dem Eingangstor von Prinz-Eugen-Straße 18 – Foto: Günter Oppitz (26.08.2019)

Abb. 32f. Prinz-Eugen-Straße 18, 2. Stiege / Gangbereich  – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

Abb. 32g. Prinz-Eugen-Straße 18, 1. Stiege / Aufgang  – Foto: Günter Oppitz (26. August 2019)

Abb. 33. Wohn- und Sterbehaus von Bertha von Suttner in den Jahren 1903 bis 1914: Wien I, Zedlitzgasse 7

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

Abb. 34. Wiener Stadt- und Landesarchiv, Meldezettel: Bertha von Suttner, geboren 09.04.1843

Vollansicht Einzelstück 2.5.1.4.K11. CC BY-NC-ND 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de / Quelle: WStLA

Abb. 35. Generalstadtplan 1904 mit Überblendung durch die aktuelle Karte:

Zedlitzgasse 7. Der Gebäudekomplex wird von der Zedlitzgasse, der Stubenbastei und der Wollzeile umschlossen.

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Zedlitzgasse 7 → Historische Stadtpläne → Generalstadtplan 1904

(Überblendung mit dem aktuellen Stadtplan)

Abb. 36. Stadtplan 1858 mit Überblendung durch die aktuelle Karte:

Das Haus Innere Stadt / KNR 796, Standort des späteren Gebäudes Zedlitzg. 7

https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ → Eingabe von Zedlitzgasse 7 → Historische Stadtpläne → Stadtplan 1858

(Überblendung mit dem aktuellen Stadtplan)

Abb. 37a. Berta Gräfin von Kinski (Berta von Suttner). Bildnis in ihrer Wohnung mit geöffnetem Buch, dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Werk "Die Waffen nieder". Autor: Winkler, Otto; Technik: Schwarz-Weiß-Abzug; Datierung: 1910;

Inventarnummer: Pf 3437:C(11) /ÖNB

http://www.bildarchivaustria.at/Preview/20117798.jpg (Zugriff: 03.09.2019)

Abb. 37b. Gedenktafeln für Bertha von Suttner im Hausflur ihres Wohn- und Sterbehauses Wien I, Zedlitzg. 7

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

Abb. 38. Eintragung von Ernst Porndorfer an der Adresse VI., Webgasse 7 im Jahrgang 1876 des Lehmann-Adressbuches von Wien

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/zoom/2342700?query=Porndorfer&zoom=3&lat=2056.66651&lon=1927.56577&layers=BT (Zugriff: 25.08.2019)

Abb. 39a. Aufgang zur Seitenkapelle der Pfarrkirche Gumpendorf von der Brückengasse aus.

Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

Abb. 39b. Zugang zur Seitenkapelle in der Pfarrkirche Gumpendorf links vorne. Foto: Günter Oppitz (19.08.2019)

Abb. 39c. Karte aus dem HV 1775 (Smöch) – Entfernung zwischen Brückengasse 5 (Gumpendorfer Pfarrkirche) und der angeblichen Wohnadresse der Braut, Webgasse 7

https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/341752?zoom=5&lat=1298.75656&lon=2112.45675&layers=B (Zugriff: 25.08.2019)

Abb. 39d. Pfarrkirche Wien 06., Gumpendorf. Ganz links auf dem Foto jene Seitenkapelle, in der das Brautpaar getraut wurde  – Foto: Günter Oppitz (13.03.2019)

Abb. 40. Bertha von Suttner, Gedenktafel im Haus Zedlitzg. 7 zur 100-Jahr-Feier anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises

Foto: Günter Oppitz (1.2.2019)

 

 

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